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Hallo,
hier möchten wir die Geschichte Deines Kaninchens
veröffentlichen. Bitte nutze diese Möglichkeit unten
auf dem Fragebogen. Vielen Dank.
Caroline und Sabine
Mein
Kaninchen Felix saß eines Morgens mit rollenden Augen
im Käfig. Die Tierärztin diagnostizierte einen
Schlaganfall. Innerhalb einer Woche bekam Felix mehrere
Vitamin B Spritzen. Ob noch etwas anderes dabei war, weiß
ich nicht genau. Sein Zustand verbesserte sich sehr
schnell. Es blieb nur ein leichter Schiefhals zurück.
Im Dezember 2004 bemerkte ich eine Verschlechterung.
Felix konnte seinen Urin- und Kotabsatz nicht mehr
steuern. Zudem hatte er Lähmungserscheinungen an den
Hinterläufen. Putzen konnte er sich auch nicht mehr, so
dass ich ihn regelmäßig vorsichtig sauber gemacht
habe. Gegen die Lähmung an den Hinterläufen bekam
Felix erneut Vitamin B Spritzen. Da ich inzwischen von
E. Cuniculi gehört hatte, sprach ich meine Tierärztin
auf die Krankheit an. Sie meinte, dass Felix aber nicht
daran erkrankt wäre, sondern der Schlaganfall die
Symptome ausmachen würde. Felix Zustand war mal besser
und mal schlechter. Im Januar 2005 lag Felix plötzlich
in seinem Käfig und konnte nicht aufstehen. Nachdem ich
ihm geholfen hatte, fiel er immer wieder zur Seite und
drehte sich merkwürdig im Kreis. Ich fuhr sofort in
eine Tierklinik. Auch in der Klinik wurde E. Cuniculi
ausgeschlossen (jedoch ohne Blutuntersuchung). Felix
bekam zusätzlich zu den Vitamin B Spritzen noch ein
Antibiotikum. Sein Zustand verschlechterte sich jedoch
zunehmend. Felix fraß nun kaum noch etwas und wirkte
apathisch. Meine Tierärztin riet mir dann das
Antibiotikum abzusetzen. Felix ging es immer schlechter.
Am 17.02.2005 gab die Tierärztin Felix nochmals eine
Spritze, mit einem Medikament, dessen Namen ich leider
nicht weiß. Danach wurde alles viel schlimmer. Felix
bekam Krämpfe und lag halb bewusstlos im Käfig. Ich
und mein Freund haben ihn dann schweren Herzens um 22.30
Uhr in der Tierklinik einschläfern lassen und ihn von
seinen Leiden erlöst. Er fehlt uns sehr und wir werden
unseren kleinen Schatz niemals vergessen. Er wird für
immer einen Platz in unseren Herzen haben...!
Christina

Benjamin
Nach
Feierabend fiel mir zuhause sofort auf, dass Benjamin
sich nicht normal bewegen konnte. Ich habe ihn Männchen
machen lassen (Leckerli hochgehalten) und er kippte um.
Bin sofort zum TA und hatte den Text von Dr. Drescher über
e.c. dabei. Sie las ihr auch durch, die Behandlung war
ihr aber bekannt. So bekam er die vier erforderlichen
Medis. Zunächst war Benjamin bei putzen noch etwas
unsicher, hielt sich niedrig, wenn er auf den
Hinterbeinen saß. Bereits am 5. Tag war er unauffällig.
Ach ja, bereits Wochen vorher hat Benjamin ungewöhnlich
viel getrunken. Schwer zu sagen, wie viel, denn es sind
ja drei Kaninchen hier, aber ich schätz die Menge auf
0.75l pro Tag. Seit der Behandlung trinkt er deutlich
weniger, also so viel wie die anderen auch.
Anne.Hilbrecht@kaninchenschutz.de

Fleckchen
Seit
langem habe ich schon zwei Sorgenzwerge, die sich ständig
mit allerlei Krankheiten ( Schnupfen, Abszess, Herz ) plagen.
Nachdem meine Puschel im Oktober an ihrer Herzkrankheit
gestorben war, habe ich für Fleckchen einen neuen Partner
aus dem Tierheim geholt. Die zwei haben sich gleich
super verstanden...
Leider hielt die Freude nicht lange, denn mir fiel auf,
dass Fleckchen so appetitlos wirkte, winzige Böbbels
hatte und sich ständig an den Ohren kratzte. Ich ging
zum Arzt, äußerte den Verdacht auf E.cuniculi. Sie wurde
getestet, war schwach positiv und wurde 2 Wochen mit
Tetracyclin und vier Wochen mit Panacur behandelt. Da
sie danach wieder topfit war, wurde die Behandlung abgesetzt.
Nur wenige Tage danach fiel mir auf, dass Fleckchen
so vorsichtig hoppelte - ich schob es allerdings zuerst
auf eine kleine wunde Stelle an der Ferse. Erst als
sich der Zustand verschlechterte, war mir klar, dass
es ein Rückfall sein musste. Die Verschlechterung ging
so weit, dass deutliche Lähmungserscheinungen an den
Hinterbeinen zu erkennen waren und sie sich kaum mehr
fortbewegen konnte.
Also die ganze Medikation wieder von vorne. Heute nach
vier Wochen Behandlungsdauer mit AB, Panacur und Vitamin
B ist eine deutliche Verbesserung der Krankheit zu erkennen,
sie kann wieder einigermaßen normal hoppeln - Einschränkungen
sind aber noch da ( kein Männchen machen, nicht richtig
putzen, nicht auf Sitzbrett springen, manchmal stolpert
sie auch....). Doch damit scheint sie relativ gut klar
zu kommen.
Auch hoffe ich noch auf eine weitere Besserung.
Nun soll am Wochenende Tetracyclin abgesetzt werden
und nur noch mit Panacur und Vitamin B weiterbehandelt
werden - ein wenig habe ich Angst davor, es könnte dann
wieder schlimmer werden. Aber da ich ja das wichtigste
Medikament ( Panacur ) auch weiterhin gebe ( mindestens
über Monate oder lebenslang ), hoffe ich, dass Fleckchen
stabil bleibt.
Ihr geht es momentan relativ gut, sie hat guten Appetit...
