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Schlumpi

Mit Auszügen von Schreiben an meinen TA, Mails an liebe Freunde und Forumbeiträgen

Am Ende des Berichtes findet ihr noch unseren Behandlungsplan und einige Tipps für Betroffene.

Vorgeschichte:

Schlumpi zieht im Juni 2003 als neuer Kumpel für Momo bei uns ein. Wir haben ihn von Privat, die Leute haben ihn angeblich beim Gassigehen auf einer Wiese in einem Karton ausgesetzt gefunden. Er ist zwischen ¼ und ½ Jahr alt, die Zusammenführung verläuft nach der Kastration relativ problemlos, alles ist prima.

August/September 2003:
Wir machen Urlaub in unserem Ferienhäuschen, die Lütten sind dabei, dürfen raus ins Grüne und bekommen täglich frisches Grün von der Wiese.

14. September 2003:
Wir kommen aus dem Urlaub zurück, bereits vor der Abreise sitzt Schlumpi etwas "benommen" im Auslauf. Zuhause angekommen, sitzt er nur in der unteren Etage seines doppelstöckigen Domizils, sollte er in den 2,5 Wochen verlernt haben, dass das Futter im 2. Stock gereicht wird?

Innerhalb von ca. 45-60 min. nach unserer Ankunft hält er den Kopf deutlich schräg, ist schreckhaft und hat leichte Gleichgewichtsprobleme.

Er frisst jedoch, wir entfernen die zweite Etage des Käfigs und hoffen noch auf etwas harmloses, ein Ohrkriecher, ein gezerrter Nerv...bitte kein e.cuniculi!!!!!

15. September 2003 (Montag):
Mein erster Arbeitstag....ich lasse ihn ausfallen, schnappe mir Schlumpi und diverse Berichte aus dem Internet zu HeadTilt und fahre zum TA.

Blutabnahme, gründliche Untersuchung, Verdacht auf e.cuniculi. Aussichten????? Es gibt keine Prognose...es ist zu früh, die Krankheit ist in ihrer akuten Phase, es gibt positives und negatives.

Positiv: Schlumpi ist jung, kann Nervenschäden besser kompensieren, wir sind gleich zum TA gefahren, unser TA ist in Kaninchenfragen kompetent.

Negativ: Schlumpi ist jung...hat noch kein voll entwickeltes Immunsystem. Jede Aufregung verstärkt die Erkrankung.

Wir bekommen (auf unser Drängen) Panacur zum eingeben mit, Schlumpi bekommt beim TA Medikamente (unsere Behandlung schreiben wir am Ende des Berichtes genau auf). Am Dienstag sollen wir wieder kommen.
Schlumpi soll absolute Ruhe haben, keine Aufregung, abgedunkelter Raum.
Wir richten alles für Schlumpi ein, der TA-Besuch hat alles verschlimmert, der Kopf liegt fast am Boden, Schlumpi hat große Gleichgewichtsprobleme. Er frisst und säuft, aber wenig. Ich bin ein Nervenbündel, bereits die Eingabe des Panacur ist eine Tortur (für beide), danach geht es Schlumpi schlechter.

16.09.2003 (Dienstag):
Ich gehe wieder auf Arbeit, wäre ich zuhause, würde Schlumpi keine 5 min. Ruhe haben, mein Mann guckt ein paar mal am Tag.

Am abend geht's zum TA, Schlumpi kann sich nicht mehr alleine auf den Beinen halten, dreht sich im Kreis, fällt oft um...die Wartezeit wird zur Qual. Er bekommt seine Medikamente, der TA hält sich bedeckt. Zum Glück fährt mein Mann, so kann ich Schlumpi abstützen. Am liebsten würde ich ihm alles weitere ersparen.

Nach dem TA-Besuch wird es noch schlimmer, der Anblick ist kaum zu ertragen, sollen wir davon wirklich Bilder machen? Wir entscheiden uns dagegen, würden es als böses Ohmen betrachten.

Schlumpi frisst auch weiterhin, allerdings nur noch Gemüse, Heu und seine Lieblingshaferecken, Kotabsatz ist ok.

