Schlumpi
Mit Auszügen von Schreiben
an meinen TA, Mails an liebe Freunde und Forumbeiträgen
Am Ende des Berichtes findet ihr noch unseren
Behandlungsplan und einige Tipps für Betroffene.
Vorgeschichte:
Schlumpi zieht im Juni 2003 als neuer Kumpel für
Momo bei uns ein. Wir haben ihn von Privat, die Leute
haben ihn angeblich beim Gassigehen auf einer Wiese in
einem Karton ausgesetzt gefunden. Er ist zwischen ¼ und
½ Jahr alt, die Zusammenführung verläuft nach der
Kastration relativ problemlos, alles ist prima.
August/September 2003:
Wir machen Urlaub in unserem Ferienhäuschen, die Lütten
sind dabei, dürfen raus ins Grüne und bekommen täglich
frisches Grün von der Wiese.
14. September 2003:
Wir kommen aus dem Urlaub zurück, bereits vor der
Abreise sitzt Schlumpi etwas "benommen" im
Auslauf. Zuhause angekommen, sitzt er nur in der unteren
Etage seines doppelstöckigen Domizils, sollte er in den
2,5 Wochen verlernt haben, dass das Futter im 2. Stock
gereicht wird?
Innerhalb von ca. 45-60 min. nach unserer Ankunft hält
er den Kopf deutlich schräg, ist schreckhaft und hat
leichte Gleichgewichtsprobleme.
Er frisst jedoch, wir entfernen die zweite Etage des
Käfigs und hoffen noch auf etwas harmloses, ein
Ohrkriecher, ein gezerrter Nerv...bitte kein e.cuniculi!!!!!
15. September 2003 (Montag):
Mein erster Arbeitstag....ich lasse ihn ausfallen,
schnappe mir Schlumpi und diverse Berichte aus dem
Internet zu HeadTilt und fahre zum TA.
Blutabnahme, gründliche Untersuchung, Verdacht auf
e.cuniculi. Aussichten????? Es gibt keine Prognose...es
ist zu früh, die Krankheit ist in ihrer akuten Phase,
es gibt positives und negatives.
Positiv: Schlumpi ist jung, kann Nervenschäden
besser kompensieren, wir sind gleich zum TA gefahren,
unser TA ist in Kaninchenfragen kompetent.
Negativ: Schlumpi ist jung...hat noch kein
voll entwickeltes Immunsystem. Jede Aufregung verstärkt
die Erkrankung.
Wir bekommen (auf unser Drängen) Panacur zum
eingeben mit, Schlumpi bekommt beim TA Medikamente
(unsere Behandlung schreiben wir am Ende des Berichtes
genau auf). Am Dienstag sollen wir wieder kommen.
Schlumpi soll absolute Ruhe haben, keine Aufregung,
abgedunkelter Raum.
Wir richten alles für Schlumpi ein, der TA-Besuch hat
alles verschlimmert, der Kopf liegt fast am Boden,
Schlumpi hat große Gleichgewichtsprobleme. Er frisst
und säuft, aber wenig. Ich bin ein Nervenbündel,
bereits die Eingabe des Panacur ist eine Tortur (für
beide), danach geht es Schlumpi schlechter.
16.09.2003 (Dienstag):
Ich gehe wieder auf Arbeit, wäre ich zuhause, würde
Schlumpi keine 5 min. Ruhe haben, mein Mann guckt ein
paar mal am Tag.
Am abend geht's zum TA, Schlumpi kann sich nicht mehr
alleine auf den Beinen halten, dreht sich im Kreis, fällt
oft um...die Wartezeit wird zur Qual. Er bekommt seine
Medikamente, der TA hält sich bedeckt. Zum Glück fährt
mein Mann, so kann ich Schlumpi abstützen. Am liebsten
würde ich ihm alles weitere ersparen.
Nach dem TA-Besuch wird es noch schlimmer, der
Anblick ist kaum zu ertragen, sollen wir davon wirklich
Bilder machen? Wir entscheiden uns dagegen, würden es
als böses Ohmen betrachten.
Schlumpi frisst auch weiterhin, allerdings nur noch
Gemüse, Heu und seine Lieblingshaferecken, Kotabsatz
ist ok.
17.09.2003 (Mittwoch):
Mein Mann kann uns heute nicht fahren, ich finde eine
liebe Kollegin, die mitkommt. Und siehe da, er kann sich
auf den Beinen halten, schleckert sie sogar ab...aber
das konnten wir nicht ahnen.
Auszüge aus einer Mail an Steffi v. 17.09.2003:
"Nein...normal ist das nicht mehr. Momo bekommt
jetzt prophylaktisch Panacur, mal gucken. Wenn ich
wüßte,
er wird wieder, dann würde ich ein Bild machen. Könntest
du ihn heute sehen, dann würdest du wohl auch die
Spritze wählen. Aber wenn ich höre, es kann wieder
fast gut werden, dann habe ich halt etwas Hoffnung, er
futtert wie ein großer, die Böbbels sind dicker als
Momos und Doc e. meint, das er nicht glaubt, das Schlumpi jetzt noch sterben könnte daran, solange die
Vitalfunktionen ok sind. Hast du ein Tier mit einer 8 im
Hals mal rennen und futtern sehen???? Es reißt dir
alles raus, (...) Doc e. meint, wenn die kur zu Ende ist
(am Freitag) dann max 6 Wochen, wenn es sich dann nicht
wieder bessert, werden wir eine Entscheidung treffen müssen,
weil die Schiefhaltung mom zu extrem ist, um ein gutes
leben auf Dauer zu geben."
18.09.2003 (Donnerstag):
Heute hat der TA nur bis 14.00 Uhr offen, ich fahre früh
vor der Arbeit, eine Helferin gibt die Medikamente.
19.09.2004 (Freitag)
(der letzte TA-Besuch für längere Zeit), hierzu ein
Forumbeitrag vom 20.09.2003:
Hallo,
leider bin ich gestern nicht mehr dazugekommen, die
Neuigkeiten zu berichten. Wie schon gesagt, war gestern
die letzte Behandlung und Untersuchung beim TA.
Der TA ist recht zufrieden mit Schlumpi, es wäre ein
gutes Zeichen, das Schlumpi nicht mehr so schreckhaft wäre
wie noch Mitte der Woche.
Jetzt ist erstmal viel Ruhe verordnet und etwas
Ausgang, wenn es Schlumpis Zustand erlaubt. Mitte nächste
Woche soll ich mich erstmal telefonisch beim TA melden,
dann besprechen wir alles weitere.
Sofort zum TA soll ich kommen, wenn er entweder nix
mehr futtert oder anfängt, sich ohne äußere Einflüsse
(Lärm zB) um die Längsachse zu drehen. Aber selbst
dann sagt der TA gibt es noch Chancen, er würde dann
erstmal ein Beruhigungsmittel erhalten, der TA glaubt
aber nicht, das das eintritt, aber hellsehen kann er
leider auch nicht.
Noch eine schlechte Nachricht, die Blutprobe wurde
vom Labor verschlampt, auf Anfrage meines TA´s am
Mittwoch hieß es, noch nicht fertig, gestern...ist nie
eingetroffen Da eine Blutentnahme aber sehr viel Streß
bedeutet, wollte der TA das Schlumpi nicht zumuten
gestern.
Er sagt, das es bei 80% der Tiere mit diesen
Symptomen e.cuniculi ist, das er nur die Symptome
behandeln kann und es für den Erreger, ist er denn im
Gehirn, kein wirksames Mittel gibt, was dort wirkt. Außerdem
haben wir ja die Wurmbehandlung gemacht.
Folgendes hat Schlumpi diese Woche bekommen:
Vit. B-Komplex und Kortison die ganze Woche
Furosimid am Montag (zur Entwässerung)
Baytril (AB) Montag & Dienstag...dann nicht mehr,
weil lt TA ein AB nach ganz kurzer Zeit hätte Wirkung
zeigen müssen, wenn es Erreger gewesen wären, die mit
AB behandelbar sind.
3 Tage 2x2ml Panacur (Wurmmittel)
Infusionen, weil die Erkrankung auch die Nieren schädigen
kann.
Gestern hat er ein Cortisondepot gespritzt, was die nächsten
Tage wirkt.
Dann bekommt er von uns 1x10 Tr. Vit.B-Komplex (Polybion)
Naja...wir können jetzt nicht wirklich viel tun außer
für Ruhe zu sorgen und hoffen.
In der Praxis sind zwei TA, Doc S. meinte am Dienstag
(bisher der schlimmste Tag seit Ausbruch der Krankheit),
das Schlumpi stärker von der Krankheit betroffen sein
kann, da er noch so jung ist und sein Immunsystem noch
nicht so stark ist.
Doc. E. meinte gestern, selbst wenn der Kopf in der
jetzigen extremen Stellung bleiben würde, was
Erfahrungsgemäß selten wäre (da wir sehr früh
gehandelt haben), wäre das kein Grund zum einschläfern,
ebend weil der Schlumpf noch so jung ist. Schlimm, sagt
er, wäre es nicht für das Tier sondern für uns, weil
der Anblick wirklich nur schwer erträglich ist
Außerdem sagte er noch, das die erkrankten Tiere oft
fast nur noch Heu mümmeln, weil es für sie einfacher
zu erreichen wäre. Nun, bisher futtert Schlumpi
ordentlich, zwar weniger als Anfang der Woche, aber lt.
TA war das die Nebenwirkung der anfänglich sehr hohen
Dosis Kortison.
Heute war Schlumpi wieder draußen, allerdings nur
20-30 min., wir wollen es nicht übertreiben, da der
Kopf wirklich fast am Boden liegt. Allerdings rennt er für
die Schräglage erstaunlich viel und vor allem nirgendwo
dagegen, er braucht aber auch viele Ruhephasen, der Doc
sagt, das er jetzt Höchstleistungen vollbringt, da es
keinen Automatismus im Bewegungsablauf mehr gibt, für
jeden Schritt, jede Bewegung muss sich der Kleine extrem
konzentrieren und anstrengen.
Als ich meinem Doc erzählt habe, das Schlumpi im Käfig
viel ruht und lang liegt, war er sogar sehr zufrieden,
er sagte, dann könne der Kleine richtig gut entspannen,
das wäre nicht alltäglich. Ich hatte nämlich Sorge,
dass der Kleine im Wassernapf ertrinken könnte, dort stützt
er immer den Kopf auf.
Achja...Schlumpi niest recht viel, aber auch das wäre
eine Nebenwirkung des Kortisons (?), außerdem wäre das
Immunsystem jetzt arg in Mitleidenschaft gezogen, das wäre
auch relativ normal.
Bilder gibt es noch keine, ich hätte ja auch keine
HP, sie zu veröffentlichen.
Soderle...jetzt können wir nur noch Daumendrücken
und warten, wie sich die nächsten Tage gestalten.