Was mich heute wieder etwas beschäftigt ist, dass sie
sich seit gestern wieder verstärkt an einem Ohr kratzt
und schüttelt - im Ohr selbst ist laut TÄ allerdings
alles in Ordnung....
Nun hoffe ich, dass es noch weiter bergauf mit Fleckchen
geht und nach all den langen Monaten mit Krankheit und
Elend endlich mal Ruhe einkehrt, und meine Ninis und
ich das Leben genießen können.
be-hei@web.de

Tildie
Tildie, geb. Mai 2001, wurde am 11. August 2003 in der Sprechstunde
meines Tierarztes vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war
ihr Köpfchen um 90 Grad schräg, ansonsten zeigte sie
keine weiteren Symptome, die Besitzer wollten sie jedoch
einschläfern lassen. So wurde sie dann für 16 Tage bei
der Helferin untergebracht und als diese dann in Urlaub
fuhr, kam Tildie zu uns. Sie bekam in dieser Zeit täglich
Chloramphenicol 0,5ml, Vitamin B 1ml und Kortison subkutan.
Eine Panacur-Behandlung begann 2 Tage später. Am 7.
und 8. Behandlungstag verschlechterte sich jedoch ihr
Zustand ganz plötzlich und extrem. Obwohl bereits eine
Woche in Behandlung, konnte sie sich plötzlich nicht
mehr auf den Beinen halten, entweder rollte sie hilflos
durch den Käfig oder sie schlief und lag dabei auf dem
Rücken. Da sie weiter bei gutem Appetit war, empfahl
der Tierarzt, die Behandlung volle 14 Tage weiterzuführen
und dann neu zu entscheiden. Am 27. August zog sie dann
bei uns ein, ihr Zustand hatte sich nicht verändert.
In den Roll-Anfällen steigerte sich ihre Atmung so extrem,
dass wir ständig einen Herzschlag befürchteten, so bekam
sie zusätzlich Crataegus (Weißdorn zur Herzstärkung)
ins Trinkwasser. Da sie eigentlich kein Antibiotika
oder Kortison mehr bekommen sollte, warteten wir erst
noch 24 Stunden nach dem Umzug ab, dann war klar, dass
es auf keinen Fall ohne weitere Medikamente gehen würde.
Sie bekam erstmal 4 Tage Kortison, dann weitere 8 Tage
und zusätzlich wieder Chloramphenicol. Da sie noch immer
selbständig fraß, Wasser aus dem angebotenen Schälchen
annahm und auch auf Streicheleinheiten mit entspanntem
Knurpsen reagierte, wollten wir ihr Leben nicht beenden.
Es war eine schlimme Zeit, in der wir jeden Abend dachten:
hoffentlich übersteht sie die Nacht. Rotlicht brannte
ohne Unterbrechung vor ihrem Käfig und man konnte ihr
ansehen, wie angestrengt sie versuchte, ihren Körper
unter Kontrolle zu bekommen. Den größten Stress, außer
den vielen Spritzen, verursachte ihr das tägliche Umbetten,
da alle ihre Geschäfte ja auf den Decken verrichtet
wurden. Obwohl wir versuchten, alles wieder genau so
herzurichten, reagierte sie nur allein auf das Hochnehmen
mit krampfartigen Drehungen um die Längsachse, wieder
auf dem Boden rollte sie unkontrolliert bis zur völligen
Erschöpfung, danach lag sie dann oft über eine Stunde
völlig reglos auf dem Rücken und schlief. Durch diese
extremen Kraftakte verlor sie beständig an Gewicht,
so dass sie binnen der ersten 4 Wochen ihrer Erkrankung
völlig abmagerte. Ihre Muskulatur baute so extrem ab,
dass wir eine Zeitlang befürchteten, sie würde ihren
linken Hinterlauf nie wieder benutzen können, das Bein
schleifte mehr oder minder nutzlos hinter ihr her und
wirkte wie ausgekugelt.
Am 15. September machte unser Tierarzt einen Hausbesuch bei
ihr und verordnete erneut Chloramphenicol bis auf weiteres,
Kortison für weitere 14 Tage und ein Schmerzmittel für
7 Tage. Durch einen weiteren Pflegefall bei uns kamen
wir zu der Spezialnahrung „Critical Care“ und entschlossen
uns, Tildie das ebenfalls zuzufüttern. Das war wieder
extremer Streß für Tildie, sie wehrte sich mit Händen
und Füßen und wir wussten nicht, ob sie überhaupt mehr
Energie beim Füttern aufnahm, als sie bei ihrer Abwehr
verbrauchte. Es dauerte über 10 Tage, bis wir wussten,
wie man sie halten muss und sie wusste, das alle Gegenwehr
erfolglos war, dann lief das alles deutlich besser ab.
Da begannen wir dann auch mit Physiotherapie, streckten
und beugten ihre Hinterläufe nach jeder Fütterung. Anfang
Oktober machte mich eine Freundin auf einen Erfahrungsbericht
aufmerksam, in dem es auch um ein Head-Tilt-Kaninchen
ging. Die Halterin war auf ein Medikament gestoßen,
das in den USA häufiger eingesetzt wird und die Behandlung
hatte bei ihrem Kaninchen gut angeschlagen. Ich machte
meinen Tierarzt darauf aufmerksam und infolge fehlender
Alternativen stimmte er einer Behandlung zu. Tildies
Zustand war unter Chloramphenicol lediglich stabil,
von einer Besserung konnte jedoch überhaupt keine Rede
sein. Einzig das Rollen wurde unterdrückt, mehr als
ein Hocken war an gezielten Bewegungen jedoch kaum vorhanden.