17.09.2003 (Mittwoch):
Mein Mann kann uns heute nicht fahren, ich finde eine liebe Kollegin, die mitkommt. Und siehe da, er kann sich auf den Beinen halten, schleckert sie sogar ab...aber das konnten wir nicht ahnen.

Auszüge aus einer Mail an Steffi v. 17.09.2003:
"Nein...normal ist das nicht mehr. Momo bekommt jetzt prophylaktisch Panacur, mal gucken. Wenn ich wüßte, er wird wieder, dann würde ich ein Bild machen. Könntest du ihn heute sehen, dann würdest du wohl auch die Spritze wählen. Aber wenn ich höre, es kann wieder fast gut werden, dann habe ich halt etwas Hoffnung, er futtert wie ein großer, die Böbbels sind dicker als Momos und Doc e. meint, das er nicht glaubt, das Schlumpi jetzt noch sterben könnte daran, solange die Vitalfunktionen ok sind. Hast du ein Tier mit einer 8 im Hals mal rennen und futtern sehen???? Es reißt dir alles raus, (...) Doc e. meint, wenn die kur zu Ende ist (am Freitag) dann max 6 Wochen, wenn es sich dann nicht wieder bessert, werden wir eine Entscheidung treffen müssen, weil die Schiefhaltung mom zu extrem ist, um ein gutes leben auf Dauer zu geben."

18.09.2003 (Donnerstag):
Heute hat der TA nur bis 14.00 Uhr offen, ich fahre früh vor der Arbeit, eine Helferin gibt die Medikamente.

19.09.2004 (Freitag)
(der letzte TA-Besuch für längere Zeit), hierzu ein
Forumbeitrag vom 20.09.2003:
Hallo,

leider bin ich gestern nicht mehr dazugekommen, die Neuigkeiten zu berichten. Wie schon gesagt, war gestern die letzte Behandlung und Untersuchung beim TA.

Der TA ist recht zufrieden mit Schlumpi, es wäre ein gutes Zeichen, das Schlumpi nicht mehr so schreckhaft wäre wie noch Mitte der Woche.

Jetzt ist erstmal viel Ruhe verordnet und etwas Ausgang, wenn es Schlumpis Zustand erlaubt. Mitte nächste Woche soll ich mich erstmal telefonisch beim TA melden, dann besprechen wir alles weitere.

Sofort zum TA soll ich kommen, wenn er entweder nix mehr futtert oder anfängt, sich ohne äußere Einflüsse (Lärm zB) um die Längsachse zu drehen. Aber selbst dann sagt der TA gibt es noch Chancen, er würde dann erstmal ein Beruhigungsmittel erhalten, der TA glaubt aber nicht, das das eintritt, aber hellsehen kann er leider auch nicht.

Noch eine schlechte Nachricht, die Blutprobe wurde vom Labor verschlampt, auf Anfrage meines TA´s am Mittwoch hieß es, noch nicht fertig, gestern...ist nie eingetroffen Da eine Blutentnahme aber sehr viel Streß bedeutet, wollte der TA das Schlumpi nicht zumuten gestern.

Er sagt, das es bei 80% der Tiere mit diesen Symptomen e.cuniculi ist, das er nur die Symptome behandeln kann und es für den Erreger, ist er denn im Gehirn, kein wirksames Mittel gibt, was dort wirkt. Außerdem haben wir ja die Wurmbehandlung gemacht.

Folgendes hat Schlumpi diese Woche bekommen:

Vit. B-Komplex und Kortison die ganze Woche

Furosimid am Montag (zur Entwässerung)

Baytril (AB) Montag & Dienstag...dann nicht mehr, weil lt TA ein AB nach ganz kurzer Zeit hätte Wirkung zeigen müssen, wenn es Erreger gewesen wären, die mit AB behandelbar sind.

3 Tage 2x2ml Panacur (Wurmmittel)

Infusionen, weil die Erkrankung auch die Nieren schädigen kann.

Gestern hat er ein Cortisondepot gespritzt, was die nächsten Tage wirkt.

Dann bekommt er von uns 1x10 Tr. Vit.B-Komplex (Polybion)

Naja...wir können jetzt nicht wirklich viel tun außer für Ruhe zu sorgen und hoffen.