Achja...noch was, nach dem gestrigen TA-Besuch muss
Schlumpi während der Fahrt Blinddarmkot abgesetzt
haben, der ganze Po war verklebt. DA er sich aber sehr
drehte, als ich ihn in den Käfig gesetzt habe, wollte
ich es abend in ruhe entfernen. Als ich dann nachsah,
war der Po sauber...ich habe keine Vorstellung, wie er
das gemacht hat, es ist mir unerklärlich.
Viele Grüße
Heike, Schlumpi & Momo (die zwei haben heute wieder
gekuschelt und als der Kla Momo abgeleckt hat, sah der
Kopf das erste mal gerade aus)
Das ganze liegt jetzt ca 9 Monate zurück, sämtliche
Mails und die Faxberichte an meinen TA habe ich
aufgehoben. Ich füge Auszüge ein, da sie unsere
Situation am deutlichsten zeigen:
Fax an meinen Tierarzt am 23.09.2009:
Hallo Dr. Eisele & Dr. Schramm,(…)
Meines Erachtens verschlimmert sich der Zustand von
Schlumpi tägl. etwas mehr. Der Kopf liegt praktisch am
Boden (schräg nach oben) und er fällt beim Laufen (im
Käfig) auch oft auf die Seite.
Außerdem schnauft er sehr und hat oft Niesanfälle.
Gestern hatten wir ihn nicht draußen, er ist den ganzen
Tag im abgedunkelten Zimmer, der Käfig ist zusätzlich
abgehängt.
Er hat etwas getrunken und sehr wenig gefuttert
(hauptsächlich etwas Heu, getrocknete Buche und ein
wenig Gemüse, Dill & Petersilie). Das Brot mit den
Polybion-Tropfen nimmt er seit gestern abend auch nicht
mehr, die Tropfen sind jetzt im Wasser. Bisher hat er außerdem
noch immer Haferkekse genommen, aber auch das frisst er
seit gestern nicht mehr.
Die meiste Zeit scheint er nur zu liegen, die Atmung
geht recht schnell. Ich kann nicht beurteilen, ob er
entspannt liegt oder nur einfach keine Kraft mehr hat.
Schreckhaft ist er nicht, aber vielleicht hört er ja
inzwischen auch nicht mehr so gut (???), die Augen kann
er noch schließen. Er kommt auch ab und an an das
Gitter und versucht sich hochzustellen, gestern hat er
mir recht lange die Hand abgeschleckert. Ansonsten
schleppt er sich eigentlich nur noch im Käfig rum, wenn
er zum Napf geht.
Er hatte etwas Kotabsatz (kein Durchfall) und die
Poregion ist bisher sauber, gestern hat er sich in
meinem Beisein etwas geputzt (Kopf & Vorderpfoten).
Für mich sieht es so aus, als ob er schon möchte,
er kommt auch ans Gitter, wenn zB Momo davor steht und
guckt, nimmt immer etwas vom Dill/Petersilie, wenn ich
es ihm hinlege. Trotzdem kann man nicht mal sagen, das
sein Zustand stagniert, es wird wirklich tgl. etwas
schlimmer. Ab und an sitzt er da, dabei stützt er sich
mit der Stirn am Boden auf, sodass die Halsunterseite
nach oben zeigt, so verdreht ist der Kopf mittlerweile.
Das Cortison-Depot hat er am Freitag abend bekommen,
wie lange wirkt so etwas? (wie gesagt, es wird tgl.
etwas schlimmer)(…)
Da die Blutprobe wohl nie wieder auftauchen wird, könnte
es sich doch unter Umständen auch um etwas anderes
handeln? Ich weiß, das nur die klinischen Symptome
behandelbar sind, aber anscheinend ist die Krankheit ja
fortschreitend zumindest verschlimmern sich die Symptome
trotz Ruhe und der Behandlung.
Dr. Eisele meinte, unter Umständen muß die Therapie
wiederholt werden, um Erfolg zu haben, ab wann sollte
man damit beginnen?
Mittlerweile habe ich so viele (teilweise widersprüchliche)
Informationen, das ich glaube, das sich alleine durch
das zugucken und Vit. B. - Komplex (sollte er das denn
überhaupt noch aufnehmen, Tropfen lassen sich leider
nicht über Gemüse und Dillstengel eingeben)
anscheinend nicht mal ein Stillstand erzielen lässt.(…)
Aber wie geht es denn jetzt weiter, Sie wissen, das
mir die Fahrerei und die Wartezeiten nix ausmachen, aber
in diesem Fall mute ich Schlumpi einfach keine weitere
mehrstündige Fahrt + Wartezeit mehr zu. Wenn es etwas
gibt, was ich abholen und selber spritzen kann (orale
Eingabe würde sich mom. wohl nur schwer realisieren
lassen), dann ist das kein Problem.
Wenn er noch mal untersucht werden muß, weiß ich
auch keinen Rat, wie wir das anstellen sollen, ich weiß,
das ich nicht gerade um die Ecke wohne, aber wie Sie
selber sagen, jeder Streß bedeutet eine
Verschlimmerung. Vielleicht kennen Sie ja, wenn
Ihrerseits keine Möglichkeit besteht, kompetente
Kollegin/Kollegen im Ldkr. F., die zu Hausbesuchen
bereit wären.
Ich möchte wirklich gern glauben, das Zeit &
Ruhe die beste Therapie sind und das es Hoffnung und
Aussicht auf Erfolg gibt, aber als Laie kann man ebend
nicht abschätzen, was in diesem Fall noch
"normal" ist und wo es anfängt, bedenklich
bis hoffnungslos zu werden. Ich glaube auch nicht, das
dieser Zustand noch Wochen erhalten werden kann, da es
bisher augenscheinlich nicht mal zu einem Stillstand der
Symptome gekommen ist. Mir kommt es so vor, als ob es
Zyklen gibt, Schlumpi liegt oft stundenlang völlig
k.o., rührt sich nicht, rührt nix an und auf einmal
ist wieder etwas vom Futter weg oder er kommt an den Käfig.
Es ist ein auf und ab, wobei das "ab" der überwiegendere
Anteil ist."
Fax an meinen Tierarzt am 25.09.2003:
"Schlumpi war gestern wieder etwas draußen, von
seinem Bewegungsablauf her scheint es sich noch zu
verschlimmern. Er kann zwar gerade aus
"rennen", verliert aber oft die Kontrolle
(…) und überschlägt sich. Im Käfig passiert es
jetzt öfters, das er sich überschlägt. Sobald ich zu
ihm gehe, kommt er und zieht sich am Gitter hoch,
dadurch verliert er natürlich das Gleichgewicht.
Gestern hat er gut gefressen, diese Nacht sicht so
viel. Die Böbbels sind klein, am Po scheint er sich
nicht mehr putzen zu können, Mein Mann sagte gestern
"Ein Pferd hätte man längst erschossen, das ist
Tierquälerei".
(…) Er (Schlumpi) kommt mir vor wie jemand, der nur
noch ein Bein hat und trotzdem den 100m-Sprint machen
will. Er will, aber es geht nicht und wird (vielleicht
dadurch) nur schlimmer.
Wann hören die Verschlechterungen auf oder wann
sollte Sie aus Ihrer Erfahrung zum Stillstand kommen,
damit Aussicht aus Erfolg besteht?
Ist es nicht so, das das Gehirn immer weiter geschädigt
wird, oder warum sonst wird es immer schlimmer?
(…) Soll ich ihn auch weiterhin rauslassen? Er will
raus, aber er kann sich nur noch schlecht auf den Beinen
halten, danach werden die Niesanfälle auch ärger und
er schnaufft arg.
Seit gestern hat er Tücher im Käfig (…)
Er zeigt wirklich Lebenswillen, ich möchte, das er
seine Chance bekommt!!!! Aber wenn es keine realistische
Aussicht auf Besserung gibt, dann soll er sich nicht
hinquälen müssen. Er zeigte gestern und heute morgen
reges Interesse und ließ sich auch durch
Streicheleinheiten nicht dazu bringen, sich hinzulegen,
solange ich bei ihm war. Er schnuffelte immer die
Gitterstäbe hoch, verlor das Gleichgewicht und überschlug
sich. Wann wird er denn wieder untersucht, wie lange
wirkt das Cortison noch und wie schaut es mit
Beruhigungsmitteln und Rescuetropfen aus?????"
Es wird immer schlimmer, nachts gegen 23.00 fahre ich
(im Schlafanzug) ins nächste Städtchen und bekomme
Diazepan (Valium) zur Beruhigung (für Schlumpi) (der
Doc hat mit der Apotheke telefoniert). Die erste Dosis
haut ihn um, er liegt auf dem Rücken, ca. 30 min, dann
ist er deutlich ruhiger.
Telefax an meinen Tierarzt am 26.09.2003:
"Guten Morgen, Dr. Eisele,
(…) Schlumpi nahm gleich die Tablette, auch etwas
Dill, Nach ca. 40 min habe ich wieder geguckt, er lag
auf dem Rücken, in einer eigenartigen Position, hat
aber entspannt gewirkt und geatmet.
(…) Heute morgen wirkte er noch sehr ruhig, die
Atemgeräusche waren ok, kein Niesen. Er hat auch gleich
gefuttert, dabei ist er auf die Seite gekippt, hat aber
weitergefuttert. Und ist ohne Überschlag wieder auf die
Füße gekommen (was mir wieder etwas Mut gemacht hat.
Kann es sein, das eine Tablette so lange wirkt?
Da die Rescue-Tropfen mit Alkohol sind, habe ich die
wieder weg, Alkohol und Valium ist wohl sicher keine
ideale Kombination, egal wie gering die Dosis ist.(…)
Wie geht es jetzt weiter, bisher futtert er ganz gut,
aber die Störungen sind unverändert schlecht.
(…) Am Sonntag geht es in die 3. Woche und es tut
sich gar nix, nichtmal ein Stillstand. Erreichbar bin
ich unter … Falls Sie am Nachmittag anrufen, kann es
sein, das es etwas länger schellert. Sollte es Schlumpi
soweit gut gehen, muß ich dringend ein Weilchen
schlafen, die letzten Nächte waren einfach zu
kurz."
Fax an den TA vom 29.09.2003 (Wochenendbericht
27./28.09.2003):
"Guten Morgen Dr. Eisele,
ich hoffe, Sie hatten einen ruhigen Sonntag.
Gestern abend beim Freilauf sah es nicht so rosig
aus, allerdings hatte er nicht mehr so starke Atemgeräusche
wie am Samstag abend. Er rennt noch teilweise gerade
aus, versucht Männchen zu machen. Sobald aber
irgendetwas ist und er sich dreht (im Kreis) oder überschlägt,
scheint er nur schwer damit aufhören zu können, wie
ein Automatismus. Mir kommt es auch so vor, als ob er
z.Zt. nicht sehr große Kraftreserven hat, vielleicht
kippt er auch deswegen um, weil sich die Muskulatur zurückgebildet
hat?