Am 11. Oktober, also 2 Monate nach ihrer Erkrankung,
begannen wir mit der Retacillin-Behandlung, dies wurde
jeden 2. Tag gespritzt und wir hielten die Dosierung
zu Beginn recht niedrig. Vom ersten Tag besserte sich
Tildies Zustand, bereits nach 3 Wochen war sie allein
in der Lage, ihren Käfig wieder zu verlassen. Natürlich
kam es immer wieder zu Rollen, aber wir, und Tildie
natürlich auch, waren froh über jeden auch noch so kleinen
Fortschritt. Mit fortschreitender Besserung ihrer Koordination
sank ihre Atemfrequenz, doch es dauerte bis Februar
2004, bis sie sich wieder im Normalbereich befand. Die
Behandlung mit Retacillin sollte für 8 Wochen jeden
2. Tag, dann für 4 Wochen jeden 3. Tag erfolgen. Nach
6 Wochen der Behandlung erlitt Tildie erneut einen Rückfall,
wieder war sie nahezu bewegungsunfähig. Wir vermuteten
als Ursache eine Geburtstagsfeier, die zwar räumlich
getrennt statt fand, doch gab es jede Menge Unruhe,
die sie nicht gewöhnt war. Innerhalb von 10 Tagen hatte
sie den Rückstand jedoch wieder aufgeholt, wir konnten
die Zufütterung auf 2 Portionen, ab Mitte Dezember dann
auf eine Portion reduzieren. Aufgrund des Rückfalls
behielten wir die 2-Tages-Abstände bei Retacillin für
weitere 2 Wochen bei und gingen erst in der 11. Behandlungswoche
auf einen 3-Tages-Abstand. Den behielten wir bei bis
zum 25. Februar 2004 und beendeten die Retacillin-Behandlung.
Bereits nach einer Woche war uns klar, dass es wieder
Rückschritte gab und wir kontaktierten eine Ärztin in
Amerika, um sie nach ihren Empfehlungen zu fragen. Sie
empfahl uns, die Retacillin-Behandlung fortzuführen,
so weit Tildie das Medikament gut verträgt und da sie
nie Durchfälle hatte außer zu Anfang ihrer Erkrankung,
bekommt sie nun noch immer jeden 2. Tag ihre Retacillin-Injektion.
Mittlerweile ist ihre Konstitution einigermaßen stabil, ihr
Kopf ist noch immer bei 90 Grad, Überschläge kommen
noch immer vor, vor allem, wenn ungewohntes passiert
oder ihr „Alltag“ gestört wird. Doch sie erholt sich
davon schnell wieder, hat ihr ganz eigenes Köpfchen
entwickelt und weiß sehr genau, was sie will und was
nicht. Sie ringt jeden 2. Tag mit uns, um ihre Spritze
nicht zu bekommen, reißt einem danach das Leckerchen
aus der Hand, knurrt ihre Nachbarn an, wenn die sich
nicht ordnungsgemäß verhalten, kneift sie durchs Gitter,
wenn sie ihrer habhaft wird – kurzum verhält sie sich
wie jedes andere Kaninchen auch. Leider müssen wir sie
noch immer jede Nacht im Käfig „einsperren“ (alle anderen
können rund um die Uhr rein oder raus), im Dunkeln ist
sie überfordert, wenn sie ihren Wassernapf suchen muss,
sie ist sehr schreckhaft, vermutlich aufgrund des eingeschränkten
Sehvermögens und durch ihre Unruhe steckt sie die anderen
Kaninchen im Haus an.
Für einige Besucher ist ihr Anblick ziemlich schockierend,
wir selbst kennen sie nur so und sind eigentlich immer
glücklich, wenn sie vergnügt durch ihr Abteil hoppelt
oder manchmal auch richtig saust. Ihre Pflege war oft
sehr belastend, wir haben uns häufig die Frage gestellt,
ob man sie nicht besser erlösen sollte, doch es gab
keinen Moment, in dem Tildie aufgegeben hat. Sie hat
sich mit ihrer Behinderung arrangiert, an schlechten
Tagen verhält sie sich nun ruhiger und erzwingt nicht
mehr alles von sich selbst. Wir sind froh, sie bei uns
haben zu dürfen und zu beobachten, wie sie ihr Leben
genießt und manchmal ihre Umwelt tyrannisiert.

Kenny
Im
Mai 2002 wurde Kenny mit 5 anderen Geschwistern im Taunus
geboren. Im Juni besuchten wir ihn das erste Mal, und
mein Freund und ich verliebten uns in den kleinen süßen
Hasen.
Endlich, nach schier unendlich langer Wartezeit, so
kam es mir zumindest vor, konnten wir den Kleinen am
6.7.2002 abholen. Zu dem Zeitpunkt war er gerade 8 Wochen
alt.
Am Anfang war er zunächst sehr ängstlich, aber er gewöhnte
sich Tag für Tag mehr an sein neues zu Hause und schon
bald wurde er ein richtiger "Knuffelknödel"
!
Er liebte es Finger, Fuss und alle anderen möglichen
Körperteile abzuschlecken, wahrscheinlich wegen dem
Salz, aber oftmals auch als Gegenzug wenn wir ihn mal
wieder stundenlang durchgeknuffelt hatten. Er setzte
sich sogar schon vor die Couch und wartete dort bis
er "ei" gemacht bekam! Kenny wurde nach 2
Wochen so zutraulich, dass er einem munter nachlief
wenn wir durchs Zimmer rannten, beim Saubermachen musste
er IMMER mitwurschteln und einem in den Füßen herumtappen
und sich auf die Rote schippe hocken, und er spielte
Tunnel wenn man auf dem Boden hockte oder kniete, er
musste überall drunter durch krabbeln!!!
Natürlich wollen kleine Hasen auch immer etwas verbotenes
machen, so auch Kenny, er musste immer unbedingt an
der giftigen Pflanze fressen was natürlich strengstens
verboten war, also bekam er dann immer einen Schuss
mit der Spritzflasche ab!!! Manchmal störte ihn das
nur wenig und man musste ihm mit einem lauten NEIN etwas
nachhelfen ;-)
Aber das war eigentlich auch schon alles was
er anstellen wollte, bis auf die Couch pinkeln, aber
da durfte er dann erstmal nicht mehr drauf. Alles halb
so wild denn er war ja noch ein Baby!!!
Wir hatten so eine Freude an dem kleinen Kerl, der wirklich
zuckersüss aussah (sieht)!!! Doch am 23. Juli passierte
etwas Furchtbares!!!
Mein Freund stand schon mal auf und ging wie jeden morgen
an den Käfig um Kenny zu begrüßen und ihn laufen zu
lassen. Plötzlich hörte ich nur: "Komm mal schnell
her mit dem Kenny stimmt was nicht!!!" Ich aus
dem Bett gehechtet und was musste ich sehen??? Kenny
lag unter seinem Brettchen, den Kopf um fast 90 Grad
nach links abgeknickt, sein rechtes Auge weit aufgerissen
und ständig am rollen, er konnte nicht mehr hoppeln
sondern nur wild ausfahren.... ein Horrorbild!!!!!!!!!!!!!