In der Praxis sind zwei TA, Doc S. meinte am Dienstag (bisher der schlimmste Tag seit Ausbruch der Krankheit), das Schlumpi stärker von der Krankheit betroffen sein kann, da er noch so jung ist und sein Immunsystem noch nicht so stark ist.

Doc. E. meinte gestern, selbst wenn der Kopf in der jetzigen extremen Stellung bleiben würde, was Erfahrungsgemäß selten wäre (da wir sehr früh gehandelt haben), wäre das kein Grund zum einschläfern, ebend weil der Schlumpf noch so jung ist. Schlimm, sagt er, wäre es nicht für das Tier sondern für uns, weil der Anblick wirklich nur schwer erträglich ist

Außerdem sagte er noch, das die erkrankten Tiere oft fast nur noch Heu mümmeln, weil es für sie einfacher zu erreichen wäre. Nun, bisher futtert Schlumpi ordentlich, zwar weniger als Anfang der Woche, aber lt. TA war das die Nebenwirkung der anfänglich sehr hohen Dosis Kortison.

Heute war Schlumpi wieder draußen, allerdings nur 20-30 min., wir wollen es nicht übertreiben, da der Kopf wirklich fast am Boden liegt. Allerdings rennt er für die Schräglage erstaunlich viel und vor allem nirgendwo dagegen, er braucht aber auch viele Ruhephasen, der Doc sagt, das er jetzt Höchstleistungen vollbringt, da es keinen Automatismus im Bewegungsablauf mehr gibt, für jeden Schritt, jede Bewegung muss sich der Kleine extrem konzentrieren und anstrengen.

Als ich meinem Doc erzählt habe, das Schlumpi im Käfig viel ruht und lang liegt, war er sogar sehr zufrieden, er sagte, dann könne der Kleine richtig gut entspannen, das wäre nicht alltäglich. Ich hatte nämlich Sorge, dass der Kleine im Wassernapf ertrinken könnte, dort stützt er immer den Kopf auf.

Achja...Schlumpi niest recht viel, aber auch das wäre eine Nebenwirkung des Kortisons (?), außerdem wäre das Immunsystem jetzt arg in Mitleidenschaft gezogen, das wäre auch relativ normal.

Bilder gibt es noch keine, ich hätte ja auch keine HP, sie zu veröffentlichen.

Soderle...jetzt können wir nur noch Daumendrücken und warten, wie sich die nächsten Tage gestalten.

Achja...noch was, nach dem gestrigen TA-Besuch muss Schlumpi während der Fahrt Blinddarmkot abgesetzt haben, der ganze Po war verklebt. DA er sich aber sehr drehte, als ich ihn in den Käfig gesetzt habe, wollte ich es abend in ruhe entfernen. Als ich dann nachsah, war der Po sauber...ich habe keine Vorstellung, wie er das gemacht hat, es ist mir unerklärlich.

Viele Grüße
Heike, Schlumpi & Momo (die zwei haben heute wieder gekuschelt und als der Kla Momo abgeleckt hat, sah der Kopf das erste mal gerade aus)

Das ganze liegt jetzt ca 9 Monate zurück, sämtliche Mails und die Faxberichte an meinen TA habe ich aufgehoben. Ich füge Auszüge ein, da sie unsere Situation am deutlichsten zeigen:

Fax an meinen Tierarzt am 23.09.2009:

Hallo Dr. Eisele & Dr. Schramm,(…)

Meines Erachtens verschlimmert sich der Zustand von Schlumpi tägl. etwas mehr. Der Kopf liegt praktisch am Boden (schräg nach oben) und er fällt beim Laufen (im Käfig) auch oft auf die Seite.

Außerdem schnauft er sehr und hat oft Niesanfälle. Gestern hatten wir ihn nicht draußen, er ist den ganzen Tag im abgedunkelten Zimmer, der Käfig ist zusätzlich abgehängt.

Er hat etwas getrunken und sehr wenig gefuttert (hauptsächlich etwas Heu, getrocknete Buche und ein wenig Gemüse, Dill & Petersilie). Das Brot mit den Polybion-Tropfen nimmt er seit gestern abend auch nicht mehr, die Tropfen sind jetzt im Wasser. Bisher hat er außerdem noch immer Haferkekse genommen, aber auch das frisst er seit gestern nicht mehr.