Nachdem er nach dem kurzen Freigang doch recht
hippelig war und sich auch im Käfig gerollt hat, habe
ich ihm noch ¼ Tablette gegeben. Früh hatte er ja ½
bekommen, die andere gegen 20.30 Uhr. Gefuttert hat er
gleich wieder, wenn er im Käfig und auch draußen
umkippt, gelingt es ihm ab und an, sich ohne Drehung um
die Längsachse wieder hinzusetzen, er rappelt sich
quasi wieder hoch.
Gegen 23.00 Uhr lag er wieder auf dem Rücken und hat
recht entspannt und fest geschlafen. Allerdings glaube
ich, das es nicht von der Tablette kam sondern das er
sich die Schlafposition so ausgesucht hat. Momo schläft
ja auch oft auf dem Rücken.
Er lag auch tagsüber gestern auf der Seite, die
Hinterläufe etwas lang gestreckt, das sah für mich
ziemlich normal aus, nicht apathisch sondern entspannt.
Wenn ich ihn im Käfig (oder draußen) streichel,
entspannt er auch merklich und drückt seinen Kopf
richtig in meine Hand und schlabbert mir ab und an auch
die Finger ab und gibt dieses leichte Mahlen mit den Zähnen
von sich. Auch den schweren Steingutnapf mit dem Wasser
hat er diese Nacht wieder durch den Käfig geschoben, er
stand woanders und das Wasser war noch drin.
Die Verdauung scheint recht gut zu funktionieren,
seit er wieder etwas mehr Bewegung hat, auch der Appetit
ist sehr gut. Allerdings ist mir heute morgen
aufgefallen, das er, sobald Licht in den Käfig kommt,
er sich wieder mehr anfängt zu rollen, er wird dann
aufgeregter, will da und dorthin und dann geht es los
mit den Drehungen um die Längsachse. Danach liegt er
meist recht müde da und ruht sich aus. Atemgeräusche
und das Niesen beobachte ich eigentlich nur dann, wenn
er sich anstrengt oder aufregt, die Tropfen habe ich nur
in ein Nasenloch geben können, da ich das andere
einfach nicht "gefunden" habe, ich habe es
zwar versucht, aber ob etwas hingelaufen ist, kann ich
nicht sagen.
Wenn die Gleichgewichtsstörungen und die Kopfhaltung
nicht wären, könnte man fast denken, er ist gesund,
aber die Drehungen scheinen doch jetzt öfters
vorzukommen, wobei er sich im Käfig viel schneller
wieder "fängt" als außerhalb.
Können die vermehrt auftretenden Störungen mit der
schwächeren Muskulatur zusammenhängen oder ist das
eher ein Zeichen für eine Verschlechterung? Schmerzen
scheint er keine zu haben, mir kommt es auch so vor, als
wäre er gewachsen. Er faßt sich auch gut an, nicht
knochig oder großartig abgemagert, nur die Hinterläufe
scheinen etwas eingefallen, was sicher auch mit dem
Bewegungsmangel liegen kann. Das Fell ist weich und
sauber, wenn man gegen den Strich fährt, legt es sich
auch wieder um.
Wenn er im Käfig ist, habe ich immer den Eindruck,
das er es schaffen kann, aber sobald er draußen ist,
kommt es mir leider nicht so vor. Man merkt, das ihn der
Freilauf sehr anstrengt, er lässt sich aber oft nur
schwer bändigen, wenn er rollert und dann wieder ruhig
liegt, schnuffelt er gleich wieder los. Bis er so
ausgepowert ist, das er sich richtig lang streicheln lässt.
Ich denke immer, wenn ich ihn ausgiebig streichel, dann
hat er das Gefühl, dazuzugehören, er lebt ja derzeit
wirklich fast nur im Dunklen. Oft ist es so, das er
aktiv wird, sobald das Licht angeht oder er hört, das
wir im Zimmer sind. Schreckhaft ist er nicht, wenn ein
lauteres Geräusch (Klingel, Telefon oder der Hund vom
Nachbarn) ist, bleibt er ruhig liegen.
Kann es sein, das er durch die Tabletten so viel ruht
oder ist das vielleicht ein Anzeichen dafür, das er die
Ruhe braucht, um gesund zu werden?
Oder kann es sein, das Schlumpi doch eine Krankheit
hat, die fortschreitend ist (zB Ohrentzündung)? Ich weiß,
wir haben es des Öfteren besprochen, aber es kommt mir
nicht so vor, als ob die Behandlung bisher erfolgreich
ist. Jeder Fall ist doch anders, wenn wir nicht einmal
sicher wissen, was genau die Ursache ist. Sicher schaut
das für Sie anders aus, da Sie ja mit solchen Fällen
öfters konfrontiert werden, aber ich warte eigentlich
immer auf das Wunder, das er über Nacht wieder
deutliche Anzeichen einer Besserung zeigt."
Faxauszug vom 30.09.2003:
"Guten Morgen Dr. Eisele,
Also...Schlumpi hatte wohl gestern etwas Langeweile,
er hat ein dickes Handtuch zum Kuscheln im Käfig und
das scheint er durch den Käfig gewühlt zu haben.
Der Appetit ist nach wie vor i.O., auch die Böbbels
werden wieder größer. Ich habe ihm gestern abend zur
Unterstützung mal ne halbe Tube BBB gegeben.
Der Auslauf war wieder recht entmutigend, wobei er
sehr lebhaft war. Kann es sein, das er durch das Licht
so irritiert ist, er wohnt ja ansonsten im Dunkeln? Er
wollte sich gar nicht beruhigen lassen und ist um mich
rum Kreise ge"rannt", über meine Beine und er
hat teilweise richtige Hoppler gemacht (sorry, das mir
keine bessere Umschreibung einfällt). Er hat es auch
mal auf meinen Schoß geschafft, aber so richtig
entspannen konnte er da nicht. Die letzten Tage war sein
Po ein wenig verschmutzt, wie ich gestern gesehen habe,
ist er da wieder sauber.
Naja...danach war er wieder recht wuschig und ist
auch im Käfig des öfteren gepurzelt. Er schlabbert mir
oft die Hände ab und versucht, am Gitter Männchen zu
machen, mit dem Effekt, das er umfällt. Auch im Käfig
macht er jetzt so kleine Hopser, habe ich gesehen. Die
Nieserei ist nicht besser geworden, ich bekomme die
Tropfen auch nur in ein Nasenloch, wenn ich Glück habe.
Er bekommt jetzt früh ¼ Valium und nachdem er
gestern abend so aufgeregt war, hat er da auch noch ¼
bekommen.
Wie haben Sie denn heute bzw. morgen Dienst? Und wie
machen wir das am besten, mit so wenig Streß für
Schlumpi als möglich? Ich habe mir überlegt, das ich
doch heute zu Ihnen kommen könnte um mir die
Medikamente abzuholen, es abend versuche zu spritzen und
wenn das nix wird, dann kann ich ja morgen immer noch
mit ihm kommen, dann bekommt er das Valium vor der
Fahrt.
In seiner Box ist er zZt recht entspannt,
wahrscheinlich, weil er da keinen Platz zum kullern hat.
"
Am Abend fahre ich zum TA (ohne Schlumpi) und hole
Medikamente, ein weiteres Cortisondepot und 5
AB-Spritzen Cloramphenicol.
Mail vom 02.10.2003 an Jeannette:
"Hallo liebes Jeannette,
heute nur eine Kurzfassung, Doc. E. hat heute keinen
Dienst, deswegen auch kein Fax.
Also…Schlumpi hält sich beim Auslauf bedeutend
besser, allerdings ist der Schnupfen und die Atemgeräusche
wieder schlimmer geworden. Futtern tut er wie ein großer,
Spritze geben hat auch geklappt, obwohl die Tablette
nicht so richtig gewirkt hat.
Er rollert zZt weniger, er kippt zwar mal noch auf
die Seite, überschlägt aber seltener.
Nun das negative L Er hat zwar die Nacht schön geböbbelt,
heute morgen hatte er aber einen "Bratsch" am
Po, im Käfig lagen nur normale Böbbels. Ich denk, wie
müffelt denn der, habe ein Tuch genommen und bin mal,
so gut es ging über den Po, und es war breiig.
Nun weiß ich nicht, Blinddarmkot? Dafür war es fast
zu hell oder wegen des Grünfutters? Oder wegen der AB,
2 Spritzen hat er jetzt drin, Cloramphenicol. Ich meine,
Seppi zB hatte immer mal einen Bratsch, dann wieder
normal. Und vorletzte Woche nach dem TA-Besuch war er am
Po auch mal verklebt und es war dann gleich wieder weg.
Jetzt bin ich natürlich wieder etwas beunruhigt, habe
ihm zwar etwas Grünfutter dringelassen (Dill,
Petersilie, ein wenig Möhre und Fenchel) sowie ein paar
Kekse und viel Heu.
Ich weiß nicht, ob das jetzt nur einmalig ist oder
im Laufe des Tages wieder vorkommt, nur heute abend
haben die TA zu, morgen Feiertag.
Gefuttert hat er normal, er hatte allerdings gestern
ab und an leichte Magengeräusche, ich wollte es aber
erstmal beobachten und nicht gleich was geben, ebend
wegen der Durchfallgefahr"
Telefax an meinen Tierarzt am 06.10.2003:
"Guten Morgen Dr. Eisele,
ich hoffe, Sie haben sich so richtig gut von mir
erholen können ;)
Hier der Bericht der letzten Tage. Das mit den
Spritzen hat gut geklappt auch wenn die letzten 2mal die
½ Valium irgendwie kaum noch Wirkung gezeigt hat, aber
es ging trotzdem.
Ich bin jetzt am überlegen, das Valium ganz
wegzulassen um zu gucken, wie er ohne zurecht kommt.
Wobei ich wirklich den Eindruck habe, das das Valium in
der jetzigen Dosierung nicht mehr anschlägt.
Seit Mittwoch konnte ich eine deutliche Verbesserung
feststellen, wenn er seinen Freilauf hat. Bis Mittwoch
musste ich ihn in die Transportbox setzen, um den Käfig
zu reinigen, weil er draußen oft umgekippt ist. Seit
Ende letzter Woche bis gestern ist er vielleicht 2-3 mal
draußen noch gekullert, er rennt wirklich viel draußen
rum, immer schön gerade aus. Um sich selber dreht er
sich auch nicht mehr. So kann ich jetzt den Käfig
herrichten, wenn er draußen ist. Allerdings sieht er es
irgendwie nicht ein, das er in den Käfig soll, sobald
ich ihn reinsetze, fängt er an rumzurennen, immer im
Viereck am Gitter lang, einmal ist er sogar wieder
rausgekommen.
Im Käfig rennt er oft seine Runden, schiebt den
Wassernapf mittig, kullert ab im Käfig schon ab und an,
versucht aber auch, am Gitter Männchen zu machen.
