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Hallo,

hier möchten wir die Geschichte Deines Kaninchens veröffentlichen. Bitte nutze diese Möglichkeit unten auf dem Fragebogen. Vielen Dank.

Caroline und Sabine

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Felix

Mein Kaninchen Felix saß eines Morgens mit rollenden Augen im Käfig. Die Tierärztin diagnostizierte einen Schlaganfall. Innerhalb einer Woche bekam Felix mehrere Vitamin B Spritzen. Ob noch etwas anderes dabei war, weiß ich nicht genau. Sein Zustand verbesserte sich sehr schnell. Es blieb nur ein leichter Schiefhals zurück. Im Dezember 2004 bemerkte ich eine Verschlechterung. Felix konnte seinen Urin- und Kotabsatz nicht mehr steuern. Zudem hatte er Lähmungserscheinungen an den Hinterläufen. Putzen konnte er sich auch nicht mehr, so dass ich ihn regelmäßig vorsichtig sauber gemacht habe. Gegen die Lähmung an den Hinterläufen bekam Felix erneut Vitamin B Spritzen. Da ich inzwischen von E. Cuniculi gehört hatte, sprach ich meine Tierärztin auf die Krankheit an. Sie meinte, dass Felix aber nicht daran erkrankt wäre, sondern der Schlaganfall die Symptome ausmachen würde. Felix Zustand war mal besser und mal schlechter. Im Januar 2005 lag Felix plötzlich in seinem Käfig und konnte nicht aufstehen. Nachdem ich ihm geholfen hatte, fiel er immer wieder zur Seite und drehte sich merkwürdig im Kreis. Ich fuhr sofort in eine Tierklinik. Auch in der Klinik wurde E. Cuniculi ausgeschlossen (jedoch ohne Blutuntersuchung). Felix bekam zusätzlich zu den Vitamin B Spritzen noch ein Antibiotikum. Sein Zustand verschlechterte sich jedoch zunehmend. Felix fraß nun kaum noch etwas und wirkte apathisch. Meine Tierärztin riet mir dann das Antibiotikum abzusetzen. Felix ging es immer schlechter. Am 17.02.2005 gab die Tierärztin Felix nochmals eine Spritze, mit einem Medikament, dessen Namen ich leider nicht weiß. Danach wurde alles viel schlimmer. Felix bekam Krämpfe und lag halb bewusstlos im Käfig. Ich und mein Freund haben ihn dann schweren Herzens um 22.30 Uhr in der Tierklinik einschläfern lassen und ihn von seinen Leiden erlöst. Er fehlt uns sehr und wir werden unseren kleinen Schatz niemals vergessen. Er wird für immer einen Platz in unseren Herzen haben...! 

Christina

Benjamin

Nach Feierabend fiel mir zuhause sofort auf, dass Benjamin sich nicht normal bewegen konnte. Ich habe ihn Männchen machen lassen (Leckerli hochgehalten) und er kippte um. Bin sofort zum TA und hatte den Text von Dr. Drescher über e.c. dabei. Sie las ihr auch durch, die Behandlung war ihr aber bekannt. So bekam er die vier erforderlichen Medis. Zunächst war Benjamin bei putzen noch etwas unsicher, hielt sich niedrig, wenn er auf den Hinterbeinen saß. Bereits am 5. Tag war er unauffällig.
Ach ja, bereits Wochen vorher hat Benjamin ungewöhnlich viel getrunken. Schwer zu sagen, wie viel, denn es sind ja drei Kaninchen hier, aber ich schätz die Menge auf 0.75l pro Tag. Seit der Behandlung trinkt er deutlich weniger, also so viel wie die anderen auch.

Anne.Hilbrecht@kaninchenschutz.de

Fleckchen

Seit langem habe ich schon zwei Sorgenzwerge, die sich ständig mit allerlei Krankheiten ( Schnupfen, Abszess, Herz ) plagen.
Nachdem meine Puschel im Oktober an ihrer Herzkrankheit gestorben war, habe ich für Fleckchen einen neuen Partner aus dem Tierheim geholt. Die zwei haben sich gleich super verstanden...
Leider hielt die Freude nicht lange, denn mir fiel auf, dass Fleckchen so appetitlos wirkte, winzige Böbbels hatte und sich ständig an den Ohren kratzte. Ich ging zum Arzt, äußerte den Verdacht auf E.cuniculi. Sie wurde getestet, war schwach positiv und wurde 2 Wochen mit Tetracyclin und vier Wochen mit Panacur behandelt. Da sie danach wieder topfit war, wurde die Behandlung abgesetzt.
Nur wenige Tage danach fiel mir auf, dass Fleckchen so vorsichtig hoppelte - ich schob es allerdings zuerst auf eine kleine wunde Stelle an der Ferse. Erst als sich der Zustand verschlechterte, war mir klar, dass es ein Rückfall sein musste. Die Verschlechterung ging so weit, dass deutliche Lähmungserscheinungen an den Hinterbeinen zu erkennen waren und sie sich kaum mehr fortbewegen konnte.
Also die ganze Medikation wieder von vorne. Heute nach vier Wochen Behandlungsdauer mit AB, Panacur und Vitamin B ist eine deutliche Verbesserung der Krankheit zu erkennen, sie kann wieder einigermaßen normal hoppeln - Einschränkungen sind aber noch da ( kein Männchen machen, nicht richtig putzen, nicht auf Sitzbrett springen, manchmal stolpert sie auch....). Doch damit scheint sie relativ gut klar zu kommen.
Auch hoffe ich noch auf eine weitere Besserung.
Nun soll am Wochenende Tetracyclin abgesetzt werden und nur noch mit Panacur und Vitamin B weiterbehandelt werden - ein wenig habe ich Angst davor, es könnte dann wieder schlimmer werden. Aber da ich ja das wichtigste Medikament ( Panacur ) auch weiterhin gebe ( mindestens über Monate oder lebenslang ), hoffe ich, dass Fleckchen stabil bleibt.
Ihr geht es momentan relativ gut, sie hat guten Appetit...
Was mich heute wieder etwas beschäftigt ist, dass sie sich seit gestern wieder verstärkt an einem Ohr kratzt und schüttelt - im Ohr selbst ist laut TÄ allerdings alles in Ordnung....
Nun hoffe ich, dass es noch weiter bergauf mit Fleckchen geht und nach all den langen Monaten mit Krankheit und Elend endlich mal Ruhe einkehrt, und meine Ninis und ich das Leben genießen können.