Ich schrie nur: "Sofort zum Tierarzt."
aber es war 6 Uhr morgens und wir wussten nicht welche
Praxis jetzt aufhaben sollte??? 2 Stunden lang mussten
wir warten bis wir jemanden erreichten, da wir nicht
wussten dass es auch Tierkliniken in der Nähe gibt,
die rund um die Uhr da sind. Ich nur am heulen weil
ich mir so verdammt hilflos vorkam, ich hätte am liebsten
einen Krankenwagen gerufen!!! Um 8 Uhr haben wir dann
unseren Tierarzt erreicht, der aber meinte er hätte
keine Zeit, weil er eine OP habe. Er hat nicht mal gesagt
an, welchen anderen Arzt wir uns wenden könnten oder
das wir in die Tierklinik gehen sollten. Super dann
einfach irgendeine Tierärztin rausgesucht und schnell
hingefahren! Die meinte dann, dass es keine Epilepsie
sei wie sie zuerst vermutet, hatte sondern eine "
seltene Viruserkrankung die auf das ZNS gehe und das
Gleichgewicht zerstöre und vielleicht auch den Seh-
und Riechnerv." Na toll dacht ich mir und warum
hat das unser Hasi jetzt??? Er bekam Antibiotika und
wir fuhren wieder nach Hause.
Doch wir sollten ihn nun mit der Spritze füttern, aber
das ging null Komma gar nicht, weil man die Futterpellets
gar nicht so klein bekam, und die nicht durch die spritze
gingen!!! Also heulend bei unserem normalen TA angerufen,
ob die das nicht machen könnten, weil er und sonst verhungern
würde!
Ich war dann aber erst mal so fertig und mein Freund
auch, dass wir erst noch mal und hingelegt haben, um
uns zu beruhigen und ich hab dann auch noch mal ein
bisschen geschlafen!!!
Kenny
hat sogar auch noch mal ein bisschen schlafen können,
und als er wieder aufstand, ging es ihm sogar wieder
ein klein wenig besser!! GOTT sei dank, er knabberte
sogar am Heu herum!!!!!
Er hatte sich wohl ein bisschen an die komische Situation
gewöhnt und traute sich etwas zu essen.
Ich hatte mich aber keines Wegs daran gewöhnt und suchte
im Internet fieberhaft nach dem Namen der Krankheit
und fand ihn sogar: Schiefkopf oder Head Tilt!!!! (
die TA hatte nicht erwähnt wie die Krankheit heißt!!!)
Symptome trafen genau auf Kenny zu, und man war schon
etwas gefasster da man jetzt wusste wonach man suchen
konnte.
Aber da Kenny`s Zustand wieder schlechter wurde, sein
Köpfchen wieder schiefer wurde, und er wieder begann
mit den Augen zu rollen musste ich noch etwas unternehmen.
Ich rief die Züchterin an von der ich Kenny hatte und
erzählte ihr alles. Sie war völligst von den Socken
und wollte sich nochmals genauer informieren, da ich
unter anderem gelesen hatte, dass die Krankheit auf
Menschen übertragbar ist!!! Sie sprach nochmals mit
ihrer Ex- Chefin, die Tierärztin ist, und diese meinte
wohl wir sollten mit dem Kleinen nochmals in eine Tierklinik
fahren! Das taten wir dann auch, obwohl es schwer war
noch einen Termin zu bekommen. Wir mussten auch geschlagene
2 Stunden warten bis wir dran kamen, und Kenny vegetierte
in seiner Box herum dass es nicht zum aushalten war!
Es tat mir sooo leid was mit ihm geschah und das ich
ihn auch noch zu tausend Ärzten schleppte, wo er doch
eh schon Stress genug hatte! Der Arzt aus der Tierklinik
erklärte uns noch mal was es mit der Krankheit auf sich
hatte und das die "Prognosen sehr vorsichtig zu
stellen sind", schlussendlich hat er gar keine
gemacht und uns damit zu verstehen gegeben, das es sehr
schlecht ausschaut!!! Wir beschlossen Kenny dennoch
dort zulassen, damit sich rund um die Uhr jemand um
ihn kümmern kann wenn etwas passiert, und er eine höhere
Heilungschance hat!!!
Nebenbei erfuhren wir auch noch das 80% aller Hasen
diese Parasiten in sich haben aber die Krankheit nur
bei immungeschwächten Tieren ausbricht, und das das
bei Kenny die Impfung (3 Spritzen) am Donnerstag davor
gewesen sein könnte, da dies für den Organismus einfach
zu viel gewesen sein könnte. TOLL!!! Da wollten wir
ihm was Gutes und nun musste er deswegen wahrscheinlich
sterben!!! Schweren Herzens und mit einem Fünkchen Hoffnung
fuhren wir erschlagen und kaputt wieder nach Hause,
wo uns eine große Aufräum'- und Desinfektionsarbeit
erwartete. Denn die Krankheit war in der Tat auf Menschen
übertragbar!!! Alles mögliche hat mein Freund weggeworfen
und ich konnte vor lauter heulen einfach nicht mehr!!!
Als alles im Keller stand, war es schrecklich leer im
Wohnzimmer. Kein Käfig, kein Häschen, kein Lachen, kein
Mümmeln! Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich habe wieder
geschlafen, geheult , geschlafen.... bis zum nächsten
Morgen! Ich rufe jeden Tag in der Klinik an und bis
jetzt hat sich nichts verändert, und er frißt wohl ganz
gut und trinkt! Das ist schon mal gut, denn dann muss
er nicht zwangsernährt werden. Bis Montag lassen wir
dem Kleinen noch Zeit, aber dann müssen wir sehen was
passiert. Ob er sich noch mal aufrappelt oder eben nicht
:-(
Es ist einfach schrecklich, ich hatte ihn nur 2 Wochen
lang lieb haben können, ihn füttern, kraulen und knuffen,
und schon muss er so eine fürchterliche Krankheit bekommen!!
Man fragt sich immer wie man das hätte verhindern können,
aber das kann man einfach nicht konkret sagen!!!
Ich komme nach Hause und will ihn begrüßen, aber da
ist nichts nur eine leere Stelle. Dann fällt mir ein,
daß er in der Klinik ist und dort gesund werden soll,
aber ich sehr wohl weiß, dass der Kleine es vielleicht
nicht schafft, und ich ihn nie wieder zurückbekommen
werde!!!