Die meiste Zeit scheint er nur zu liegen, die Atmung geht recht schnell. Ich kann nicht beurteilen, ob er entspannt liegt oder nur einfach keine Kraft mehr hat.

Schreckhaft ist er nicht, aber vielleicht hört er ja inzwischen auch nicht mehr so gut (???), die Augen kann er noch schließen. Er kommt auch ab und an an das Gitter und versucht sich hochzustellen, gestern hat er mir recht lange die Hand abgeschleckert. Ansonsten schleppt er sich eigentlich nur noch im Käfig rum, wenn er zum Napf geht.

Er hatte etwas Kotabsatz (kein Durchfall) und die Poregion ist bisher sauber, gestern hat er sich in meinem Beisein etwas geputzt (Kopf & Vorderpfoten).

Für mich sieht es so aus, als ob er schon möchte, er kommt auch ans Gitter, wenn zB Momo davor steht und guckt, nimmt immer etwas vom Dill/Petersilie, wenn ich es ihm hinlege. Trotzdem kann man nicht mal sagen, das sein Zustand stagniert, es wird wirklich tgl. etwas schlimmer. Ab und an sitzt er da, dabei stützt er sich mit der Stirn am Boden auf, sodass die Halsunterseite nach oben zeigt, so verdreht ist der Kopf mittlerweile.

Das Cortison-Depot hat er am Freitag abend bekommen, wie lange wirkt so etwas? (wie gesagt, es wird tgl. etwas schlimmer)(…)

Da die Blutprobe wohl nie wieder auftauchen wird, könnte es sich doch unter Umständen auch um etwas anderes handeln? Ich weiß, das nur die klinischen Symptome behandelbar sind, aber anscheinend ist die Krankheit ja fortschreitend zumindest verschlimmern sich die Symptome trotz Ruhe und der Behandlung.

Dr. Eisele meinte, unter Umständen muß die Therapie wiederholt werden, um Erfolg zu haben, ab wann sollte man damit beginnen?

Mittlerweile habe ich so viele (teilweise widersprüchliche) Informationen, das ich glaube, das sich alleine durch das zugucken und Vit. B. - Komplex (sollte er das denn überhaupt noch aufnehmen, Tropfen lassen sich leider nicht über Gemüse und Dillstengel eingeben) anscheinend nicht mal ein Stillstand erzielen lässt.(…)

Aber wie geht es denn jetzt weiter, Sie wissen, das mir die Fahrerei und die Wartezeiten nix ausmachen, aber in diesem Fall mute ich Schlumpi einfach keine weitere mehrstündige Fahrt + Wartezeit mehr zu. Wenn es etwas gibt, was ich abholen und selber spritzen kann (orale Eingabe würde sich mom. wohl nur schwer realisieren lassen), dann ist das kein Problem.

Wenn er noch mal untersucht werden muß, weiß ich auch keinen Rat, wie wir das anstellen sollen, ich weiß, das ich nicht gerade um die Ecke wohne, aber wie Sie selber sagen, jeder Streß bedeutet eine Verschlimmerung. Vielleicht kennen Sie ja, wenn Ihrerseits keine Möglichkeit besteht, kompetente Kollegin/Kollegen im Ldkr. F., die zu Hausbesuchen bereit wären.

Ich möchte wirklich gern glauben, das Zeit & Ruhe die beste Therapie sind und das es Hoffnung und Aussicht auf Erfolg gibt, aber als Laie kann man ebend nicht abschätzen, was in diesem Fall noch "normal" ist und wo es anfängt, bedenklich bis hoffnungslos zu werden. Ich glaube auch nicht, das dieser Zustand noch Wochen erhalten werden kann, da es bisher augenscheinlich nicht mal zu einem Stillstand der Symptome gekommen ist. Mir kommt es so vor, als ob es Zyklen gibt, Schlumpi liegt oft stundenlang völlig k.o., rührt sich nicht, rührt nix an und auf einmal ist wieder etwas vom Futter weg oder er kommt an den Käfig. Es ist ein auf und ab, wobei das "ab" der überwiegendere Anteil ist."