be-hei@web.de


Tildie

Tildie, geb. Mai 2001, wurde am 11. August 2003 in der Sprechstunde meines Tierarztes vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Köpfchen um 90 Grad schräg, ansonsten zeigte sie keine weiteren Symptome, die Besitzer wollten sie jedoch einschläfern lassen. So wurde sie dann für 16 Tage bei der Helferin untergebracht und als diese dann in Urlaub fuhr, kam Tildie zu uns. Sie bekam in dieser Zeit täglich Chloramphenicol 0,5ml, Vitamin B 1ml und Kortison subkutan. Eine Panacur-Behandlung begann 2 Tage später. Am 7. und 8. Behandlungstag verschlechterte sich jedoch ihr Zustand ganz plötzlich und extrem. Obwohl bereits eine Woche in Behandlung, konnte sie sich plötzlich nicht mehr auf den Beinen halten, entweder rollte sie hilflos durch den Käfig oder sie schlief und lag dabei auf dem Rücken. Da sie weiter bei gutem Appetit war, empfahl der Tierarzt, die Behandlung volle 14 Tage weiterzuführen und dann neu zu entscheiden. Am 27. August zog sie dann bei uns ein, ihr Zustand hatte sich nicht verändert. In den Roll-Anfällen steigerte sich ihre Atmung so extrem, dass wir ständig einen Herzschlag befürchteten, so bekam sie zusätzlich Crataegus (Weißdorn zur Herzstärkung) ins Trinkwasser. Da sie eigentlich kein Antibiotika oder Kortison mehr bekommen sollte, warteten wir erst noch 24 Stunden nach dem Umzug ab, dann war klar, dass es auf keinen Fall ohne weitere Medikamente gehen würde. Sie bekam erstmal 4 Tage Kortison, dann weitere 8 Tage und zusätzlich wieder Chloramphenicol. Da sie noch immer selbständig fraß, Wasser aus dem angebotenen Schälchen annahm und auch auf Streicheleinheiten mit entspanntem Knurpsen reagierte, wollten wir ihr Leben nicht beenden. Es war eine schlimme Zeit, in der wir jeden Abend dachten: hoffentlich übersteht sie die Nacht. Rotlicht brannte ohne Unterbrechung vor ihrem Käfig und man konnte ihr ansehen, wie angestrengt sie versuchte, ihren Körper unter Kontrolle zu bekommen. Den größten Stress, außer den vielen Spritzen, verursachte ihr das tägliche Umbetten, da alle ihre Geschäfte ja auf den Decken verrichtet wurden. Obwohl wir versuchten, alles wieder genau so herzurichten, reagierte sie nur allein auf das Hochnehmen mit krampfartigen Drehungen um die Längsachse, wieder auf dem Boden rollte sie unkontrolliert bis zur völligen Erschöpfung, danach lag sie dann oft über eine Stunde völlig reglos auf dem Rücken und schlief. Durch diese extremen Kraftakte verlor sie beständig an Gewicht, so dass sie binnen der ersten 4 Wochen ihrer Erkrankung völlig abmagerte. Ihre Muskulatur baute so extrem ab, dass wir eine Zeitlang befürchteten, sie würde ihren linken Hinterlauf nie wieder benutzen können, das Bein schleifte mehr oder minder nutzlos hinter ihr her und wirkte wie ausgekugelt.

Am 15. September machte unser Tierarzt einen Hausbesuch bei ihr und verordnete erneut Chloramphenicol bis auf weiteres, Kortison für weitere 14 Tage und ein Schmerzmittel für 7 Tage. Durch einen weiteren Pflegefall bei uns kamen wir zu der Spezialnahrung „Critical Care“ und entschlossen uns, Tildie das ebenfalls zuzufüttern. Das war wieder extremer Streß für Tildie, sie wehrte sich mit Händen und Füßen und wir wussten nicht, ob sie überhaupt mehr Energie beim Füttern aufnahm, als sie bei ihrer Abwehr verbrauchte. Es dauerte über 10 Tage, bis wir wussten, wie man sie halten muss und sie wusste, das alle Gegenwehr erfolglos war, dann lief das alles deutlich besser ab. Da begannen wir dann auch mit Physiotherapie, streckten und beugten ihre Hinterläufe nach jeder Fütterung. Anfang Oktober machte mich eine Freundin auf einen Erfahrungsbericht aufmerksam, in dem es auch um ein Head-Tilt-Kaninchen ging. Die Halterin war auf ein Medikament gestoßen, das in den USA häufiger eingesetzt wird und die Behandlung hatte bei ihrem Kaninchen gut angeschlagen. Ich machte meinen Tierarzt darauf aufmerksam und infolge fehlender Alternativen stimmte er einer Behandlung zu. Tildies Zustand war unter Chloramphenicol lediglich stabil, von einer Besserung konnte jedoch überhaupt keine Rede sein. Einzig das Rollen wurde unterdrückt, mehr als ein Hocken war an gezielten Bewegungen jedoch kaum vorhanden.  Am 11. Oktober, also 2 Monate nach ihrer Erkrankung, begannen wir mit der Retacillin-Behandlung, dies wurde jeden 2. Tag gespritzt und wir hielten die Dosierung zu Beginn recht niedrig. Vom ersten Tag besserte sich Tildies Zustand, bereits nach 3 Wochen war sie allein in der Lage, ihren Käfig wieder zu verlassen. Natürlich kam es immer wieder zu Rollen, aber wir, und Tildie natürlich auch, waren froh über jeden auch noch so kleinen Fortschritt. Mit fortschreitender Besserung ihrer Koordination sank ihre Atemfrequenz, doch es dauerte bis Februar 2004, bis sie sich wieder im Normalbereich befand. Die Behandlung mit Retacillin sollte für 8 Wochen jeden 2. Tag, dann für 4 Wochen jeden 3. Tag erfolgen. Nach 6 Wochen der Behandlung erlitt Tildie erneut einen Rückfall, wieder war sie nahezu bewegungsunfähig. Wir vermuteten als Ursache eine Geburtstagsfeier, die zwar räumlich getrennt statt fand, doch gab es jede Menge Unruhe, die sie nicht gewöhnt war. Innerhalb von 10 Tagen hatte sie den Rückstand jedoch wieder aufgeholt, wir konnten die Zufütterung auf 2 Portionen, ab Mitte Dezember dann auf eine Portion reduzieren. Aufgrund des Rückfalls behielten wir die 2-Tages-Abstände bei Retacillin für weitere 2 Wochen bei und gingen erst in der 11. Behandlungswoche auf einen 3-Tages-Abstand. Den behielten wir bei bis zum 25. Februar 2004 und beendeten die Retacillin-Behandlung. Bereits nach einer Woche war uns klar, dass es wieder Rückschritte gab und wir kontaktierten eine Ärztin in Amerika, um sie nach ihren Empfehlungen zu fragen. Sie empfahl uns, die Retacillin-Behandlung fortzuführen, so weit Tildie das Medikament gut verträgt und da sie nie Durchfälle hatte außer zu Anfang ihrer Erkrankung, bekommt sie nun noch immer jeden 2. Tag ihre Retacillin-Injektion.