Mit dem Niesen ist das leider keine gute Sache,
manchmal macht er richtige Geräusche, wie wenn er vor
sich her brabbelt, das finde ich schon komisch. Er
bekommt auch oft starke Niesanfälle, ich konnte keine
Verbesserung durch die AB feststellen, ich versuche es
mit den Tropfen, aber das wird irgendwie nicht besser.
Bis gestern abend hat er sehr gut gefuttert, heute
morgen war etwas vom Gemüse übrig, nur ein wenig. Kann
es sein, das das Cortisondepot schwächer wird und
deshalb nicht mehr so appetitanregend wirkt?
Letzten Donnerstag hatte er einmal etwas Durchfall,
aber das war einmalig, danach waren die Böbbel wieder
fest, allerdings sind sie zur Zeit recht klein. Die
Poregion ist sauber, auch im Käfig sehe ich ihn ab und
an, wie er sich putzt, oft gerade nach den Niesanfällen.
BBB hat er bekommen. Am Auge hat er etwas festes, wie
"Schlaf", teilweise wirken die Augen auch
feucht glänzend, aber tränen scheinen sie nicht.
Mittlerweile kommt es mir so vor, als ob er etwas
weniger geworden ist, er scheint am Rückgrat knochiger
als früher, gibt es etwas, was gut päppelt? Er frißt
Weißbrot, Haferkekse, Dill, Petersilie, Möhre,
Brokkoli, Fenchel, Apfel und Heu, sowie Buchenblätter.
Ich wollte wegen der Verdauung jetzt auch keine
Experimente mit dem Grünfutter machen, vom
Trockenfutter hat er leider nix genommen, habe es
gestern wieder mal probiert. Ich überlege auch, ob ich,
wenn er draußen weiterhin so schön läuft, die zwei
nicht wieder zusammenlassen soll, aber ich habe etwas
Bedenken wegen Momos Pasteurellenimpfung, nicht das er
sich noch mehr ansteckt, falls das Niesen von den
Pasteurellen kommt.
Wie geht es denn jetzt weiter? Wie Sie sehen, bin ich
bedeutend ruhiger geworden, aber das Niesen macht mir
doch Sorgen, an der Kopfhaltung hat sich bisher auch nix
geändert und ich hoffe, das er auch mit nachlassendem
Cortison weiterhin gut futtert"
Email an Jeannette am 07.10.2003
"Hallo liebes Jeannette,
Naja...der Bericht heute ist leider nicht so
toll...ein schritt vor, 2 zurück :( Das Heu ist prima,
aber das Cortison legt die Abwehr lahm und Momo ist doch
Schnupfengeimpft, Schlumpi sollte im Herbst geimpft
werden :(
Außerdem hängt er ja mit der Nase quasi in den
Heukrümeln, ich schüttel zwar immer kräftig, aber
trotzdem. Die Tüten sind gut angekommen, werden wohl
aber nicht lang reichen, nicht weil er so viel futtert,
aber weil ich doch recht viel wegtun muß, durch das
Kullern verteilt es sich überall :(
Hier noch der Bericht von heute, wegen dem Käfig...meine
Azubine meinte, vielleicht will er Aufmerksamkeit und
wird im Käfig deswegen so hippelig, ich renne ja auch
oft hin, wenns zu arg wird und schwups...liegt er lang
und geniest ;)
Lieben Dank
und liebe Grüße
Heike
Telefax an meinen Tierarzt am 07.10.2003:
Guten Morgen Dr. Eisele,
man soll sich wirklich nicht zu früh freuen, nachdem
ich gestern so positiv berichtet habe, war der
Nachmittag nicht so gut verlaufen.
Gefressen hatte Schlumpi weniger als die letzten Tage
und er fiel im Käfig ständig um. Wobei ich sagen muß,
mein Mann hatte die Rollläden hochgezogen.
Schlumpi war richtig aufgeregt, nieste oft, futterte
nicht mal das, was er sonst gleich genommen hat und fiel
sehr oft um.
Als ich ihn dann abends rausgelassen habe, war er wie
umgewandelt, selbst mein Mann war erstaunt, nach dem er
gesehen hatte, was im Käfig los war. Schlumpi ist
wirklich rumgeflitzt kann man schon sagen, hat kaum
geniest und war auch von der Atmung normal. Umgefallen
ist er nicht einmal, als er draußen war. Ich habe ihm
als Test mal einen Tunnel hingestellt und selbst das
ging ohne Probleme, er hat sogar den Tunnel, die Möbel
und seinen Käfig mit der Kinndrüse markiert. Außerdem
hat er sich bei den Streichelrunden richtig
hinge"fläzt", ganz normal (abgesehen von der
Kopfhaltung). Die Böbbels, die er draußen verloren
hat, waren ok, allerdings recht feucht außen.
Im Auge hatte er weißes Zeug, kann das Eiter sein
vom Tränenkanal? Ich habe es mit einem Taschentuch
etwas entfernt. Yxin-Tropfen habe ich zuhause, meinen
Sie, die helfen etwas? Auch das untere Nasenloch (was
immer im Heu und am Boden ist) war recht feucht, leider
habe ich da keine Nasentropfen hineinbekommen.
Er war ca 1 Std draußen, da es wirklich sehr gut
ging, ich war schon am Überlegen, Momo dazuzuholen.
Nach dem Freigang hatte er sich müde gelaufen und war
auch im Käfig ruhiger, über nacht hat er alles wieder
aufgefuttert und hat auch heute morgen gleich etwas
gefressen. Allerdings war er heute morgen schon wieder
so hippelig, das er oft umgefallen ist. Fast so, als
wolle er unbedingt raus und rennen. Gestern hat er kein
Valium bekommen, heute morgen habe ich ihm doch ¼
reingetan, mal gucken, ob er das nimmt. Ich finde es
wirklich merkwürdig, das er im Käfig solche Probleme
hat, auch wenn es dunkel ist und außen, im Licht, da
klappt es sehr gut."
Mail an Jeanette vom 08.10.2003
Hallo liebes Jeannette,
Bin gestern leider nicht mehr zum anrufen gekommen,
habe mit Dr. E 45 min. geplaudert :) War wieder sehr
unterhaltsam und auch beruhigend.
Das Schlumpi außen besser zurechtkommt als im Käfig
fand er sehr ungewöhnlich, normal müßte es andersrum
sein. Er vermutet, das Schlumpi entweder nicht gern im Käfig
ist oder das unsere Erziehungstheorie was wahres haben könnte.
Normal sagt er, finden es die Tiere besser, je weniger
Platz sie haben. Ich brauche ihn auch nicht mehr so
abzudunkeln, habe gestern gemerkt, das er weniger
kullert (aber immer noch oft) wenn er mitbekommt, was außen
los ist. Heute darf er mit Momo zusammen, hoffentlich
klappt das gut.
Ach ja, während des Telefonates hoppelte Schlumpi
draußen rum, böbbelte wie ein großer und ist hin- und
hergesaust, Holger findet es unglaublich.
Außen niest er auch kaum noch, er atmet auch normal.
Mit dem Niesen, das ist ebend nicht so gut, evtl.
machen wir nächste Woche nochmal ne AB-Kur, er hat aber
erstmal Lehrgang, am Freitag rufen wir uns nochmal
zusammen, sollte nix unvorhergesehenes passieren.
Cortison baut jetzt langsam ab, auch das entscheiden wir
nächste Woche.
Er kann sich auch vorstellen, das die Kopfhaltung bei
entsprechendem Training noch besser wird, aber O-Ton
"er wird einen Batscher zurückbehalten". Er
denkt auch, das der jetzige Zustand für Schlumpi schon
normal ist, Tiere könnten sowas gut kompensieren. Er
meinte auch wenn man Hunde oder Katze ein Bein
amputieren muß, gewöhnen die sich schnell und passen
sich leicht an O-Ton "die stehen dann nicht vor dem
Spiegel und jammern - ""Mei...mit 4 Beinen
hats doch schenner ausgschaut, wie das Fell jetzt
schlecht sitzt, eieiei"" ;) Typisch Doc. E.
Auf meine vorsichtige Frage, wie er die Chancen für
Schlumpsi einschätzt, sagte er (wie immer), es helfe
wenig, wenn er sich dazustellt, sorgenvoll den Kopf schüttele
und sage "Frau R., das sieht nicht gut aus",
Ich könne davon ausgehen, das ich es ihm anmerke, wenn
es hoffnungslos wird, solange er so flapsig ist, gibt es
auch Hoffnung.
Die Nacht hat der Kleine wieder weniger gefuttert, da
er kein Trockenfutter nimmt, kann ich es lt Doc. E mal
mit Vollkornkörnerbrot probieren, was denkst du?
Liebe Grüße und gute Besserung
Heike
Mail an Freunde vom 10.10.2003:
Hallo an alle,
wir haben uns ja jetzt eine Weile nicht gemeldet,
sorry. Hier mal kurz, wie es uns inzwischen ergangen
ist.
Die ersten 2 Wochen waren fast unerträglich schlimm,
oft habe ich mir für Schlumpi (vielleicht auch für
uns, ich weiß es nicht, der Anblick war wirklich
schlimm, Holger sagte "Ein Pferd hätte man längst
erschossen" ) gewünscht, das es zu ende ist :( Das
einzig positive war, das er regelmäßig gefuttert hat.
Jeannette und mein TA haben das ihrige geleistet, mich
vom Verzweifeln abzubringen, lieben Dank an euch ;)
In der 2. Woche war es dann so arg, das wir nachts um
11 in die Notapotheke sind und Valium besorgt haben,
damit Schlumpi ruhiger wird. Er überschlug sich nur
noch um sich selber :(((((
Wir konnten ihn nicht mal mehr rauslassen, er überschlug
sich fast nur noch. Mit dem Valium ging es dann besser,
aber gut, er war ja quasi "ruhiggestellt". In
der 3. Woche haben wir zuhause noch mal Cortison und AB
gespritzt, dazu Vit.-B-Komplex und Valium, es wurde tgl.
etwas besser mit dem Laufen. Zusätzlich mußte Schlumi
oft sehr stark niesen, die Nase wurde feucht, die Augen
etwas klebrig.
Naja...gestern habe ich ihn das erste mal kurz den
Kopf gerade halten sehen (ganz kurz, aber immerhin), er
ist wieder mit Momo zusammen draußen, überschlägt
sich nicht mehr, niest weniger. Laut Doc. E wird der
Kopf nie wieder vollständig gerade werden, aber für
Schlumpi ist das jetzt normal, mit etwas mehr Übung
wird es gehen.
Doc. E. denkt, das es jetzt so weit ist, das keine
akute Lebensgefahr mehr besteht, eine erneute Ansteckung
wäre äußerst unwahrscheinlich, aber wissen kann man
es nicht.