ES WAR EINFACH VIEL ZU KURZ!!!
Es ist unfair, schlimm und verdammt traurig,
dass dieser Kerl vielleicht keine Zeit mehr hat durch
die Luft zu springen, mich abzuknutschen oder sich zu
verstecken.
Ich will ihn einfach nur wiederhaben!!!!!
Karina
karina.haude@gmx.de
Momo
und Schröder
Ich arbeite in einem Zoogeschäft. Im Juni 2004
brachte eine junge Frau einen Wurf Zwergwidder in
unseren Laden. Bis dato hatten wir von ihr noch keine
Tiere angenommen, da wir unseren eigenen Züchter haben.
Zwei der Tiere sahen sehr krank aus, so daß wir sie
eigentlich nicht hätten annehmen dürfen. Aber aus
welchem Grund auch immer nahm meine Kollegin sie an.
Sie wurden extra gesetzt und drei Tage danach habe ich
mich entschlossen, die beiden mit nach Hause zu nehmen
um sie zu pflegen. Beide Tiere waren unterentwickelt und
viel zu dünn.
Die Häsin paßte in eine Hand, obwohl sie bereits 8
Wochen alt war. Gewicht am ersten Tag: Momo: 490 g, ihr
Bruder Schröder 590 g.
Beide hatten einen Schiefhals, Momo stärker als Schröder.
Durch nachsehen im Internet kam ich auf E.C.
Noch am gleichen Tag stellte ich die Tiere meinem
eigenen Ta vor, mit der Bitte um Blutuntersuchung auf
E.C.
Sie wurden noch am gleichen Tag mit Antibiotika, Panacur
und Vit. B behandelt.
Dieses wiederholte ich dann oral täglich selbst.
Ca eine Woche tat sich nichts. Sie fraßen beide sehr
viel, aber nahmen nicht zu. Dann auf einmal stieg das
Gewicht regelmäßig alle 2 Tage um 20 g an.
Bei beiden ging der Schiefhals zurück. Momo erlitt dann
aber nach ein paar Wochen einen plötzlichen Rückfall.
Der Kopf war wieder schief und ein Hinterbein blieb gelähmt.
Allerdings frißt sie für zwei und fühlt sich absolut
wohl.
Ihr Bruder hatte da mehr Glück. Alle Symptome
verschwanden.
Bis vor kurzem. Der vermeintlich gesunde Schröder bekam
im rechten Augapfel auf einmal einen weißen Stippen.
Dieser vergrößerte sich sehr schnell und bedeckte
innerhalt von 2 Wochen den gesamten Augapfel. Als nun
die Hornhaut mit einer Entzündung reagierte, mußte das
Auge leider ganz entfernt werden. Laut der Tierärztin (
Fachgebiet Augenheilkunde ) handelte es sich um eine
Eiweißausschüttung im Augapfel, die eindeutig dem E.C.
zuzuschreiben wäre.
Schröder hat die OP gut überstanden und ich hoffe, daß
das zweite Auge nicht auch noch befallen wird.
Er ist ja noch kein Jahr alt und das verschmusteste
Kaninchen der Welt. Da er mittlerweile auch kastriert
ist, werde ich ihn nach der vollständigen Ausheilung
der OP-Wunde wieder mit seiner Schwester
vergesellschaften, damit keiner von beiden allein leben
muß.
Mc
Paul
Mc Paul bekam im November04 Schiefhals. Abends
viel mir auf, dass er seine Hinterläufe steifer bewegte
als sonst. Außerdem hielt er den Kopf ein wenig scheif,
aber nur minimal. Am nächsten morgen war es viel
schlimmer. Mc Paul fiel beim Männchen machen um un der
Kopf war nun eindeutig schief.Ich fuhr sofort zum Ta.
Eine sofortige Behandlung erfolgte. MC Paul ging es in
den ertsen Tagen nicht gut. Er fraß wenig, lief nicht
und saß nur in der Ecke. Außerdem schienen ihm wohl
die anderen Kaninchen zu fehlen, denn er saß nun ja
alleine nicht mehr in seiner Gruppe. Er tat mir wirklich
leid. Da Mc Paul schon älter war und immer nur das nötigste
auf den Rippen hatte , sein Immunsystem nie das beste
war, gab der TA ihm wenig Chancen.
Am 4/5 Tag, wurde es sehr langsam besser, er fraß mehr
und nahm auch an der Umwelt wieder mehr teil. Nach ca 2
Wochen wurde es fast täglich besser. Nach 4 Wochen
merkte man ihm nichts mehr an. Er war zischenzeitlich
wieder bei seiner Gruppe, die auch alle mitbehandelt
worden waren. Mitte Januar 05 bekam MC Paul leider einen
Rückfall und starb 4 Tage später. Es tut mir sehr leid
um meinen Kleinen Opa. Ich dachte wir hätten den Kampf
gewonnen. Er war immer ein Kämpfer. Hatte in jungen
Jahren nie ein schönes Leben und ich hätte so gerne
mehr Zeit mit ihm gehabt. Machs gut, kleiner Mann!
Pekka
und Joschi
Pekka
habe ich im Mai 02 aus dem Tierheim bekommen. Zwei
Jahre später hielt er den Kopf abends schief. Er
hatte eine kleine Stelle am Hals. Wir hatten von
Schiefhals noch nichts gehört und deshalb dachten wir noch
an nichts Böses. Am nächsten Tag ging es Joschi (dem
2. Hasen) sehr schlecht. Sie hatte sich total zurückgezogen
und hatte Gleichgewichtsstörungen. Sie lag auf dem
Boden und ist immer wieder weggerutscht. Wir sind
sofort zum Notarzt gefahren. Dort wurde E.Cuniculi
diagnostiziert. Behandelt wurde mit Antibiotika und
Vitamin B. Joschi war leider sehr schwach und ist eine
Woche später gestorben.