Mittlerweile ist ihre Konstitution einigermaßen stabil, ihr Kopf ist noch immer bei 90 Grad, Überschläge kommen noch immer vor, vor allem, wenn ungewohntes passiert oder ihr „Alltag“ gestört wird. Doch sie erholt sich davon schnell wieder, hat ihr ganz eigenes Köpfchen entwickelt und weiß sehr genau, was sie will und was nicht. Sie ringt jeden 2. Tag mit uns, um ihre Spritze nicht zu bekommen, reißt einem danach das Leckerchen aus der Hand, knurrt ihre Nachbarn an, wenn die sich nicht ordnungsgemäß verhalten, kneift sie durchs Gitter, wenn sie ihrer habhaft wird – kurzum verhält sie sich wie jedes andere Kaninchen auch. Leider müssen wir sie noch immer jede Nacht im Käfig „einsperren“ (alle anderen können rund um die Uhr rein oder raus), im Dunkeln ist sie überfordert, wenn sie ihren Wassernapf suchen muss, sie ist sehr schreckhaft, vermutlich aufgrund des eingeschränkten Sehvermögens und durch ihre Unruhe steckt sie die anderen Kaninchen im Haus an.

Für einige Besucher ist ihr Anblick ziemlich schockierend, wir selbst kennen sie nur so und sind eigentlich immer glücklich, wenn sie vergnügt durch ihr Abteil hoppelt oder manchmal auch richtig saust. Ihre Pflege war oft sehr belastend, wir haben uns häufig die Frage gestellt, ob man sie nicht besser erlösen sollte, doch es gab keinen Moment, in dem Tildie aufgegeben hat. Sie hat sich mit ihrer Behinderung arrangiert, an schlechten Tagen verhält sie sich nun ruhiger und erzwingt nicht mehr alles von sich selbst. Wir sind froh, sie bei uns haben zu dürfen und zu beobachten, wie sie ihr Leben genießt und manchmal ihre Umwelt tyrannisiert.  

 

Kenny

Im Mai 2002 wurde Kenny mit 5 anderen Geschwistern im Taunus geboren. Im Juni besuchten wir ihn das erste Mal, und mein Freund und ich verliebten uns in den kleinen süßen Hasen.
Endlich, nach schier unendlich langer Wartezeit, so kam es mir zumindest vor, konnten wir den Kleinen am 6.7.2002 abholen. Zu dem Zeitpunkt war er gerade 8 Wochen alt.
Am Anfang war er zunächst sehr ängstlich, aber er gewöhnte sich Tag für Tag mehr an sein neues zu Hause und schon bald wurde er ein richtiger "Knuffelknödel" !
Er liebte es Finger, Fuss und alle anderen möglichen Körperteile abzuschlecken, wahrscheinlich wegen dem Salz, aber oftmals auch als Gegenzug wenn wir ihn mal wieder stundenlang durchgeknuffelt hatten. Er setzte sich sogar schon vor die Couch und wartete dort bis er "ei" gemacht bekam! Kenny wurde nach 2 Wochen so zutraulich, dass er einem munter nachlief wenn wir durchs Zimmer rannten, beim Saubermachen musste er IMMER mitwurschteln und einem in den Füßen herumtappen und sich auf die Rote schippe hocken, und er spielte Tunnel wenn man auf dem Boden hockte oder kniete, er musste überall drunter durch krabbeln!!!
Natürlich wollen kleine Hasen auch immer etwas verbotenes machen, so auch Kenny, er musste immer unbedingt an der giftigen Pflanze fressen was natürlich strengstens verboten war, also bekam er dann immer einen Schuss mit der Spritzflasche ab!!! Manchmal störte ihn das nur wenig und man musste ihm mit einem lauten NEIN etwas nachhelfen ;-)  Aber das war eigentlich auch schon alles was er anstellen wollte, bis auf die Couch pinkeln, aber da durfte er dann erstmal nicht mehr drauf. Alles halb so wild denn er war ja noch ein Baby!!!
Wir hatten so eine Freude an dem kleinen Kerl, der wirklich zuckersüss aussah (sieht)!!! Doch am 23. Juli passierte etwas Furchtbares!!!
Mein Freund stand schon mal auf und ging wie jeden morgen an den Käfig um Kenny zu begrüßen und ihn laufen zu lassen. Plötzlich hörte ich nur: "Komm mal schnell her mit dem Kenny stimmt was nicht!!!" Ich aus dem Bett gehechtet und was musste ich sehen??? Kenny lag unter seinem Brettchen, den Kopf um fast 90 Grad nach links abgeknickt, sein rechtes Auge weit aufgerissen und ständig am rollen, er konnte nicht mehr hoppeln sondern nur wild ausfahren.... ein Horrorbild!!!!!!!!!!!!!  Ich schrie nur: "Sofort zum Tierarzt." aber es war 6 Uhr morgens und wir wussten nicht welche Praxis jetzt aufhaben sollte??? 2 Stunden lang mussten wir warten bis wir jemanden erreichten, da wir nicht wussten dass es auch Tierkliniken in der Nähe gibt, die rund um die Uhr da sind. Ich nur am heulen weil ich mir so verdammt hilflos vorkam, ich hätte am liebsten einen Krankenwagen gerufen!!! Um 8 Uhr haben wir dann unseren Tierarzt erreicht, der aber meinte er hätte keine Zeit, weil er eine OP habe. Er hat nicht mal gesagt an, welchen anderen Arzt wir uns wenden könnten oder das wir in die Tierklinik gehen sollten. Super dann einfach irgendeine Tierärztin rausgesucht und schnell hingefahren! Die meinte dann, dass es keine Epilepsie sei wie sie zuerst vermutet, hatte sondern eine " seltene Viruserkrankung die auf das ZNS gehe und das Gleichgewicht zerstöre und vielleicht auch den Seh- und Riechnerv." Na toll dacht ich mir und warum hat das unser Hasi jetzt??? Er bekam Antibiotika und wir fuhren wieder nach Hause.
Doch wir sollten ihn nun mit der Spritze füttern, aber das ging null Komma gar nicht, weil man die Futterpellets gar nicht so klein bekam, und die nicht durch die spritze gingen!!! Also heulend bei unserem normalen TA angerufen, ob die das nicht machen könnten, weil er und sonst verhungern würde!
Ich war dann aber erst mal so fertig und mein Freund auch, dass wir erst noch mal und hingelegt haben, um uns zu beruhigen und ich hab dann auch noch mal ein bisschen geschlafen!!!