Schlumpi hat die ganze Zeit gefuttert und (weiß der
Geier wie) auch Fellpflege betrieben, die Hände
abgeschlabbert und mehr Willen und Mut gehabt als ich ?
;)
Zur Zeit frißt er noch sehr unregelmäßig, mal wie
ein Großer und mal wie ein Spatz, aber lt Doc. E. wird
sich das wieder normalisieren. Ich hoffe das beste,
Jeannette...Paket kann ich morgen von der Post holen,
vielen lieben Dank.
Ich betrachte es trotzdem noch etwas verhalten, ich
will mich nicht zu früh freuen, bei Rudi und Seppi ging
das ja auch gewaltig daneben :(
Auch wenn Doc. E Schlumpi das letzte Mal am Freitag
der 1. Krankheitswoche gesehen hat (also vor ca 3
Wochen), haben wir fast tgl. telefoniert, er war quasi
immer parat, auch nachts um 11 und am Sonntag. Ich schäme
mich richtig, weil ich oft an seiner Behandlung
gezweifelt habe, die Methode hieß...Ruhe und Geduld.
Naja...wenn man nix machen darf außer gucken, dann ist
es schwer, an eine Besserung zu glauben, aber wer
Schlumpi vor 3 Wochen gesehen hat und heute, der wird es
nicht glauben wollen, mit wie wenig man eine Besserung
erreichen kann. Jetzt ist Doc. E auf Lehrgang (nein,
keine Kaninchen, sondern was Vernünftiges, wie er mir
heute sagte *g*), am nächsten Freitag ist er wieder da,
ich hoffe, das nix schlimmes passiert.
Liebe Grüße
Heike"
Fax an meinen TA vom 10.10.2003
"Ich getrau es mich fast nicht zu schreiben, aber
seit Dienstag gibt es fast nix negatives zu berichten.
(…)
Also, seit er nicht mehr abgedunkelt steht, purzelt
er auch im Käfig bedeutend weniger, seit gestern habe
ich es gar nicht mehr gesehen. Die letzten Tage hat er
sehr gut gefuttert (…)
Mit Momo klappt es ganz gut, zum Glück vertragen sie
sich in etwa so, wie vor der Krankheit, keine große
Liebe aber auch keine Raufereien. Am ersten Abend hat er
sogar versucht, Haken zu schlagen, aber das ist nix
geworden ;)
Er schafft es inzwischen selbst aus der Käfigunterschale
und in seine Katzentoilette kommt er auch rein und raus.
Auf dem Parkett hat er noch Probleme, gestern ist er
ganz selbstbewusst aufs Parkett, kam dann aber, obwohl
es gut ging, ins Trudeln. Danach war er fix und alle.
Er ist sehr ruhebedürftig und kommt sehr lange zum
streicheln, heißt das, das die Krankheit wieder
losgeht?????
(…) Gestern habe ich gesehen, das er den Kopf 100%
gerade hatte, ich konnte es gar nicht fassen, aber mein
Mann (Sie erinnern sich an "das Pferd, das
erschossen gehört) sagte, er hat das auch schon
gesehen.
PS: Das Niesen und die Augen sind besser geworden.
Fragen, wenn wir heute telefonieren:
- 1. Ist das unregelmäßige Freßverhalten
bedenklich?
- 2. Ist sein gesteigertes Ruhebedürfnis normal für
das jetzige Stadium
- 3. Die letzten Tage hatte er viel
"Neues" erlebt (Momo, mehr Auslauf) wirkt
sich das negativ auf den Heilungsprozeß aus oder fördert
es diesen?
- 4. Kann er sich in der Wohnung (zB über den
Teppich) neu infizieren)
- 5. Die Krankheit ist am 14.09. ausgebrochen, ab
wann kann man davon ausgehen, das das gröbste überstanden
ist?"
Telefax an meinen Tierarzt am 17.10.2003
"Also…von seiner ganzen Art ist Schlumpi
wieder wie vor dem Ausbruch der Krankheit, er tobt rum,
schlägt Haken (ja, auch das geht schon wieder J ) und
streitet mit Momo. Außerdem macht er Männchen am
Gitter und versucht seit 2 Tagen, auf jede Erhöhung
hochzuhüpfen. Der Kopf ist immer noch schief, aber
teilweise kann er ihn kurzzeitig (im Sekundenbereich)
gerade halten.
Seit letzten Sonntag nimmt er auch wieder
Trockenfutter, er futtert so viel wie vorher, teilweise
auch mehr weil er zum aufpäppeln über den Tag verteilt
das doppelte bekommt.
Die Verdauung wird auch besser, die Böbbel größer,
allerdings hat er recht viel Harngrieß.
Wegen dem Niesen…das beunruhigt mich am meisten.
Manchmal beobachte ich es den ganzen Tag nicht und dann
ist es so extrem, das man es durch drei geschlossene Türen
hören kann. Auswurf habe ich aber keinen mehr gesehen,
das linke Nassenloch ist leicht feucht, das obere rechte
meist trocken Auch die komischen Brummelgeräusche
kommen oft vor, meist beim putzen. (…)"
Mail an Jeannette und Telefax an meinen Tierarzt
am 20.10.2003:
Hallo liebes Jeannette,
Hier unser Fax, Doc. E hat sich noch nicht wieder
gemeldet :(
Obwohl ich doch die unteren Eingänge der Burg
zugemacht habe, ist Schlumpi oben reingehüpft. Seitdem
ist er nimmer zu halten, saß gleich ganz oben und war
nicht mehr raus- und runterzubringen ;)
Liebe Grüße
Heike
"Guten Morgen Dr. Eisele,
also... Schlumpi hält den Kopf inzwischen wieder
fast gerade, beim Freilauf merkt man gar nix mehr,
mittlerweile kann er auch wieder in seiner 2-stöckigen
Burg rumtoben, besser gesagt, er ist dort nicht mehr
rauszubringen :-)
Allerdings sieht das linke Auge (das was unten war)
irgendwie komisch aus, wie wenn er schielt oder so. Die
Pupille ist aber nicht grau.
Die Niesanfälle sind nach wie vor sehr heftig, es
schüttelt ihn regelrecht durch, was machen wir da?
Nochmal eine AB-Behandlung oder eine Nasenspülung?
Ausfluß aus der Nase ist keiner, er niest auch überwiegend
im Käfig, draußen gar nicht. Er hat im Käfig aber
noch immer die Tücher und das Heu, was er zZt hat, ist
nahezu staubfrei.
Was mir aufgefallen ist...bevor die Krankheit
ausgebrochen ist, schien er Probleme beim
"pullern" zu haben, er hebt den Po und drückt,
aber es geht nicht immer was. Ich dachte damals, das er
sich vielleicht leicht verkühlt hätte, er war ja
teilweise draußen.
Am Wochenende habe ich beobachtet, daß er das wieder
macht. Er sitzt total konzentriert, Püschel hoch und
kann aber wohl nicht. Jetzt mache ich mir natürlich große
Sorgen, das alles von neuem losgeht. Sollten wir da
vorsorglich noch mal Panacur geben?"
Schlumpi hatte sich im Laufe der nächsten Wochen
fast vollständig erholt, der Schnupfen und die
Niesattacken sind verschwunden, seit Frühjahr 2004
bekommt er wieder normale Käfigeinstreu.
Zurückgelieben ist eine sehr leichte
Kopfschiefhaltung, die nur Eingeweihte bemerken und eine
Sehschwäche auf einem Auge. Bei Streß und Aufregung
wird es kurzzeitig schlimmer, gibt sich aber meist recht
schnell wieder.
Eigentlich soll er vor jeder vorhersehbaren
Stresssituation Beruhigungsmittelchen bekommen, aber er
nimmt weder Tabletten noch Tropfen. So muß es ohne
gehen, bisher (*toitoitoi*) hat er alles (Impfungen etc)
gut weggesteckt.
Die bei unserem Fall angewendete Behandlung:
Die erste Woche:
5 Tage hochdosierte Vit.-B-Komplexe und Kortison per
Spritze
Furosimid am Montag (zur Entwässerung)
Baytril am Montag und am Dienstag
Panacur Montag bis Mittwoch 2x2 ml täglich
Infusionen, um Nierenschäden vorzubeugen Freitag
der ersten Woche ein Kortisondepot und
Polybion-Tropfen (Vitamin-B-Komplex) zum eingeben (tgl.
10 Tropfen).
Ab Donnerstag der 2. Woche Diazepantabletten
zur Beruhigung
Am 16 Tag der Krankheit ein weiteres
Kortisondepot sowie 5 Tage lang Cloramphenicol (per
Spritze zuhause)
Gegen den Schnupfen haben wir es mit Thymiantee und
Kindernasentropfen versucht, leider ohne Erfolg, weil
Schlumpi nicht still halten wollte ;)
Weitere Tipps für e.cuniculi-Patienten und
Kaninchenhalter:
- Wichtig ist, das ihr ruhig bleibt, auch wenn es
schwer fällt. Jede Aufregung überträgt sich auf
das Tier und beunruhigt es zusätzlich.
- In den ersten Tagen sollte das Tier in einem
abgedunkelten Raum stehen, in dem es viel Ruhe hat.
- Wenn möglich, gebt die Medikamente zuhause, auch
Spritzen. In der akuten Phase verschlimmert jede
Aufregung den Zustand des Kaninchens.
- In dem Bericht von Fr. Dr. Drescher wird von
Euthanasie nach ca. 5 Tagen gesprochen, sollte sich
keine wesentliche Besserung einstellen - hätten wir
das befolgt, wäre unser Schlumpi heut nicht mehr,
obwohl er wieder gesund geworden ist. Mein Tierarzt
spricht von ca 6 Wochen (vorausgesetzt, die
Vitalfunktionen sind in Ordnung), erst nach diesem
Zeitraum sollte man über Einschläferung
nachdenken. Bei uns ist es anfangs täglich
schlimmer geworden, trotz intensiver Behandlung.
- Ein sehr hilfreiches Mittel in der schlimmsten
Phase waren die Diazepan-Tabletten (so was ähnliches
wie Valium), Schlumpi wurde dadurch bedeutend
ruhiger und konnte sich besser bewegen (ohne
Umfallen etc).
- Gleich zu Beginn haben wir statt Käfigeinstreu
Handtücher in den Käfig gelegt, dadurch
"kullerte" Shlumpi etwas weicher und hatte
auch einen besseren Halt, zudem war die Kotkontrolle
einfacher.
- Laut Aussage meines Tierarztes werden die
Hirnfunktionen der befallenen Regionen von anderen
Teilen des Gehirns mit übernommen, allerdings
dauert es anfangs, bis sich das Tier in seine neue
Situation eingelebt hat.
- Wer mehrere Tiere hält, sollte auch bei den
gesunden eine Panacur-Kur machen, da sich der
Erreger auch über Kot und Urin verbreitet.