Fax an meinen Tierarzt am 25.09.2003:

"Schlumpi war gestern wieder etwas draußen, von seinem Bewegungsablauf her scheint es sich noch zu verschlimmern. Er kann zwar gerade aus "rennen", verliert aber oft die Kontrolle (…) und überschlägt sich. Im Käfig passiert es jetzt öfters, das er sich überschlägt. Sobald ich zu ihm gehe, kommt er und zieht sich am Gitter hoch, dadurch verliert er natürlich das Gleichgewicht.

Gestern hat er gut gefressen, diese Nacht sicht so viel. Die Böbbels sind klein, am Po scheint er sich nicht mehr putzen zu können, Mein Mann sagte gestern "Ein Pferd hätte man längst erschossen, das ist Tierquälerei".

(…) Er (Schlumpi) kommt mir vor wie jemand, der nur noch ein Bein hat und trotzdem den 100m-Sprint machen will. Er will, aber es geht nicht und wird (vielleicht dadurch) nur schlimmer.

Wann hören die Verschlechterungen auf oder wann sollte Sie aus Ihrer Erfahrung zum Stillstand kommen, damit Aussicht aus Erfolg besteht?

Ist es nicht so, das das Gehirn immer weiter geschädigt wird, oder warum sonst wird es immer schlimmer?

(…) Soll ich ihn auch weiterhin rauslassen? Er will raus, aber er kann sich nur noch schlecht auf den Beinen halten, danach werden die Niesanfälle auch ärger und er schnaufft arg.

Seit gestern hat er Tücher im Käfig (…)

Er zeigt wirklich Lebenswillen, ich möchte, das er seine Chance bekommt!!!! Aber wenn es keine realistische Aussicht auf Besserung gibt, dann soll er sich nicht hinquälen müssen. Er zeigte gestern und heute morgen reges Interesse und ließ sich auch durch Streicheleinheiten nicht dazu bringen, sich hinzulegen, solange ich bei ihm war. Er schnuffelte immer die Gitterstäbe hoch, verlor das Gleichgewicht und überschlug sich. Wann wird er denn wieder untersucht, wie lange wirkt das Cortison noch und wie schaut es mit Beruhigungsmitteln und Rescuetropfen aus?????"

Es wird immer schlimmer, nachts gegen 23.00 fahre ich (im Schlafanzug) ins nächste Städtchen und bekomme Diazepan (Valium) zur Beruhigung (für Schlumpi) (der Doc hat mit der Apotheke telefoniert). Die erste Dosis haut ihn um, er liegt auf dem Rücken, ca. 30 min, dann ist er deutlich ruhiger.

Telefax an meinen Tierarzt am 26.09.2003:

"Guten Morgen, Dr. Eisele,

(…) Schlumpi nahm gleich die Tablette, auch etwas Dill, Nach ca. 40 min habe ich wieder geguckt, er lag auf dem Rücken, in einer eigenartigen Position, hat aber entspannt gewirkt und geatmet.

(…) Heute morgen wirkte er noch sehr ruhig, die Atemgeräusche waren ok, kein Niesen. Er hat auch gleich gefuttert, dabei ist er auf die Seite gekippt, hat aber weitergefuttert. Und ist ohne Überschlag wieder auf die Füße gekommen (was mir wieder etwas Mut gemacht hat. Kann es sein, das eine Tablette so lange wirkt?

Da die Rescue-Tropfen mit Alkohol sind, habe ich die wieder weg, Alkohol und Valium ist wohl sicher keine ideale Kombination, egal wie gering die Dosis ist.(…)

Wie geht es jetzt weiter, bisher futtert er ganz gut, aber die Störungen sind unverändert schlecht.

(…) Am Sonntag geht es in die 3. Woche und es tut sich gar nix, nichtmal ein Stillstand. Erreichbar bin ich unter … Falls Sie am Nachmittag anrufen, kann es sein, das es etwas länger schellert. Sollte es Schlumpi soweit gut gehen, muß ich dringend ein Weilchen schlafen, die letzten Nächte waren einfach zu kurz."

Fax an den TA vom 29.09.2003 (Wochenendbericht 27./28.09.2003):

"Guten Morgen Dr. Eisele,

ich hoffe, Sie hatten einen ruhigen Sonntag.