Kenny hat sogar auch noch mal ein bisschen schlafen können, und als er wieder aufstand, ging es ihm sogar wieder ein klein wenig besser!! GOTT sei dank, er knabberte sogar am Heu herum!!!!!
Er hatte sich wohl ein bisschen an die komische Situation gewöhnt und traute sich etwas zu essen.
Ich hatte mich aber keines Wegs daran gewöhnt und suchte im Internet fieberhaft nach dem Namen der Krankheit und fand ihn sogar: Schiefkopf oder Head Tilt!!!! ( die TA hatte nicht erwähnt wie die Krankheit heißt!!!) Symptome trafen genau auf Kenny zu, und man war schon etwas gefasster da man jetzt wusste wonach man suchen konnte.

Aber da Kenny`s Zustand wieder schlechter wurde, sein Köpfchen wieder schiefer wurde, und er wieder begann mit den Augen zu rollen musste ich noch etwas unternehmen. Ich rief die Züchterin an von der ich Kenny hatte und erzählte ihr alles. Sie war völligst von den Socken und wollte sich nochmals genauer informieren, da ich unter anderem gelesen hatte, dass die Krankheit auf Menschen übertragbar ist!!! Sie sprach nochmals mit ihrer Ex- Chefin, die Tierärztin ist, und diese meinte wohl wir sollten mit dem Kleinen nochmals in eine Tierklinik fahren! Das taten wir dann auch, obwohl es schwer war noch einen Termin zu bekommen. Wir mussten auch geschlagene 2 Stunden warten bis wir dran kamen, und Kenny vegetierte in seiner Box herum dass es nicht zum aushalten war! Es tat mir sooo leid was mit ihm geschah und das ich ihn auch noch zu tausend Ärzten schleppte, wo er doch eh schon Stress genug hatte! Der Arzt aus der Tierklinik erklärte uns noch mal was es mit der Krankheit auf sich hatte und das die "Prognosen sehr vorsichtig zu stellen sind", schlussendlich hat er gar keine gemacht und uns damit zu verstehen gegeben, das es sehr schlecht ausschaut!!! Wir beschlossen Kenny dennoch dort zulassen, damit sich rund um die Uhr jemand um ihn kümmern kann wenn etwas passiert, und er eine höhere Heilungschance hat!!!
Nebenbei erfuhren wir auch noch das 80% aller Hasen diese Parasiten in sich haben aber die Krankheit nur bei immungeschwächten Tieren ausbricht, und das das bei Kenny die Impfung (3 Spritzen) am Donnerstag davor gewesen sein könnte, da dies für den Organismus einfach zu viel gewesen sein könnte. TOLL!!! Da wollten wir ihm was Gutes und nun musste er deswegen wahrscheinlich sterben!!! Schweren Herzens und mit einem Fünkchen Hoffnung fuhren wir erschlagen und kaputt wieder nach Hause, wo uns eine große Aufräum'- und Desinfektionsarbeit erwartete. Denn die Krankheit war in der Tat auf Menschen übertragbar!!! Alles mögliche hat mein Freund weggeworfen und ich konnte vor lauter heulen einfach nicht mehr!!! Als alles im Keller stand, war es schrecklich leer im Wohnzimmer. Kein Käfig, kein Häschen, kein Lachen, kein Mümmeln! Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich habe wieder geschlafen, geheult , geschlafen.... bis zum nächsten Morgen! Ich rufe jeden Tag in der Klinik an und bis jetzt hat sich nichts verändert, und er frißt wohl ganz gut und trinkt! Das ist schon mal gut, denn dann muss er nicht zwangsernährt werden. Bis Montag lassen wir dem Kleinen noch Zeit, aber dann müssen wir sehen was passiert. Ob er sich noch mal aufrappelt oder eben nicht :-(
Es ist einfach schrecklich, ich hatte ihn nur 2 Wochen lang lieb haben können, ihn füttern, kraulen und knuffen, und schon muss er so eine fürchterliche Krankheit bekommen!! Man fragt sich immer wie man das hätte verhindern können, aber das kann man einfach nicht konkret sagen!!!
Ich komme nach Hause und will ihn begrüßen, aber da ist nichts nur eine leere Stelle. Dann fällt mir ein, daß er in der Klinik ist und dort gesund werden soll, aber ich sehr wohl weiß, dass der Kleine es vielleicht nicht schafft, und ich ihn nie wieder zurückbekommen werde!!!
ES WAR EINFACH VIEL ZU KURZ!!!  Es ist unfair, schlimm und verdammt traurig, dass dieser Kerl vielleicht keine Zeit mehr hat durch die Luft zu springen, mich abzuknutschen oder sich zu verstecken.