- Die Krankheit kann recht langwierig sein, der
Anblick des kranken hilflosen Tieres ist oftmals
sehr schlimm - trotzdem sollte man (wenn die
Vitalfunktionen ok sind) nicht zu früh aufgeben.
Wichtig ist Geduld und Ruhe sowie ein erfahrener
Tierarzt.
Copyright Heike Reinicke
Stand: 08/2004
Seppel123@aol.com
Max
Max und seine Schwester Rebecca
wurden mit ca. 4 Wochen von der Mutter getrennt und
bei der Tierhilfe abgegeben, also viel zu früh. Wir
hatten unser Freigehege erst fertiggestellt und dann
dort eine Gruppe von 5 Kaninchen ausgesucht, darunter
auch die beiden Kleinen. Die Zusammenführung mit den
3 bereits erwachsenen Tieren erfolgte dort bei der
Tierhilfe, eine Woche später wurden sie zu uns
gebracht. Nach den Schilderungen der
Tierhilfe-Mitarbeiter war diese Zusammenführung sehr
stressig, aber von dem Moment an, als die Tiere bei
uns in ihrem Freigehege waren, haben sie sich alle
sehr gut verstanden. Max und seine Schwester waren zu
diesem Zeitpunkt ca. 6 Wochen alt.
> Im Alter von ca. 11 Wochen wurde Max frühkastriert,
was er problemlos überstanden hat. Er wurde am Tag
nach der Kastration wieder zu den Anderen ins Gehege
gesetzt, es ging alles sehr gut.
> Ca. 3 Wochen nach der Kastration saß ich bei der
Mittagsfütterung bei den Kleinen und habe sie
beobachtet, als Max während des Fressens plötzlich
krampfartig den Kopf auf die linke Seite drehte,
krampfte und auf die linke Seite fiel. Er stand wieder
auf, nahm einen Happen Futter, der Kopf ging wieder
nach links, der nächste Krampf. Wir sind sofort zum
Telefon gestürzt, unser TA war nicht da, also den
Notdienst angerufen. Dort konnten wir sofort kommen,
die krampfartigen Anfälle kamen die ganze Zeit ca.
alle 2 Minuten. Beim TA wurde gleich die Diagnose
E.cuniculi gestellt - nach Augenschein. Sie - die Tierärztin
- gab eine 50 %ige Überlebenschance, sie erzählte
etwas von Vitaminmangel, als ich nach der Ursache
fragte. Sie spritzte ihm ein Antibiotikum, sonst
nichts.
Alles in allem erschien mir das Ganze ziemlich
inkompetent.
Wieder zuhause, wurden die Anfälle von Max weniger,
sie kamen nur ca. alle 1/2 Stunde. Ich habe dann im
Internet geforscht, hatte zu diesem Zeitpunkt sehr
wenig Erfahrung mit Kaninchen und hatte noch nie etwas
von E-cuniculi gehört.
Bei meiner Recherche stieß ich dann auf den Artikel
von Fr.Dr. Drescher, habe ihn mir ausgedruckt und bin
damit am nächsten Tag zu meinem Tierarzt, der von
dieser Behandlungsmethode auch noch nie etwas gehört
hatte, aber sich bei mir bedankt hat, das ich ihm
diese Informationen bringe.
Max krampfte weiterhin ca. alle 1/2 Stunde, das sah
folgendermaßen aus: der Kopf drehte sich nach links
bis etwa 90 Grad, die ganze linke Seite versteifte
sich und er fiel auf die Seite. Nach ca. 1 Minute
konnte er sich wieder bewegen, allerdings hatte er in
der krampffreien Zeit immer eine leicht
Kopfschiefhaltung. Er hat zum Glück auch gefressen.
Ab Sonntag bekam er dann für 10 Tage Chloramphenicol
in der für sein Körpergewicht empfohlenen Dosierung,
dazu Panacur für 30 Tage. Die anderen 4 Kaninchen,
die keinerlei Symptome zeigten, wurden auch
vorsorglich die 30 Tage mitbehandelt.
> Montag gingen wir nochmals zum Tierarzt zur
Blutabnahme (die die Bestätigung brachte, das es sich
um E.cuniculi handelt) danach spritzten wir ihm das
Chloramphenicol selbst, um ihm den Stress der
Tierarztbesuche zu ersparen. Es ging sehr schnell aufwärts
mit ihm, nach 3 Tagen hatte er überhaupt keine Krämpfe
mehr, nach ca. 1 Woche war auch die leichte
Kopfschiefhaltung verschwunden.
Bis jetzt kam es zu keinem Rückfall, ich beobachte
die Rasselbande sehr gut, um gegebenenfalls gleich
reagieren zu können.
Er war die ganze Zeit seiner Akuterkrankung in der
Gruppe, wurde also nicht von seinen Freunden getrennt,
da wir ihm den Stress einer Einzelhaltung nicht antun
wollten und wir auch beobachtet haben, das die anderen
Kaninchen auf seine Anfälle überhaupt nicht
reagierten.
Wenn ich über andere Krankheitsverläufe von
E.cuniculi lese, haben wir wohl wirklich Glück
gehabt.
Mowglie
Meine Geschichte ist 9 Jahr alt. War gerade im Internet
am Schauen, weil ich erstmalig nach meiner Erfahrung vor
9 Jahren, vor 3 Tagen 2 süße Widder-Kaninchen von 4
Monaten aufgenommen habe.
Vor 9 Jahren hatte ich den 3 jährigen Mowglie
(aus dem Zoogeschäft gekauft, schäm) und hatte aus dem
Tierheim ein Kaninchenmädchen von 6 Monaten
dazugesetzt. Das ging auch wunderbar und war Liebe auf
den ersten Blick. Aber leider fand ich Bagira nur 1
Woche später unter dem Bett liegend, die Hinterläufe
waren völlig bewegungsunfähig. Ich weiß noch, dass es
Ostermontag war und ich meine Tierärztin nicht
erreichen konnte. Der Notfallarzt, hat sie angeschaut
und gesagt die Wirbelsäule wäre gebrochen und man könne
nix mehr machen. Also wurde sie eingeschläfert. Geröngt
wurde nicht. Für mich war das immer ein Rätsel, wie
und wobei sie sich die Wirbelsäule gebrochen haben
sollte, bis ich heute auf Eure Seite gestoßen bin. Auf
jeden Fall hat Mowglie genau 2 Wochen später abends
irgendwie komisch ausgeschaut, dass weiß ich noch ganz
genau, kann aber leider nicht mehr erklären, was mich
da so unruhig gemacht hat, aber am nächsten morgen saß
er an seinem Lieblingsplatz und hatte das Köpfchen
schief. Wieder nur einen Notfallarzt erreicht, diesmal
eine Tierärztin, die ihm gleich was gespritzt hat und
mir Medikamente mitgab. Meine Tierärztin hat dann noch
eine Woche mit mir gemeinsam um sein Leben gekämpft.
Hab mir Urlaub genommen und nur noch bei ihm auf dem Fußboden
gepennt. Konnte keiner in meinem Umfeld verstehen, aber
dieses Kaninchen war einfach was besonderes, ich hatte
vorher auch schon als Kind Kaninchen und mir stehen
jetzt noch die Haare zu Berge, wenn ich dran denke, was
wir da alles falsch gemacht haben. Aber dieses Kaninchen
hab ich mir bewußt als Erwachsener gekauft und er war
wie ein Hund war so zutraulich. Er hat sogar meine
Katzen angefallen und gebissen und sich nix gefallen
lassen, aber leider wurde sein Zustand eines Nachts so
schlecht, dass er Purzelbäume im Käfig geschlagen hat,
ich hab ihn zu mir ins Bett genommen und nur gehofft,
dass es bald Zeit ist um meine Tierärztin zu erreichen
und ich wusste auch, dass ich ihn nun Erlösen lassen muß.
Es war soooo schrecklich. Er wurde eingeschläfert und
ich hab bis vor 3 Tagen nie mehr Kaninchen geholt, weil
ich dachte, ich vergleiche alle mit ihm. Hätte ich Eure
Seite damals schon gefunden, hätte ich vielleicht
beiden besser helfen können.
Silke Stork
Krümel
Ich hatte mittlerweile das 3.kaninchen. Das erste
hatte ich vor ca. 10 Jahren, ein Widder namens Snoopy. Er
war außerdem Albino. Gekauft hatten wir ihn in einer Zoohandlung.
Mit der Zeit bekam er immer ganz merkwürdige Anfälle
und keiner konnte sich die so richtig erklären. Auch
der Tierarzt wusste nicht was das war. Um Snoopy diese Anfälle
weiterhin zu ersparen, ließen wir ihn damals einschläfern.
Danach bekam ich dann Hanson. Ihn bekam ich von meiner Tante.
Sie hatten damals einen Wurf mit ca. 6 kleinen Kaninchen.
Hanson war richtig alt. Er war 9 Jahre alt geworden und
eigentlich immer recht fit. Leider musste er am 7.3.2004
eingeschläfert werden, da er durch sein Alter Nierensteine
bekommen hatte. Das war damals für mich der reine Horror.
Ich hatte ihn so geliebt. Sie war immer meine kleine Dame
Dann entschlossen wir uns im letzten Jahr ( es war der
23.12.2004 ) ein neues Kaninchen zu kaufen. wieder in
einer Zoohandlung. Mir hatte es ein kleiner Widder
angetan. ein Böckchen, geboren im Oktober 2004. Er kam
aus einer Teutozucht. Mein Freund war damals erst nicht
100% überzeugt und ich dann auch nicht so, als die Verkäuferin
meinte so sieht er top aus nur was im Köpfchen ist, weiß
ja keiner. Naja ich hätte vielleicht damals schon
nachfragen sollen, was sie genau meint.
Die erste Zeit verlief gut. Nur was mich immer wieder rätseln
ließ war das Krümel nie gerne angepackt wurde - es
wurde zwar besser aber nie so 100%, tragen ließ er sich
gar nicht und die meiste Zeit kroch er über den Boden.
er hüpfte kaum. Kroch immer geduckt über den Boden. Dann
wurde es mal besser und er schlug Haken und wurde auch
lockerer, dann kam wieder eine zeit und es kam mir vor
als hätte sich nichts bei ihm verändert. Er hatte auch
Zeiten an denen er am liebsten nur tagelang im Käfig
verbrachte.
Dann passierte es am 30.4. (SA). Ich ging wie gewohnt an
diesem Tag zum Käfig und dachte ich lasse jetzt den Käfig
mal auf, da er schon 2 Tage wieder nicht raus wollte. Nur
dazu kam ich schon nicht mehr. Er fing an sich zu
drehen, überschlug sich, verdrehte den Kopf und atmete
schwer. Außerdem konnte er nicht richtig laufen, man
konnte denken er hatte sich einen Hinterlauf gebrochen.