Bei Pekka verlief die Behandlung erstmal sehr
erfolgreich. Sein Schiefhals entwickelte sich
vollkommen zurück und man sah ihm schon bald nichts
mehr an. In den nächsten Monaten nahm er stark ab,
was ich anfangs auf die Nahrungsumstellung (von
Trockenfutter auf nur noch Heu) zurückführte. Er
nahm aber immer weiter ab, bis er Ende 04 nur noch 1,9
Kg wog. Wir haben ihn beim Tierarzt untersuchen
lassen. Der Urin wurde auf Zucker geprüft und der Kot
auf Würmer/Parasiten etc. Es wurde aber nichts
gefunden. Auf meinen ausdrücklichen Wunsch wurde dann
noch ein Röntgenbild gemacht, aber auch das ohne
Befund.
Obwohl der Tierarzt meinte, es wäre alles in Ordnung,
hatte ich das Gefühl, daß mit Pekka etwas nicht
stimmt. Er mußte etwas haben, ich hab das gespürt.
Leider habe ich dann 4 Wochen gewartet, bis ich einen
anderen Tierarzt aufgesucht habe.
Die Diagnose dort: E.Cuniculi-Rückfall. Der erste
Tierarzt hatte es versäumt, mit Panacur zu behandeln.
Ich hatte davon nichts gehört und konnte es somit dem
Tierarzt nicht sagen. Panacur ist wohl das Wichtigste
bei der Behandlung von E.Cuniculi. Die zweite Tierärztin
hat alles versucht und Pekka auch gleich mit Panacur,
Vitamin B und Antibiotika behandelt, aber es war zu spät.
Er hatte in den Monaten zuvor (nach dem 1. Anfall) gut
900g abgenommen (das sind fast 38% seines Gewichtes)
und war sehr, sehr schwach. Während er die erste
Erkrankung noch gut wegstecke, war er bei der zweiten
zu schwach. Er ist am 8 Tag, seit Beginn der
Behandlung, gestorben.
Benjamin
Nach Feierabend fiel mir Zuhause sofort auf, dass
Benjamin sich nicht normal bewegen konnte. Ich habe ihn
Männchen machen lassen (Leckerli hochgehalten) und er
kippte um. Bin sofort zum TA und hatte den Text von Dr.
Drescher über e.c. dabei. Sie las ihn auch durch, die
Behandlung war ihr aber bekannt. So bekam er die vier
erforderlichen Medis. Zunächst war Benjamin beim Putzen
noch etwas unsicher, hielt sich niedrig, wenn er auf den
Hinterbeinen saß. Bereits am 5. Tag war er unauffällig.
Achja, bereits Wochen vorher hat Benjamin ungewöhnlich
viel getrunken. Schwer zu sagen, wie viel, denn es sind
ja drei Kaninchen hier, aber ich schätz die Menge auf
0.75l pro Tag. Seit der Behandlung trinkt er deutlich
weniger, also so viel wie die anderen auch.
Monty
Monty habe ich im Januar 2002 aus dem Tierheim
geholt. Er hat mich ausgesucht, hat, als ich vor dem
Käfig stand, einfach meine Jacke festgehalten und dann
meine Hand abgeschleckt.
Er ist das Beste und Liebste was mir bisher passiert
ist!!!!!! Schon im Auto ist er aus dem Karton
geschlüpft und saß auf der hinteren Ablage zwischen
den Boxen. So bemerkte ich also schon seinen starken
Willen.
Zu Hause habe ich ihm ein eigenes Zimmer eingerichtet,
mit Teppich, meine ganze Wohnung ist sonst Laminat,
Spiel- und Kuschelmöglichkeiten, einer Sandkiste, einen
Kratzbaum mit Höhle, vielen Häuschen, halt alles
erdenkliche was ein Hasiherz so erfreut.
Bevor ich Monty hatte, dachte ich immer Hasen sind
stille Tiere, konnte mit denen meiner Freundin nie was
anfangen. Weit gefehlt, Monty hat mich eines Besseren
belehrt und ich habe viel gelernt. Montys Freundin
heißt Pamuk. Beides sind normale Hauskanninchen, Monty
ist braun, Pamuk ganz hell, beide habe ich aus dem
Tierheim,
Monty war sofort zahm, Pamuk hat am Anfang nur gebissen
und war scheu. Sie hat gelernt, daß Menschen auch nett
sein können, daß sie frei ist, daß sie ihr eigenes
Futter hat, daß sie zu nichts gezwungen wird, daß sie
sich nicht streicheln lassen muß, wenn sie nicht will
und nun ist sie genauso zahm und anhänglich wie Monty.
Zu dieser Krankheit bin ich nun erst gekommen, Monty war
vorher niemals krank, immer aufgeweckt, neugierig, so
zahm wie ein Hund, immer hinter mir her, die Nase
überall dabei, kam auf die Couch oder abends in mein
Bett kuscheln, das ist doch nicht normal für ein
Kanninchen,oder?
Desto schmerzhafter ist diese Erfahrung, die ich nun
machen mußte, durch eine Krankheit, von der ich vorher
noch nie gehört hatte.
Also:
Am 31.01.05 öffnete ich morgens um 7 wie immer die
beiden Käfige meiner Lieblinge, Monty sprang ziemlich
unbeholfen aus dem Käfig und fiel hin. Da sah ich, daß
er ein schiefes, wackelndes Köpfchen hatte, die Augen
zuckten, als lese er und die linken Beinchen knickten
weg. Er versuchte in Pamuks Käfig zu springen, hatte
fast keine Orientierung, lief erst mal im Kreis bis er
den Eingang fand, im Käfig fiel er um und bekam einen
schweren Krampf, das Köpfchen zwischen den
Vorderfüßen, alle Pfötchen nach oben gerichtet und
blieb schwer atmend liegen. Ich wollte ihn anfassen, da
drehte er sich oft um seine eigene Achse. Ich habe nur
noch schreien können. Was war los? Was hat er? Ich bin
sofort zum Tierarzt. Dieser gab ihm 2 Spritzen mit
Vitamine und Entkrampfungsmittel und Antibiotika und
meinte, er hätte eine bakterielle Entzündung im
Körper. Es müßte ihm nach den Spritzen entweder
besser oder schlechter gehen. Er muß fressen, braucht
Ruhe. Ich sollte am nächsten Tag wiederkommen.
Weil mir das nicht genug Auskunft war, rief ich einen
anderen TA an und schilderte die Anzeichen. Er meinte
der Kollege hätte Recht, nannte dann die Krankheit E.
Cuniculi. Ich suchte im Netz nach diesem Wort, fand den
Kaninchentreff.