Ich will ihn einfach nur wiederhaben!!!!!

Karina

karina.haude@gmx.de

Momo und Schröder

Ich arbeite in einem Zoogeschäft. Im Juni 2004 brachte eine junge Frau einen Wurf Zwergwidder in unseren Laden. Bis dato hatten wir von ihr noch keine Tiere angenommen, da wir unseren eigenen Züchter haben. Zwei der Tiere sahen sehr krank aus, so daß wir sie eigentlich nicht hätten annehmen dürfen. Aber aus welchem Grund auch immer nahm meine Kollegin sie an.
Sie wurden extra gesetzt und drei Tage danach habe ich mich entschlossen, die beiden mit nach Hause zu nehmen um sie zu pflegen. Beide Tiere waren unterentwickelt und viel zu dünn.
Die Häsin paßte in eine Hand, obwohl sie bereits 8 Wochen alt war. Gewicht am ersten Tag: Momo: 490 g, ihr Bruder Schröder 590 g.
Beide hatten einen Schiefhals, Momo stärker als Schröder.
Durch nachsehen im Internet kam ich auf E.C.
Noch am gleichen Tag stellte ich die Tiere meinem eigenen Ta vor, mit der Bitte um Blutuntersuchung auf E.C.
Sie wurden noch am gleichen Tag mit Antibiotika, Panacur und Vit. B behandelt.
Dieses wiederholte ich dann oral täglich selbst.
Ca eine Woche tat sich nichts. Sie fraßen beide sehr viel, aber nahmen nicht zu. Dann auf einmal stieg das Gewicht regelmäßig alle 2 Tage um 20 g an.
Bei beiden ging der Schiefhals zurück. Momo erlitt dann aber nach ein paar Wochen einen plötzlichen Rückfall. Der Kopf war wieder schief und ein Hinterbein blieb gelähmt. Allerdings frißt sie für zwei und fühlt sich absolut wohl.
Ihr Bruder hatte da mehr Glück. Alle Symptome verschwanden.
Bis vor kurzem. Der vermeintlich gesunde Schröder bekam im rechten Augapfel auf einmal einen weißen Stippen. Dieser vergrößerte sich sehr schnell und bedeckte innerhalt von 2 Wochen den gesamten Augapfel. Als nun die Hornhaut mit einer Entzündung reagierte, mußte das Auge leider ganz entfernt werden. Laut der Tierärztin ( Fachgebiet Augenheilkunde ) handelte es sich um eine Eiweißausschüttung im Augapfel, die eindeutig dem E.C. zuzuschreiben wäre.
Schröder hat die OP gut überstanden und ich hoffe, daß das zweite Auge nicht auch noch befallen wird.
Er ist ja noch kein Jahr alt und das verschmusteste Kaninchen der Welt. Da er mittlerweile auch kastriert ist, werde ich ihn nach der vollständigen Ausheilung der OP-Wunde wieder mit seiner Schwester vergesellschaften, damit keiner von beiden allein leben muß.

 

 

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Mc Paul

 Mc Paul bekam im November04 Schiefhals. Abends viel mir auf, dass er seine Hinterläufe steifer bewegte als sonst. Außerdem hielt er den Kopf ein wenig scheif, aber nur minimal. Am nächsten morgen war es viel schlimmer. Mc Paul fiel beim Männchen machen um un der Kopf war nun eindeutig schief.Ich fuhr sofort zum Ta. Eine sofortige Behandlung erfolgte. MC Paul ging es in den ertsen Tagen nicht gut. Er fraß wenig, lief nicht und saß nur in der Ecke. Außerdem schienen ihm wohl die anderen Kaninchen zu fehlen, denn er saß nun ja alleine nicht mehr in seiner Gruppe. Er tat mir wirklich leid. Da Mc Paul schon älter war und immer nur das nötigste auf den Rippen hatte , sein Immunsystem nie das beste war, gab der TA ihm wenig Chancen.
Am 4/5 Tag, wurde es sehr langsam besser, er fraß mehr und nahm auch an der Umwelt wieder mehr teil. Nach ca 2 Wochen wurde es fast täglich besser. Nach 4 Wochen merkte man ihm nichts mehr an. Er war zischenzeitlich wieder bei seiner Gruppe, die auch alle mitbehandelt worden waren. Mitte Januar 05 bekam MC Paul leider einen Rückfall und starb 4 Tage später. Es tut mir sehr leid um meinen Kleinen Opa. Ich dachte wir hätten den Kampf gewonnen. Er war immer ein Kämpfer. Hatte in jungen Jahren nie ein schönes Leben und ich hätte so gerne mehr Zeit mit ihm gehabt. Machs gut, kleiner Mann!

 

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Pekka und Joschi

 
 Pekka habe ich im Mai 02 aus dem Tierheim bekommen. Zwei Jahre später hielt er den Kopf abends schief. Er hatte eine kleine Stelle am Hals. Wir hatten von Schiefhals noch nichts gehört und deshalb dachten wir noch an nichts Böses. Am nächsten Tag ging es Joschi (dem 2. Hasen) sehr schlecht. Sie hatte sich total zurückgezogen und hatte Gleichgewichtsstörungen. Sie lag auf dem Boden und ist immer wieder weggerutscht. Wir sind sofort zum Notarzt gefahren. Dort wurde E.Cuniculi diagnostiziert. Behandelt wurde mit Antibiotika und Vitamin B. Joschi war leider sehr schwach und ist eine Woche später gestorben. 