Ich holte ihn unter Tränen aus seinem Käfig und hatte
große Mühe ihn fest zu halten. Ich rief sofort die Tierärztin
an und fuhr dann gleich zu ihr. Sie fragte nach meiner Schilderung
ob er irgendwo runter gefallen ist. Ich verneinte und
erzählte auch das sein Kopf so merkwürdig sei. Sie
holte ihn aus der Box und meinte er hat sicher die
Sternenguckerkrankheit ( auch Schiefhals genannt ) und
setzte ihn auf den Boden. Hierbei bestätigte sich ihre
Vermutung.
Sie gab ihm Antibiotika, entzündungshemmende Mittel und
Vitamin-B-Komplex und zu Hause sollte ich ihm eine
Kochsalzlösung zum Trinken geben. Und den Raum
abdunkeln. Ich hielt mich daran doch Krümel mochte die
Lösung nicht und trank sehr wenig. Dann flößte ich
ihm dies per Spritze ein. Er saß dann nur noch in der
Ecke und bewegte sich sehr wenig. Am Sonntag dann konnte
er kaum noch laufen. Er zog seine Beinchen hinter sich
her, fraß kaum noch und nahm nur etwas zu sich, wenn
ich ihm es "klein" machte und einflösste. Die
Drehbewegungen blieben im erträglichen Rahmen.
Montags hatte ich dann wieder einen Termin. Da ich früher
von der Arbeit heim ging, beobachtete ich ihn eine
Weile. Er war plötzlich viel "verschmuster",
ließ sich kraulen etc. Außerdem konnte er seine Beine
wieder bewegen und lief im Käfig herum. Essen und
trinken blieb wie am Wochenende. Die Nacht verbrachte
ich dann vorm Käfig um zu schauen wie es ihm ging.
Bei der Tierärztin berichtete ich ihr vom Wochenende
und auch vom Trinken. Er bekam nochmals Antibiotoka etc
gespritzt. Dann wollte sie außerdem nach seinen Zähnen
schauen. Doch voller Panik riss er sich dann die Instrumente
aus dem Maul und verletzte seinen Zahn. Mir war dann
alles zu viel. Mir wurde schwindelig und ich wusste wenn
es ihm weiter so schlecht geht, wird sie ihn einschläfern.
Der nächste Termin stand für FR (morgen) und hierbei
stand auch fest, daß er wenns ihm nicht besser gehen würde,
muss er eingeschläfert werden.
Ja ab Montag ging es ihm dann rapide schlechter. In der
Nacht war ich ab 2h30 fast jede 10 Minuten bei hm, da er
sich überschlug, verdrehte etc. Ich nahm ihn dann immer
in den Arm bis er ruhig war. Irgendwann gegen 5h kam ich
dann auf die Idee doch Licht an zumachen. Von da an war
er dann ruhiger.
Am Dienstag morgen stellte ich ihm dann normales Wasser
hin, worauf er sich richtig stürzte, ich war happy, ihn
endlich trinken zu sehen. Dann kam ich dann von der Arbeit
und musste feststellen das er in dieser Zeit wohl völlig
die Kontrolle verloren haben musste. Der ganze Käfig
war fast leer von Streu, alles lag kreuz und quer
verteilt. Er lag verkrampft im Käfig, den Kopf in
seitlich zur Decke gedreht. Ich nahm ihn sofort auf
meinen Arm. Ich streichelte ihn bis er ruhiger wurde. An
diesem Tag war ich eigentlich fast nur dort da er ständig
wieder in dieses Muster verfiel. Außerdem fütterte ich
ihn und gab ihm was zu trinken. Ich hatte Angst er würde
austrocknen. so verlief dann auch die Nacht.
Mittlerweile musste ich sogar der Ärztin zu zustimmen,
was eine Einschläferung anging.
Ja und dann am Mittwoch rief ich dann nachmittags die Ärztin
an und stimmte ihr zu. Es war unheimlich schwer für
mich. Gegen 17.55h waren wir dann bei ihr und gegen 18h
schlief er dann friedlich ein. Ohne Schmerzen, ohne
diese Verdrehungen etc - es wird ihm jetzt besser gehen,
da bin ich mir sicher, aber es tut unheimlich weh. Erst
Hanson im letzten Jahr und gestern mein Schatzi Krümel.
Ich habe mich danach dann noch mit der Ärztin
unterhalten bzw mein Freund. Sie sagte dann auch, daß Snoopy
wohl die gleiche Krankheit hatte und das eben solche Krankheiten
oft bei überzüchteten Kaninchenarten vorkommen. Ich
weiß nur das ich jetzt erst mal keins mehr haben möchte.
Es tat genug weh. Ich vermisse sie alle.
Heute haben wir dann alles weg geräumt und da kommen
eben die Erinnerungen wieder. Vor allem ist es auch sehr
traurig, da Krümel gerade 7 Monate alt war, noch sehr
jung. Er wollte noch soviel entdecken der kleine Schatz.
Ich kann jedem echt nur abraten davon. Es tut nur
unheimlich weh wenn das Kaninchen dann eingeschläfert
werden muß. Ich werde mir kein Kaninchen mehr in einer
Zoohandlung kaufen. Es war das 2. mit dieser Krankheit
von einer Tierhandlung. Hanson hingegen war das "Kind"
einer Häsin vom Bauern und er hatte nie große Krankheiten.
Mimi
Das Kaninchen erkrankte
sehr stark. Anfangs fiel es dauernd hin und hatte
Panik. Vom zweiten Kaninchen wurde es angegriffen und
musste abgetrennt werden. Die Krankheit
verschlechterte sich während der ersten 5 Tage stark
trotz Medikamentation mit Panacur und Cortison.
Encephalitozoonose wurde festgestellt. Wir legten das
mittlerweile völlig bewegungsunfähige Tier in einen
Wäschekorb, auf allen Seiten mit Tüchern
ausgepolstert. So konnte es in Panik nicht
herumrollen. Das Kaninchen musste 24. Stunden am Tag
betreut werden. Alle 1-2 Stunden musste es gefüttert
werden. Mundgerechte Futterstücke hielten wir ihm an
die Lippen. Das Tier frass dann mit grossem Appetit
(es nahm während der Krankheit sogar zu!). Es schlief
sehr viel. Vor allem nach dem Fressen. Das Fressen
schien es sehr zu erschöpfen.
Die erste Besserung zeigte sich nach ca. 10 Tagen. Da
konnte das Kaninchen plötzlich, wenn es allseitig
gepolstert war, auf den Füssen stehen. Dann besserte
sich der Zustand täglich. Nach 2 Wochen konnte es
wieder alleine stehen und fressen. Nach 2,5 Wochen
konnte es wieder laufen. Nach 3 Wochen fiel es nicht
mehr um und nach ca. 4 Wochen war auch der
mittlerweile nur leicht schiefe Kopf völlig
verschwunden. Das Kaninchen war völlig gesund. Einzig
blieb eine Inkontinenz mit wechselnder Stärke. Es
kann das Wasser nicht mehr gut halten. Die ganze
Genesung schien wie ein Wunder. Die Tierärzte hätten
das Kaninchen schon lange eingeschläfert und rieten
uns auch dazu. Heute, 1,5 Jahre später, ist es ca 7
Jahre alt und immer noch fröhlich und gesund.
Also: Bloss nie zu früh einschläfern, es kann Wochen
dauern, macht viel Mühe, lohnt sich aber auf jeden
Fall!

Gioia
hatte zum 1.mal einen Krampf, nachdem ich mit ihr
beim Tierarzt wegen ihrer Zähne war. Sie hat eine
Zahnfehlstellung und die Zähne müssen 1 mal pro
Monat vom Arzt gekürzt werden. Ich habe gehört,
dass Schockzustände diese Krankheit hervorrufen können,
und da sie grosse Angst hatte, nehme ich an, wird
das der Grund für diesen Virusausbruch gewesen
sein!
Die Krämpfe waren schon von Anfang an recht stark,
(man kann es sich vorstellen wie einen
Epilepsieanfall) sie krümmte sich und die
Hinterbeine zappelten...es war schrecklich! Leider
hatte der Arzt nicht sofort bemerkt, dass es sich um
Enzephalitozoon Cuniculi handelt. Vielleicht
deswegen, da Gioia keinen Schiefhals hat. Zuerst
bekam sie Medikamente gegen Epilepsie, als das
nichts nützte, verlangte ich einen Bluttest und
siehe da, die Krankheit wurde bestätigt! Gioia
bekam 4 Wochen lang Panacur. Die Krämpfe waren zum
Glück nicht mehr so stark und hörten nach einigen
Wochen auch auf. Vor einer Woche jedoch hatte sie
wieder einen Krampf. Der Arzt verschrieb ihr
nochmals eine 4wöchige Kur mit Panacur, dieses
Medikament scheint bei Gioia wirklich zu wirken! Der
Arzt meinte, wenn die Krämpfe so selten vorkommen
und sie normal frißt und lebenslustig ist, wäre
das nicht so schlimm...
Gioia ist ein Riesenschatz, sie schmust gerne,
spielt fangen mit meinem kater und ist auch sehr
verfressen! Zum guten Glück hat sie auch
keinen Schiefhals!
Ich denke mir, solange sie noch so fit und munter
ist, kann ich die wenigen Krämpfe verantworten,
aber ich habe mir geschworen, dass wenn es schlimmer
werden würde, dann werde ich meinen Schatz nicht
leiden lassen und ihn von seinen Qualen erlösen.

Hallo, leider hat mein
Kaninchen E.C. bekommen und zur Zeit weiss ich
nicht ob sie es schafft. Vor ca. 6 Wochen ist ihr
Freund Hoppel(7 Jahre) gestorben, er hat sich das
Bein gebrochen, wurde operiert und der Kreislauf
versagte. Dann habe ich hin und her überlegt ob
ich wieder einen dazuholen soll und weil ich
eigentlich keine Häschen danach mehr möchte,
wollte ich ein Kaninchen, das genauso alt ist wie
Bommel, das war nicht so einfach, anscheinend ist
7 schon alt, aber ich bin fündig geworden im
Tierheim Bonn und wir haben Commodore dann zwei
Wochen später geholt. Die zwei hatten sich die
ersten paar Tage nicht viel zu sagen, aber dann
sind sie doch ein richtiges Liebespärchen
geworden, sooo süss. Dann der Schock - letzte
Woche Sonntag sass meine Bommel im Käfig und
drehte sich hysterisch im Kreis und hielt den Kopf
total schief, sie konnte nicht mehr geradeaus
laufen. Ich habe direkt Panik bekommen und bin zum
Tierarzt. Die Tierärztin diagnostizierte E.C.,
gab ihr Cortison und Panacur, welches ich
mitbekam. Sie meinte die Chancen stehen 50/50.
Schon einen Tag später ging es Bommel besser und
am zweiten schon viel besser, drei Tage hinter
einander war ich beim Tierarzt und ich dachte, sie
sei über den Berg. Aber jetzt bin ich am
zweifeln, da sie sooo doll abgenommen hat und nun
auch nix mehr frist. Morgen fahre ich nochmal zum
Tierarzt und ich weiss nicht wie es weitergeht.