Gestern abend beim Freilauf sah es nicht so rosig aus, allerdings hatte er nicht mehr so starke Atemgeräusche wie am Samstag abend. Er rennt noch teilweise gerade aus, versucht Männchen zu machen. Sobald aber irgendetwas ist und er sich dreht (im Kreis) oder überschlägt, scheint er nur schwer damit aufhören zu können, wie ein Automatismus. Mir kommt es auch so vor, als ob er z.Zt. nicht sehr große Kraftreserven hat, vielleicht kippt er auch deswegen um, weil sich die Muskulatur zurückgebildet hat?

Nachdem er nach dem kurzen Freigang doch recht hippelig war und sich auch im Käfig gerollt hat, habe ich ihm noch ¼ Tablette gegeben. Früh hatte er ja ½ bekommen, die andere gegen 20.30 Uhr. Gefuttert hat er gleich wieder, wenn er im Käfig und auch draußen umkippt, gelingt es ihm ab und an, sich ohne Drehung um die Längsachse wieder hinzusetzen, er rappelt sich quasi wieder hoch.

Gegen 23.00 Uhr lag er wieder auf dem Rücken und hat recht entspannt und fest geschlafen. Allerdings glaube ich, das es nicht von der Tablette kam sondern das er sich die Schlafposition so ausgesucht hat. Momo schläft ja auch oft auf dem Rücken.

Er lag auch tagsüber gestern auf der Seite, die Hinterläufe etwas lang gestreckt, das sah für mich ziemlich normal aus, nicht apathisch sondern entspannt. Wenn ich ihn im Käfig (oder draußen) streichel, entspannt er auch merklich und drückt seinen Kopf richtig in meine Hand und schlabbert mir ab und an auch die Finger ab und gibt dieses leichte Mahlen mit den Zähnen von sich. Auch den schweren Steingutnapf mit dem Wasser hat er diese Nacht wieder durch den Käfig geschoben, er stand woanders und das Wasser war noch drin.

Die Verdauung scheint recht gut zu funktionieren, seit er wieder etwas mehr Bewegung hat, auch der Appetit ist sehr gut. Allerdings ist mir heute morgen aufgefallen, das er, sobald Licht in den Käfig kommt, er sich wieder mehr anfängt zu rollen, er wird dann aufgeregter, will da und dorthin und dann geht es los mit den Drehungen um die Längsachse. Danach liegt er meist recht müde da und ruht sich aus. Atemgeräusche und das Niesen beobachte ich eigentlich nur dann, wenn er sich anstrengt oder aufregt, die Tropfen habe ich nur in ein Nasenloch geben können, da ich das andere einfach nicht "gefunden" habe, ich habe es zwar versucht, aber ob etwas hingelaufen ist, kann ich nicht sagen.

Wenn die Gleichgewichtsstörungen und die Kopfhaltung nicht wären, könnte man fast denken, er ist gesund, aber die Drehungen scheinen doch jetzt öfters vorzukommen, wobei er sich im Käfig viel schneller wieder "fängt" als außerhalb.

Können die vermehrt auftretenden Störungen mit der schwächeren Muskulatur zusammenhängen oder ist das eher ein Zeichen für eine Verschlechterung? Schmerzen scheint er keine zu haben, mir kommt es auch so vor, als wäre er gewachsen. Er faßt sich auch gut an, nicht knochig oder großartig abgemagert, nur die Hinterläufe scheinen etwas eingefallen, was sicher auch mit dem Bewegungsmangel liegen kann. Das Fell ist weich und sauber, wenn man gegen den Strich fährt, legt es sich auch wieder um.

Wenn er im Käfig ist, habe ich immer den Eindruck, das er es schaffen kann, aber sobald er draußen ist, kommt es mir leider nicht so vor. Man merkt, das ihn der Freilauf sehr anstrengt, er lässt sich aber oft nur schwer bändigen, wenn er rollert und dann wieder ruhig liegt, schnuffelt er gleich wieder los. Bis er so ausgepowert ist, das er sich richtig lang streicheln lässt. Ich denke immer, wenn ich ihn ausgiebig streichel, dann hat er das Gefühl, dazuzugehören, er lebt ja derzeit wirklich fast nur im Dunklen. Oft ist es so, das er aktiv wird, sobald das Licht angeht oder er hört, das wir im Zimmer sind. Schreckhaft ist er nicht, wenn ein lauteres Geräusch (Klingel, Telefon oder der Hund vom Nachbarn) ist, bleibt er ruhig liegen.