Bei Pekka verlief die Behandlung erstmal sehr erfolgreich. Sein Schiefhals entwickelte sich vollkommen zurück und man sah ihm schon bald nichts mehr an. In den nächsten Monaten nahm er stark ab, was ich anfangs auf die Nahrungsumstellung (von Trockenfutter auf nur noch Heu) zurückführte. Er nahm aber immer weiter ab, bis er Ende 04 nur noch 1,9 Kg wog. Wir haben ihn beim Tierarzt untersuchen lassen. Der Urin wurde auf Zucker geprüft und der Kot auf Würmer/Parasiten etc. Es wurde aber nichts gefunden. Auf meinen ausdrücklichen Wunsch wurde dann noch ein Röntgenbild gemacht, aber auch das ohne Befund. 
 
Obwohl der Tierarzt meinte, es wäre alles in Ordnung, hatte ich das Gefühl, daß mit Pekka etwas nicht stimmt. Er mußte etwas haben, ich hab das gespürt. Leider habe ich dann 4 Wochen gewartet, bis ich einen anderen Tierarzt aufgesucht habe. 
 
Die Diagnose dort: E.Cuniculi-Rückfall. Der erste Tierarzt hatte es versäumt, mit Panacur zu behandeln. Ich hatte davon nichts gehört und konnte es somit dem Tierarzt nicht sagen. Panacur ist wohl das Wichtigste bei der Behandlung von E.Cuniculi. Die zweite Tierärztin hat alles versucht und Pekka auch gleich mit Panacur, Vitamin B und Antibiotika behandelt, aber es war zu spät. Er hatte in den Monaten zuvor (nach dem 1. Anfall) gut 900g abgenommen (das sind fast 38% seines Gewichtes) und war sehr, sehr schwach. Während er die erste Erkrankung noch gut wegstecke, war er bei der zweiten zu schwach. Er ist am 8 Tag, seit Beginn der Behandlung, gestorben.

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Benjamin

Nach Feierabend fiel mir Zuhause sofort auf, dass Benjamin sich nicht normal bewegen konnte. Ich habe ihn Männchen machen lassen (Leckerli hochgehalten) und er kippte um. Bin sofort zum TA und hatte den Text von Dr. Drescher über e.c. dabei. Sie las ihn auch durch, die Behandlung war ihr aber bekannt. So bekam er die vier erforderlichen Medis. Zunächst war Benjamin beim Putzen noch etwas unsicher, hielt sich niedrig, wenn er auf den Hinterbeinen saß. Bereits am 5. Tag war er unauffällig.
Achja, bereits Wochen vorher hat Benjamin ungewöhnlich viel getrunken. Schwer zu sagen, wie viel, denn es sind ja drei Kaninchen hier, aber ich schätz die Menge auf 0.75l pro Tag. Seit der Behandlung trinkt er deutlich weniger, also so viel wie die anderen auch.

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Monty

Monty habe ich im Januar 2002 aus dem Tierheim geholt. Er hat mich ausgesucht, hat, als ich vor dem Käfig stand, einfach meine Jacke festgehalten und dann meine Hand abgeschleckt.
Er ist das Beste und Liebste was mir bisher passiert ist!!!!!! Schon im Auto ist er aus dem Karton geschlüpft und saß auf der hinteren Ablage zwischen den Boxen. So bemerkte ich also schon seinen starken Willen.
Zu Hause habe ich ihm ein eigenes Zimmer eingerichtet, mit Teppich, meine ganze Wohnung ist sonst Laminat, Spiel- und Kuschelmöglichkeiten, einer Sandkiste, einen Kratzbaum mit Höhle, vielen Häuschen, halt alles erdenkliche was ein Hasiherz so erfreut.
Bevor ich Monty hatte, dachte ich immer Hasen sind stille Tiere, konnte mit denen meiner Freundin nie was anfangen. Weit gefehlt, Monty hat mich eines Besseren belehrt und ich habe viel gelernt. Montys Freundin heißt Pamuk. Beides sind normale Hauskanninchen, Monty ist braun, Pamuk ganz hell, beide habe ich aus dem Tierheim,
Monty war sofort zahm, Pamuk hat am Anfang nur gebissen und war scheu. Sie hat gelernt, daß Menschen auch nett sein können, daß sie frei ist, daß sie ihr eigenes Futter hat, daß sie zu nichts gezwungen wird, daß sie sich nicht streicheln lassen muß, wenn sie nicht will und nun ist sie genauso zahm und anhänglich wie Monty.
Zu dieser Krankheit bin ich nun erst gekommen, Monty war vorher niemals krank, immer aufgeweckt, neugierig, so zahm wie ein Hund, immer hinter mir her, die Nase überall dabei, kam auf die Couch oder abends in mein Bett kuscheln, das ist doch nicht normal für ein Kanninchen,oder?
Desto schmerzhafter ist diese Erfahrung, die ich nun machen mußte, durch eine Krankheit, von der ich vorher noch nie gehört hatte.

Also:
Am 31.01.05 öffnete ich morgens um 7 wie immer die beiden Käfige meiner Lieblinge, Monty sprang ziemlich unbeholfen aus dem Käfig und fiel hin. Da sah ich, daß er ein schiefes, wackelndes Köpfchen hatte, die Augen zuckten, als lese er und die linken Beinchen knickten weg. Er versuchte in Pamuks Käfig zu springen, hatte fast keine Orientierung, lief erst mal im Kreis bis er den Eingang fand, im Käfig fiel er um und bekam einen schweren Krampf, das Köpfchen zwischen den Vorderfüßen, alle Pfötchen nach oben gerichtet und blieb schwer atmend liegen. Ich wollte ihn anfassen, da drehte er sich oft um seine eigene Achse. Ich habe nur noch schreien können. Was war los? Was hat er? Ich bin sofort zum Tierarzt. Dieser gab ihm 2 Spritzen mit Vitamine und Entkrampfungsmittel und Antibiotika und meinte, er hätte eine bakterielle Entzündung im Körper. Es müßte ihm nach den Spritzen entweder besser oder schlechter gehen. Er muß fressen, braucht Ruhe. Ich sollte am nächsten Tag wiederkommen.
Weil mir das nicht genug Auskunft war, rief ich einen anderen TA an und schilderte die Anzeichen. Er meinte der Kollege hätte Recht, nannte dann die Krankheit E. Cuniculi. Ich suchte im Netz nach diesem Wort, fand den Kaninchentreff.
Den ganzen Mittag saß ich heulend am PC, beschrieb Montys Krankheit und bat um Hilfe. Durch diese lieben Leute erfuhr ich, daß Panacur Suspension lebenswichtig für meinen Schatz ist. Mittags bin ich also nochmal zum TA, der verwies mich an die Tierklinik. Dort bekam ich diese Paste dann auch und Critical Care, da Monty nichts fraß.
Am nächsten Morgen bekam Monty nochmal seine 2 Spritzen und der TA meinte dann, ich sollte bis zum Ende der Woche sehen, wie er sich macht und dann über Leben oder Tod entscheiden. Ich habe 3 Tage durchgeheult, sah mit 30 aus wie 60, hätte es nie geschafft diese Entscheidung zu treffen.