Anm.: Bommel verstarb 13
Tage nach Ausbruch der Krankheit an unbekannter
Ursache.
Es fing alles am Sonntag an.
Als ich ins Zimmer kam, saß meine Flecki da und
wollte nichts mehr freßen. Sind sofort zur
Tierklinik gefahren, aber die sagten uns nur, daß
sie vielleicht Bauchweh hat, auch auf dem Röntgenbild
war nichts zu sehen. Sie meinte, wir müssen sie
zwangsernähren, was wir auch taten.
Abends wurde es dann immer schlimmer. Sie konnte
die Hinterpfoten nicht mehr bewegen und lief
abwechselnd damit, sah komisch aus. Hoppeln konnte
sie nicht mehr. Daraufhin sind wir wieder zur
Klinik gefahren, aber die haben ihr nur Kochsalz
per Infusion gegeben, damit sie nicht austrocknet
und uns wieder nach Hause geschickt.
Am nächsten Morgen saß sie nur noch rum und kam
auch nicht mehr, wenn ich sie gerufen habe. Wir
sind wieder zur Klinik und da meinte eine, daß
sie vielleicht gefallen ist, da sie nicht mehr
hoppeln kann. Sie spritzte Cortison und schickte
uns wieder nach Hause.
Am letzten Tag war es noch schlimmer. Flecki
konnte nicht mehr sitzen, sie lag mit dem Köpfchen
auf dem Boden. Sind dann wieder hin und sie bekam
wieder nur Cortison und die Ärztin meinte, sie
muss eingeschläfert werden, wenn es abends nicht
besser ist.
Ich habe mir im Internet eine TA-Praxis gesucht,
die sich auf Kaninchen spezialisiert hat und als
mein Mann nach Hause kam, sind wir 50 km weiter
gefahren und zu der Praxis.
Die TA meinte sofort, es sieht nach E.Cuniculi aus
und hat auch die Reaktionenn in den Pfoten geprüft.
Sie hat nicht reagiert. Es ging ihr da schon sehr
sehr schlecht. Der Kreislauf war im Keller. Sie
wollte Blut abnehmen, aber fand keine Vene mehr
und beim zweiten Versuch ist meine Flecki dann
gestorben. Der Kreislauf hat einfach nicht mehr
mit gemacht.
Ich bin so sauer und gleichzeitig traurig, da
hier, wo ich wohne, kein TA die Krankheit erkannt
hat. Vielleicht wäre meine Flecki dann noch da.
Sie wäre im Juni 4 Jahre alt geworden und war
super anhänglich. Wo ich war, kam sie immer
mit.Sie fehlt mir so. Hätte mich gefreut, wenn
mein Baby sie noch gekannt hätte. Bin im 8.Monat
schwanger und es ist echt nicht einfach. Wäre
sicher schön geworden.
Hoffe das es ihr jetzt gut geht und sie keine
Schmerzen mehr hat.

Tinca starb Ende Mai 2002 an
Nierenversagen ( eingeschläfert)
Tincas Vater wurde auch wegen Nierenversagens
eingeschläfert...
ich dachte zuerst an einen Zusammenhang wegen der
Veerbung... später stellte sich aber heraus, (
Tierzeitungsbericht) das durch die Eingabe von
Chloromycetin Schädigungen der Niere eintreten können
... es hätte unmittelbar eine Nachbehandlung
vorgenommen werden müssen.. das Medikament ist
mir jetzt leider nicht mehr in Erinnerung.
Eine Behandlung war nicht mehr möglich, da nur
noch ein Drittel einer Niere in Funktion war ..(
Blutabnahme und Diagnose durch Tierarzt)
Die Symptome waren Appetitlosigkeit und
Schlappheit .. das Fell wirkt stumpf und fühlt
sich auch seltsam an .
Ich hoffe das Tincas Krankheit anderen Kaninchen
erspart bleibt.

Lucy
kam im November 2004 zu mir. Dank schlechter
Haltung des Vorbesitzers und im Tierheim hatte sie
leichte Unterernährung und einen
Gehfehler(schlechter Muskelaufbau). Im Januar
hatte ich sie soweit, dass sie Vertrauen zu
Menschen gefasst hat und Idealgewicht hat. Dank
24-Stunden Freilauf ist ihr Gehfehler kaum noch
merklich. Mitte Januar holte ich ihr einen
Partner, mit dem sie sich sofort gezofft hatte.
Bei einem besonders heftigen Kampf fügte sie dem
anderen Kaninchen eine Fleischwunde zu, die genäht
werden musste.
Sie selbst hielt nach dem Kampf den Kopf schief
und lief im Kreis, fand ihre Rückzugshöhle
nicht.
Dank dem Tipp aus einem Kaninchenforum ließ ich
sie sofort auf E.C. untersuchen. Noch am selben
Tag bekam sie das erste Mal Panacur und Vitamin-B
Komplex.
Die Ergebnisse der Blutuntersuchung 3Tage später
bestätigten den Verdacht.
Den Kopf hielt sie nur leicht schief. Wenn es zu
Stress kam (TA-Besuche), sah es richtig schlimm
aus. Das andere Kaninchen kam sofort weg (in
gute Hände mit anderen lieben Kaninchen), wurde
aber zur Vorsorge mit Panacur behandelt.
Die ersten Tage verschlimmerte sich ihr Zustand.
Frischfutter musste ich ihr direkt vor die
Schnauze halten, damit sie es fand. Ihre Rückzugshöhle
füllte ich mit Heu. Sie kam aus dieser tagelang
nicht raus, fraß aber genug Heu und trank genug
Wasser.
Ab der 2.Wochen stellte sich eine Besserung ein.
Sie hatte keinen schiefen Hals mehr, fiel aber
beim Männchen-machen noch um und verlief sich ab
und an in der Wohnung.
In der 4.Woche war nichts mehr an Symptomen zu
merken. Sie bekam vom ersten Tag an morgens und
abends 75mg Panacur bis eine Woche nachdem die
letzten Symptome abgeklungen waren. Ich fuhr 3
Wochen lang alle 3 Tage zum TA, damit sie ihren
Vitamin-B- Komplex bekam.
Aufgrund ihrer hohen Aggressivität anderen
Kaninchen gegenüber, weil sie Dauerschnupfen hat
und weil die Gefahr eines Rückfalls durch Stress
sehr hoch ist, ist sie seit dem alleine
geblieben.
Ihr Alter ist unbekannt, aber laut TÄ kann man
von einem Alter von mind. 8 Jahren ausgehen.
Allgemein geht es ihr gut, aber es gibt Tage, an
denen man merkt, das sie wohl nicht mehr lange
leben wird...
Als ich Freitags die Rolläden
hochzog, nahm ich sofort eine Veränderung im
Verhalten unseres Bennys wahr! Er zuckte mit einem
Auge sehr stark und der Kopf wackelte! Er war
orientierungslos! Ich beobachtete es 3 Stunden, und
danach bin ich sofort! zum Tierarzt! Er meinte, das
das schnelle handeln ihm sehr geholfen hat. Er bekam 2
Spritzen (Antibiotikum, und Cortison), die Diagnose
wurde sofort richtig gestellt, was auch ernorm wichtig
war. Die Ohren waren ok! Nachdem ich Samstags noch mal
da war, die gleiche Prozedur, gaben wir ihm Sonntag
eine Tablette, natürlich zerkleinert und in Wasser
aufgelöst! Von Tag zu Tag ging es ihm zusehends
besser, erst wackelte der Kopf nicht mehr, dann ging
das Augenzucken zurück! Wir mussten ihm alle paar
Stunden Wasser anbieten, was er selbst nicht mehr
fand, (orientierungslos) und er nahm es sehr dankbar
an!!! Darin waren dann Vitamin B-Tropfen in erhöhter
Dosis enthalten! Gefuttert hat er immer, zwar nur was
um ihn rum lag, und auch nur Heu, aber immerhin, er
fraß! Sonst schlief er viel, war teilnahmslos, aber
nach ca. 5-6 tagen haben wir dann mal Lieschen zu ihm
gesetzt, damit er mal aus der Lethargie herauskam! Und
er nahm sie auch sofort wahr und schleckte sie ab. Da
liesen wir sie im Käfig! Auch im Freigehege haben wir
ihn zu diesem Zeitpunkt gesetzt, um zu sehen, wie er läuft!
Das haben wir alles aus dem Bauchgefühl heraus
gemacht! Er lief ganz passabel, obwohl er manchmal
nach rechts kippt, wenn etwas unverhofftes kommt, oder
er sich erschrickt! Aber ansonsten geht es ihm wieder
völlig gut, und man sieht es ihm nur manchmal an! Und
fressen ist wieder eine Hauptaufgabe geworden, man
kann ihm mit Leckerchen (Möhrengrün und Löwenzahn)
frisch auf den Tisch begeistern! Ich denke, nun 2
Wochen ohne Medikamente geht es ihm wieder sehr gut,
bis auf die Tatsache, das er etwas abgespeckt hat, was
ja nicht von Nachteil ist!!!:-))
boebbie@versanet.de
Alfons
Mein süßer Alfons war knapp
3 Jahre alt als er plötzlich den Kopf leicht nach
rechts abgeknickt hielt.
Wir dachten uns nichts dabei, er hat "Zug
bekommen" und ist ein wenig steif oder so.
Er verhielt sich ganz normal.
Wir machten uns am 3. Tag erst Sorgen da der Kopf noch
schiefer geworden ist.
Dann sind wir direkt zum Tierarzt gefahren.
Bis zu dem Moment kannten wir die Krankheit
"Schiefhals" nicht.
Der Tierarzt tippte bestenfalls auf eine Entzündung
in den Ohren oder schlechtestenfalls auf Schiefhals.
Wenn es Schiefhals wäre, dann wäre es nicht heilbar
da kaum erforscht.
Er verabreichte Antibiotika und Vitaminspritzen.
Wenn es die Entzündung wäre, dann würde das
innerhalb weniger Tage abheilen so der Arzt.
Nach etwa 4 Tagen Behandlung wurde Alfons immer
aphatischer und wollte nicht mehr fressen.
Er bekam von uns ein Gemisch aus püriertem Gemüse
und Obst sowie Haferflockenschleim ins Maul geträufelt.
Er magerte trotzdem stark ab.
Eines Morgens lag er dann tot auf seinem
Lieblingsplatz.
Meine Hasen haben ein Zimmer für sich allein.
Es ist gefliest und mit ganz vielen Teppichen und
Matratzen u.ä. ausgelegt damit sie es schön warm
haben und mit den Fliesen nicht in Kontakt kommen.
Was mir komisch vorgekommen ist, ist, dass Alfons
immer die Teppiche zur Seite geschoben hat und sich
auf die kalten Fliesen gelegt hat.

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