Kann es sein, das er durch die Tabletten so viel ruht oder ist das vielleicht ein Anzeichen dafür, das er die Ruhe braucht, um gesund zu werden?

Oder kann es sein, das Schlumpi doch eine Krankheit hat, die fortschreitend ist (zB Ohrentzündung)? Ich weiß, wir haben es des Öfteren besprochen, aber es kommt mir nicht so vor, als ob die Behandlung bisher erfolgreich ist. Jeder Fall ist doch anders, wenn wir nicht einmal sicher wissen, was genau die Ursache ist. Sicher schaut das für Sie anders aus, da Sie ja mit solchen Fällen öfters konfrontiert werden, aber ich warte eigentlich immer auf das Wunder, das er über Nacht wieder deutliche Anzeichen einer Besserung zeigt."

Faxauszug vom 30.09.2003:

"Guten Morgen Dr. Eisele,

Also...Schlumpi hatte wohl gestern etwas Langeweile, er hat ein dickes Handtuch zum Kuscheln im Käfig und das scheint er durch den Käfig gewühlt zu haben.

Der Appetit ist nach wie vor i.O., auch die Böbbels werden wieder größer. Ich habe ihm gestern abend zur Unterstützung mal ne halbe Tube BBB gegeben.

Der Auslauf war wieder recht entmutigend, wobei er sehr lebhaft war. Kann es sein, das er durch das Licht so irritiert ist, er wohnt ja ansonsten im Dunkeln? Er wollte sich gar nicht beruhigen lassen und ist um mich rum Kreise ge"rannt", über meine Beine und er hat teilweise richtige Hoppler gemacht (sorry, das mir keine bessere Umschreibung einfällt). Er hat es auch mal auf meinen Schoß geschafft, aber so richtig entspannen konnte er da nicht. Die letzten Tage war sein Po ein wenig verschmutzt, wie ich gestern gesehen habe, ist er da wieder sauber.

Naja...danach war er wieder recht wuschig und ist auch im Käfig des öfteren gepurzelt. Er schlabbert mir oft die Hände ab und versucht, am Gitter Männchen zu machen, mit dem Effekt, das er umfällt. Auch im Käfig macht er jetzt so kleine Hopser, habe ich gesehen. Die Nieserei ist nicht besser geworden, ich bekomme die Tropfen auch nur in ein Nasenloch, wenn ich Glück habe.

Er bekommt jetzt früh ¼ Valium und nachdem er gestern abend so aufgeregt war, hat er da auch noch ¼ bekommen.

Wie haben Sie denn heute bzw. morgen Dienst? Und wie machen wir das am besten, mit so wenig Streß für Schlumpi als möglich? Ich habe mir überlegt, das ich doch heute zu Ihnen kommen könnte um mir die Medikamente abzuholen, es abend versuche zu spritzen und wenn das nix wird, dann kann ich ja morgen immer noch mit ihm kommen, dann bekommt er das Valium vor der Fahrt.

In seiner Box ist er zZt recht entspannt, wahrscheinlich, weil er da keinen Platz zum kullern hat. "

Am Abend fahre ich zum TA (ohne Schlumpi) und hole Medikamente, ein weiteres Cortisondepot und 5 AB-Spritzen Cloramphenicol.

Mail vom 02.10.2003 an Jeannette:

"Hallo liebes Jeannette,

heute nur eine Kurzfassung, Doc. E. hat heute keinen Dienst, deswegen auch kein Fax.

Also…Schlumpi hält sich beim Auslauf bedeutend besser, allerdings ist der Schnupfen und die Atemgeräusche wieder schlimmer geworden. Futtern tut er wie ein großer, Spritze geben hat auch geklappt, obwohl die Tablette nicht so richtig gewirkt hat.

Er rollert zZt weniger, er kippt zwar mal noch auf die Seite, überschlägt aber seltener.