Durch weitere Infos aus dem Netz erfuhr ich, daß Panacur in flüssiger Form besser wäre und Monty Vitamin B braucht. Diese Rezepte habe ich mir vom TA ausstellen lassen und gebe dieses nun seit dem 03.02.05 vermischt in Möhrenbrei oder Critical Care beiden Hasen. Monty hat zuerst gar nichts gefressen, nichts getrunken, mußte ihn also zwangsernähren, trank ein bißchen nur vom flachen Teller, die Bewegungen wurden nicht besser, er lief im Kreis, keine Orientierung, rannte nur vor mir weg, hatte wohl die Nase voll von mir, da ich ihm ja die Medizin per Spritze ins Mäulchen verabreichen mußte.
Ich habe den Käfig neben mein Bett gestellt, habe einen leichten Schlaf, somit bekomme ich jeden Krampf mit, dann stütze ich ihn aufrecht, so kommt er besser und schneller wieder heraus. Er leckt dann meine Hand und ich denke er weiß, daß ich somit immer auch nachts im Dunkeln bei ihm bin.

Naja, nun sind es am Montag 3 Wochen, Monty hatte täglich Krampfanfälle, am Anfang wie gesagt keinen Hunger, mittlerweile frißt er ein paar Grünrollis, Heu, Stroh, meine Küche sah aus wie ein Kräutergarten, Obst- und Gemüseplantage, von dem er nur sehr wenig annahm. Er läuft nun auch, hat immer noch einen Linksdrall, aber bessere Orientierung, er braucht trotzdem noch viel Ruhe, der Kopf und die Augen wackeln nicht mehr, aber der Kopf ist immer noch etwas schief. Er versucht mit allem zu leben und er kämpft und so lange kämpfe ich mit ihm!
Immer wenn ich einen winzigen Fortschritt sah, war dieser im nächsten Moment durch einen Krampf oder wieder Nichtfressen oder so zerstört.
Ich war oder bin ganz schön am Ende mit meiner Kraft und konnte das alles nur durchstehen und Monty auch das Gefühl zum Kämpfen geben durch den Kaninchentreff, bei dem ich täglich von Leuten Antworten, Tips und Unterstützung bekam.
Nun bin ich hier gelandet und hoffe einigen Menschen, denen es genauso geht, Mut zum Kämpfen zu machen.
Ich sehe, daß mein Monty kämpft, auch wenn es schwer fällt. Am Anfang war es schwer meinen Kleinen so zu sehen und ihm nicht helfen zu können. Aber es geht nicht um mich, ich darf nicht daran denken, wie es mir dabei geht.
Ich habe für ihn alles stehen und liegen gelassen, bin zur Zeit arbeitslos, diesesmal Gott sei dank um bei ihm sein zu können. Gehe nur für das Nötigste aus dem Haus, damit ich ihn beobachten kann usw. bis ich meine, seine kritische Zeit ist nun vorbei.
Meine Freundinnen habe ich auch "kennengelernt", da Kinder und Weggehen ja anscheinend wichtiger sind.
Ich habe viel von dem kleinen Kerl gelernt und in diesen 3 Wochen auch viel über mich selbst.
Ich wünsche jedem, der hier auch Hilfe sucht, daß er genauso gut beraten und unterstützt wird wie ich. Ich wünsche Kraft zum Durchstehen und Weitermachen.
Gebt NIEMALS auf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße
Sunrisetomoon

Nachtrag: zwischenzeitlich wurde Monty noch 10 Tage mit Tetracyclin behandelt, Krampfanfälle hatte er bereits seit über einer Woche nicht mehr, das Köpfchen ist nahezu gerade und wir drücken die Daumen, dass es keine Rückfälle geben wird!!

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Stupsi

 

Am Montag, 23. Mai 2005, gegen 20 Uhr hörte ich, wie mein Kaninchen im Käfig einen lauten Plumps machte. Ich hatte die Vermutung, dass er im Käfig umgefallen war. Also habe ich ihn herausgehoben, um ihn beim Laufen zu beobachten. Dabei fiel mir sofort auf dass er sich nur im Kreis um seine eigene Körperachse drehen konnte. Also hob ich ihn auf und sah dass seine Augen zitterten. Des weiteren hatte er Lähmungserscheinungen. Meine Mutter und ich fuhren sofort an die Uni in die Notfallaufnahme, wo er untersucht wurde und über Nacht dort bleiben sollte. Am nächsten Tag bekam ich den Anruf, dass die Symptome sich verschlechtert hatten und die Nierenwerte sehr schlecht aussahen. Ich bat um weitere Behandlung meines Kaninchens mit dem Erfolg, dass es ihm am Mittwoch viel besser ging. Er hoppelte normal herum, fraß ordentlich sein Futter und auch die Nierenwerte sahen um einiges besser aus als am Vortag. Er sollte aber noch für 1-2 Tage zur Beobachtung dort bleiben, um 100% fit zu werden.
Am Donnerstag jedoch wurde ich im Abstand von 2 Stunden angerufen, mit der Mitteilung, dass sein Zustand sich wieder verschlechtert habe und dass er nun doch euthanasiert werden müsse...wir sind sofort hingefahren und als ich ankam und ihn in die Arme nehmen konnte ging es ihm besser und wir schöpften wieder Hoffnung. Er busselte mich ab und war doch fast der Alte. Allerdings sah er müder und älter aus als sonst. Wir blieben dabei ihn über Nacht dortzulassen und ihn am nächsten Tag wieder nach Hause zu nehmen.
Dazu sollte es aber leider nicht mehr kommen...am Freitag, 27.05., wurde ich angerufen und erfuhr, dass es ihm noch schlechter ginge und dass ich so schnell wie möglich kommen solle, um seinen Leiden ein Ende zu setzen.
Auch an diesem Tag hat er mir Küsschen gegeben und noch 2 seiner Lieblingsknabbereien gegessen.
Ich vermisse ihn sehr und hoffe anderen mit diesen Informationen behilflich sein zu können.
Kathi
katharina.goedrich@web.de
 