Den ganzen Mittag saß ich heulend am PC, beschrieb
Montys Krankheit und bat um Hilfe. Durch diese lieben
Leute erfuhr ich, daß Panacur Suspension lebenswichtig
für meinen Schatz ist. Mittags bin ich also nochmal zum
TA, der verwies mich an die Tierklinik. Dort bekam ich
diese Paste dann auch und Critical Care, da Monty nichts
fraß.
Am nächsten Morgen bekam Monty nochmal seine 2 Spritzen
und der TA meinte dann, ich sollte bis zum Ende der
Woche sehen, wie er sich macht und dann über Leben oder
Tod entscheiden. Ich habe 3 Tage durchgeheult, sah mit
30 aus wie 60, hätte es nie geschafft diese
Entscheidung zu treffen.
Durch weitere Infos aus dem Netz erfuhr ich, daß
Panacur in flüssiger Form besser wäre und Monty
Vitamin B braucht. Diese Rezepte habe ich mir vom TA
ausstellen lassen und gebe dieses nun seit dem 03.02.05
vermischt in Möhrenbrei oder Critical Care beiden
Hasen. Monty hat zuerst gar nichts gefressen, nichts
getrunken, mußte ihn also zwangsernähren, trank ein
bißchen nur vom flachen Teller, die Bewegungen wurden
nicht besser, er lief im Kreis, keine Orientierung,
rannte nur vor mir weg, hatte wohl die Nase voll von
mir, da ich ihm ja die Medizin per Spritze ins Mäulchen
verabreichen mußte.
Ich habe den Käfig neben mein Bett gestellt, habe einen
leichten Schlaf, somit bekomme ich jeden Krampf mit,
dann stütze ich ihn aufrecht, so kommt er besser und
schneller wieder heraus. Er leckt dann meine Hand und
ich denke er weiß, daß ich somit immer auch nachts im
Dunkeln bei ihm bin.
Naja, nun sind es am Montag 3 Wochen, Monty hatte
täglich Krampfanfälle, am Anfang wie gesagt keinen
Hunger, mittlerweile frißt er ein paar Grünrollis,
Heu, Stroh, meine Küche sah aus wie ein Kräutergarten,
Obst- und Gemüseplantage, von dem er nur sehr wenig
annahm. Er läuft nun auch, hat immer noch einen
Linksdrall, aber bessere Orientierung, er braucht
trotzdem noch viel Ruhe, der Kopf und die Augen wackeln
nicht mehr, aber der Kopf ist immer noch etwas schief.
Er versucht mit allem zu leben und er kämpft und so
lange kämpfe ich mit ihm!
Immer wenn ich einen winzigen Fortschritt sah, war
dieser im nächsten Moment durch einen Krampf oder
wieder Nichtfressen oder so zerstört.
Ich war oder bin ganz schön am Ende mit meiner Kraft
und konnte das alles nur durchstehen und Monty auch das
Gefühl zum Kämpfen geben durch den Kaninchentreff, bei
dem ich täglich von Leuten Antworten, Tips und
Unterstützung bekam.
Nun bin ich hier gelandet und hoffe einigen Menschen,
denen es genauso geht, Mut zum Kämpfen zu machen.
Ich sehe, daß mein Monty kämpft, auch wenn es schwer
fällt. Am Anfang war es schwer meinen Kleinen so zu
sehen und ihm nicht helfen zu können. Aber es geht
nicht um mich, ich darf nicht daran denken, wie es mir
dabei geht.
Ich habe für ihn alles stehen und liegen gelassen, bin
zur Zeit arbeitslos, diesesmal Gott sei dank um bei ihm
sein zu können. Gehe nur für das Nötigste aus dem
Haus, damit ich ihn beobachten kann usw. bis ich meine,
seine kritische Zeit ist nun vorbei.
Meine Freundinnen habe ich auch "kennengelernt",
da Kinder und Weggehen ja anscheinend wichtiger sind.
Ich habe viel von dem kleinen Kerl gelernt und in diesen
3 Wochen auch viel über mich selbst.
Ich wünsche jedem, der hier auch Hilfe sucht, daß er
genauso gut beraten und unterstützt wird wie ich. Ich
wünsche Kraft zum Durchstehen und Weitermachen.
Gebt NIEMALS auf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe Grüße
Sunrisetomoon
Nachtrag: zwischenzeitlich wurde Monty noch 10 Tage mit
Tetracyclin behandelt, Krampfanfälle hatte er bereits
seit über einer Woche nicht mehr, das Köpfchen ist
nahezu gerade und wir drücken die Daumen, dass es keine
Rückfälle geben wird!!
Am Montag, 23. Mai 2005, gegen
20 Uhr hörte ich, wie mein Kaninchen im Käfig einen
lauten Plumps machte. Ich hatte die Vermutung, dass er
im Käfig umgefallen war. Also habe ich ihn
herausgehoben, um ihn beim Laufen zu beobachten. Dabei
fiel mir sofort auf dass er sich nur im Kreis um seine
eigene Körperachse drehen konnte. Also hob ich ihn
auf und sah dass seine Augen zitterten. Des weiteren
hatte er Lähmungserscheinungen. Meine Mutter und ich
fuhren sofort an die Uni in die Notfallaufnahme, wo er
untersucht wurde und über Nacht dort bleiben sollte.
Am nächsten Tag bekam ich den Anruf, dass die
Symptome sich verschlechtert hatten und die
Nierenwerte sehr schlecht aussahen. Ich bat um weitere
Behandlung meines Kaninchens mit dem Erfolg, dass es
ihm am Mittwoch viel besser ging. Er hoppelte normal
herum, fraß ordentlich sein Futter und auch die
Nierenwerte sahen um einiges besser aus als am Vortag.
Er sollte aber noch für 1-2 Tage zur Beobachtung dort
bleiben, um 100% fit zu werden.
Am Donnerstag jedoch wurde ich im Abstand von 2
Stunden angerufen, mit der Mitteilung, dass sein
Zustand sich wieder verschlechtert habe und dass er
nun doch euthanasiert werden müsse...wir sind sofort
hingefahren und als ich ankam und ihn in die Arme
nehmen konnte ging es ihm besser und wir schöpften
wieder Hoffnung. Er busselte mich ab und war doch fast
der Alte. Allerdings sah er müder und älter aus als
sonst. Wir blieben dabei ihn über Nacht dortzulassen
und ihn am nächsten Tag wieder nach Hause zu nehmen.
Dazu sollte es aber leider nicht mehr kommen...am
Freitag, 27.05., wurde ich angerufen und erfuhr, dass
es ihm noch schlechter ginge und dass ich so schnell
wie möglich kommen solle, um seinen Leiden ein Ende
zu setzen.
Auch an diesem Tag hat er mir Küsschen gegeben und
noch 2 seiner Lieblingsknabbereien gegessen.
Ich vermisse ihn sehr und hoffe anderen mit diesen
Informationen behilflich sein zu können.
Kathi
katharina.goedrich@web.de
Wichtel war ein sehr anhängliches
zutrauliches Kaninchen. Bereits mit 1 Jahr bekam er
Koliken, welche sich als Harnleiterkoliken
herausstellten, denn er hatte Harnkristalle im Urin.
Er bekam eine calciumarme Diät sowie Causticum und
Staphisagria als Dauertherapie. Die Koliken kamen in
geringeren Abständen noch etwa 3 mal im Jahr. Dann
bekam er plötzlich einen akuten Schwächeanfall. Der
Ta diagnostizierte eine Herzklappenschwäche. Er bekam
Lanitop, ein Digitalispräparat. Damit kam er einige
Jahre gut hin, dann verschlechterte sich der Zustand,
er bekam wieder einen Schwächeanfall. Lanitop wurde
abgesetzt und er wurde auf einen ACE Hemmer
umgestellt. Damit kam er gut zurecht, das Herz
arbeitete wieder kräftiger. Ca. 9 Monate später fraß
er ganz plötzlich von einem Tag auf den anderen
nicht, bekam Durchfall. Dies erschein zunächst nicht
dramatisch, doch innerhalb weniger Stunden lag er nur
noch lang und den Rücken entlang gab es krampfartiges
Zucken der Haut oder auch der darunter liegenden
Muskeln. Auch die Hinterläufe zuckten leicht. Er lag
sonst ganz still und schlief sehr viel. Ließ ich ihn
in der Wohnung frei, hüpfte er unbeholfen ein Stück,
um sich dann hinzusetzen und zu dösen. Er wirkte
jeden Tag schwächer.
Natürlich suchte ich bereits am ersten Tag einen Ta
auf. Nach Bericht der Vorgeschichte wurde Nierenkolik
vermutet. Er bekam Buscopan gespritzt. Am nächsten
Tag suchte ich meinen Ta auf. Er vermutete Schmerzen
aufgrund einer Rückenmarkverletzung und spritzte
Metacam und Procain. Das krampfartige Zucken ließ zunächst
nach. Nach der zweiten Spritze am nächsten Tag nahm
es wieder zu. Das Tier wurde teilnahmsloser, schlief
noch mehr, war manchmal kaum noch ansprechbar, hüpfte
schlechter.
Ich vermutete stark eine Art Vergiftung, da er
irgendwie so wirkte. Daraufhin stellte der Ta die
Behandlung um, da er nun doch eine Kolik vermutete.
Eine Vergiftung schloss er aus. Er gab Buscopan. Der
Zustand verschlechterte sich weiter. Am sechsten Tag
am Nachmittag war das Tier völlig weggetreten. Als
ich ihn ansprach, schien er von weit herzukommen. Er
fraß mit Genuss einige Löwenzahnblätter, leckte mir
mit vollem Bewusstsein die Hand und legte sich wieder
hin und trat wieder weg. Ich wusste, er hatte sich
verabschiedet und war damit einverstanden, daß ich
ihn einschläfern lasse. Ich brachte ihn zum Ta und
ließ ihn nach dem Einschläfern obduzieren. Die
Untersuchung des Gehirns ergab eine hochgradige
multifokale granulomatöse Encephalitis in zahlreichen
Lokalisationen des Cerebralcortex sowie Veränderungen
an den Nieren. Der Harnstoffgehalt war stark erhöht
und lag bei 290mg/dl. Als wahrscheinliche Ursache
wurde Encephalitozoon cuniculi angenommen. Die
Nierenveränderungen sind wahrscheinlich auf die
Keislaufbeeinträchtigung durch die Herzschwäche zurückzuführen.
Meine Vermutung der Vergiftung war demnach auch
richtig gewesen, denn er hatte sich an seinem
Harnstoffgehalt vergiftet. Er wäre, wenn überhaupt,
nur innerhalb der ersten drei Tage zu retten gewesen,
wenn sofort die richtige Diagnose gestellt worden wäre.
Wichtels Nachfolger Teddy hatte im Alter von 1 Jahr plötzlich
ähnliche Symptome. Durchfall, Futterverweigerung,
Zittern. Ich brachte ihn sofort in die Tierklinik, ließ
ein Blutbild machen und röntgen. Seine Nierenwerte
waren viel zu hoch. Er bekam eine eiweißarme Diät,
die er noch heute einhält sowie Vitamin C. Nach 4
Wochen waren die Werte wieder normal. Eine Kontrolle
nach einem Jahr war ebenfalls OK. Molly, 7 Jahre alt
bekam gleiche Symptome etwa 1 Jahr später. Starker
Durchfall, apathisch, teilnahmslos, zittert am ganzen
Körper, schwach auf den Beinen, läuft aber normal,
ohne Lähmungen. Frisst sehr heißhungrig, aber nur
wenig. Erhöhte Nierenwerte wurden ermittelt.
Kotuntersuchung negativ. Ihr Zustand war gleich so
schlecht, daß sie in der Klinik bleiben musste. Ta
glaubte nicht an E. cuniculi. Sie bekam Infusionen zur
Nierenspülung sowie Critical Care, da sie nichts mehr
fraß. Nach 3 Tagen fraß sie langsam wieder und
wirkte lebhafter und wacher. Ich durfte sie wieder mit
nehmen. Kontrolluntersuchungen waren negativ. Auf
meinen Wunsch bekam ich Fenbendazol und gab beiden
Tieren 5 Tage lang 0,2 ml auf 1 Kg Körpergewicht.
Diese Wurmkur wiederhole ich halbjährlich, um mögliche
Schädlinge rechtzeitig abzutöten. Bisher sind beide
Tiere gesund und ich hoffe, sie bleiben das auch noch
lange. Teddy ist jetzt 3 Jahre und Molly 7 Jahre alt.
maih24@web.de
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