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Wichtel

 

Wichtel war ein sehr anhängliches zutrauliches Kaninchen. Bereits mit 1 Jahr bekam er Koliken, welche sich als Harnleiterkoliken herausstellten, denn er hatte Harnkristalle im Urin. Er bekam eine calciumarme Diät sowie Causticum und Staphisagria als Dauertherapie. Die Koliken kamen in geringeren Abständen noch etwa 3 mal im Jahr. Dann bekam er plötzlich einen akuten Schwächeanfall. Der Ta diagnostizierte eine Herzklappenschwäche. Er bekam Lanitop, ein Digitalispräparat. Damit kam er einige Jahre gut hin, dann verschlechterte sich der Zustand, er bekam wieder einen Schwächeanfall. Lanitop wurde abgesetzt und er wurde auf einen ACE Hemmer umgestellt. Damit kam er gut zurecht, das Herz arbeitete wieder kräftiger. Ca. 9 Monate später fraß er ganz plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht, bekam Durchfall. Dies erschein zunächst nicht dramatisch, doch innerhalb weniger Stunden lag er nur noch lang und den Rücken entlang gab es krampfartiges Zucken der Haut oder auch der darunter liegenden Muskeln. Auch die Hinterläufe zuckten leicht. Er lag sonst ganz still und schlief sehr viel. Ließ ich ihn in der Wohnung frei, hüpfte er unbeholfen ein Stück, um sich dann hinzusetzen und zu dösen. Er wirkte jeden Tag schwächer.
Natürlich suchte ich bereits am ersten Tag einen Ta auf. Nach Bericht der Vorgeschichte wurde Nierenkolik vermutet. Er bekam Buscopan gespritzt. Am nächsten Tag suchte ich meinen Ta auf. Er vermutete Schmerzen aufgrund einer Rückenmarkverletzung und spritzte Metacam und Procain. Das krampfartige Zucken ließ zunächst nach. Nach der zweiten Spritze am nächsten Tag nahm es wieder zu. Das Tier wurde teilnahmsloser, schlief noch mehr, war manchmal kaum noch ansprechbar, hüpfte schlechter.
Ich vermutete stark eine Art Vergiftung, da er irgendwie so wirkte. Daraufhin stellte der Ta die Behandlung um, da er nun doch eine Kolik vermutete. Eine Vergiftung schloss er aus. Er gab Buscopan. Der Zustand verschlechterte sich weiter. Am sechsten Tag am Nachmittag war das Tier völlig weggetreten. Als ich ihn ansprach, schien er von weit herzukommen. Er fraß mit Genuss einige Löwenzahnblätter, leckte mir mit vollem Bewusstsein die Hand und legte sich wieder hin und trat wieder weg. Ich wusste, er hatte sich verabschiedet und war damit einverstanden, daß ich ihn einschläfern lasse. Ich brachte ihn zum Ta und ließ ihn nach dem Einschläfern obduzieren. Die Untersuchung des Gehirns ergab eine hochgradige multifokale granulomatöse Encephalitis in zahlreichen Lokalisationen des Cerebralcortex sowie Veränderungen an den Nieren. Der Harnstoffgehalt war stark erhöht und lag bei 290mg/dl. Als wahrscheinliche Ursache wurde Encephalitozoon cuniculi angenommen. Die Nierenveränderungen sind wahrscheinlich auf die Keislaufbeeinträchtigung durch die Herzschwäche zurückzuführen.
Meine Vermutung der Vergiftung war demnach auch richtig gewesen, denn er hatte sich an seinem Harnstoffgehalt vergiftet. Er wäre, wenn überhaupt, nur innerhalb der ersten drei Tage zu retten gewesen, wenn sofort die richtige Diagnose gestellt worden wäre.

Wichtels Nachfolger Teddy hatte im Alter von 1 Jahr plötzlich ähnliche Symptome. Durchfall, Futterverweigerung, Zittern. Ich brachte ihn sofort in die Tierklinik, ließ ein Blutbild machen und röntgen. Seine Nierenwerte waren viel zu hoch. Er bekam eine eiweißarme Diät, die er noch heute einhält sowie Vitamin C. Nach 4 Wochen waren die Werte wieder normal. Eine Kontrolle nach einem Jahr war ebenfalls OK. Molly, 7 Jahre alt bekam gleiche Symptome etwa 1 Jahr später. Starker Durchfall, apathisch, teilnahmslos, zittert am ganzen Körper, schwach auf den Beinen, läuft aber normal, ohne Lähmungen. Frisst sehr heißhungrig, aber nur wenig. Erhöhte Nierenwerte wurden ermittelt. Kotuntersuchung negativ. Ihr Zustand war gleich so schlecht, daß sie in der Klinik bleiben musste. Ta glaubte nicht an E. cuniculi. Sie bekam Infusionen zur Nierenspülung sowie Critical Care, da sie nichts mehr fraß. Nach 3 Tagen fraß sie langsam wieder und wirkte lebhafter und wacher. Ich durfte sie wieder mit nehmen. Kontrolluntersuchungen waren negativ. Auf meinen Wunsch bekam ich Fenbendazol und gab beiden Tieren 5 Tage lang 0,2 ml auf 1 Kg Körpergewicht. Diese Wurmkur wiederhole ich halbjährlich, um mögliche Schädlinge rechtzeitig abzutöten. Bisher sind beide Tiere gesund und ich hoffe, sie bleiben das auch noch lange. Teddy ist jetzt 3 Jahre und Molly 7 Jahre alt.
maih24@web.de

 



 
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