Nun das negative L Er hat zwar die Nacht schön geböbbelt, heute morgen hatte er aber einen "Bratsch" am Po, im Käfig lagen nur normale Böbbels. Ich denk, wie müffelt denn der, habe ein Tuch genommen und bin mal, so gut es ging über den Po, und es war breiig.

Nun weiß ich nicht, Blinddarmkot? Dafür war es fast zu hell oder wegen des Grünfutters? Oder wegen der AB, 2 Spritzen hat er jetzt drin, Cloramphenicol. Ich meine, Seppi zB hatte immer mal einen Bratsch, dann wieder normal. Und vorletzte Woche nach dem TA-Besuch war er am Po auch mal verklebt und es war dann gleich wieder weg. Jetzt bin ich natürlich wieder etwas beunruhigt, habe ihm zwar etwas Grünfutter dringelassen (Dill, Petersilie, ein wenig Möhre und Fenchel) sowie ein paar Kekse und viel Heu.

Ich weiß nicht, ob das jetzt nur einmalig ist oder im Laufe des Tages wieder vorkommt, nur heute abend haben die TA zu, morgen Feiertag.

Gefuttert hat er normal, er hatte allerdings gestern ab und an leichte Magengeräusche, ich wollte es aber erstmal beobachten und nicht gleich was geben, ebend wegen der Durchfallgefahr"

Telefax an meinen Tierarzt am 06.10.2003:

"Guten Morgen Dr. Eisele,

ich hoffe, Sie haben sich so richtig gut von mir erholen können ;)

Hier der Bericht der letzten Tage. Das mit den Spritzen hat gut geklappt auch wenn die letzten 2mal die ½ Valium irgendwie kaum noch Wirkung gezeigt hat, aber es ging trotzdem.

Ich bin jetzt am überlegen, das Valium ganz wegzulassen um zu gucken, wie er ohne zurecht kommt. Wobei ich wirklich den Eindruck habe, das das Valium in der jetzigen Dosierung nicht mehr anschlägt.

Seit Mittwoch konnte ich eine deutliche Verbesserung feststellen, wenn er seinen Freilauf hat. Bis Mittwoch musste ich ihn in die Transportbox setzen, um den Käfig zu reinigen, weil er draußen oft umgekippt ist. Seit Ende letzter Woche bis gestern ist er vielleicht 2-3 mal draußen noch gekullert, er rennt wirklich viel draußen rum, immer schön gerade aus. Um sich selber dreht er sich auch nicht mehr. So kann ich jetzt den Käfig herrichten, wenn er draußen ist. Allerdings sieht er es irgendwie nicht ein, das er in den Käfig soll, sobald ich ihn reinsetze, fängt er an rumzurennen, immer im Viereck am Gitter lang, einmal ist er sogar wieder rausgekommen.

Im Käfig rennt er oft seine Runden, schiebt den Wassernapf mittig, kullert ab im Käfig schon ab und an, versucht aber auch, am Gitter Männchen zu machen.

Mit dem Niesen ist das leider keine gute Sache, manchmal macht er richtige Geräusche, wie wenn er vor sich her brabbelt, das finde ich schon komisch. Er bekommt auch oft starke Niesanfälle, ich konnte keine Verbesserung durch die AB feststellen, ich versuche es mit den Tropfen, aber das wird irgendwie nicht besser.

Bis gestern abend hat er sehr gut gefuttert, heute morgen war etwas vom Gemüse übrig, nur ein wenig. Kann es sein, das das Cortisondepot schwächer wird und deshalb nicht mehr so appetitanregend wirkt?

Letzten Donnerstag hatte er einmal etwas Durchfall, aber das war einmalig, danach waren die Böbbel wieder fest, allerdings sind sie zur Zeit recht klein. Die Poregion ist sauber, auch im Käfig sehe ich ihn ab und an, wie er sich putzt, oft gerade nach den Niesanfällen. BBB hat er bekommen. Am Auge hat er etwas festes, wie "Schlaf", teilweise wirken die Augen auch feucht glänzend, aber tränen scheinen sie nicht.

Mittlerweile kommt es mir so vor, als ob er etwas weniger geworden ist, er scheint am Rückgrat knochiger als früher, gibt es etwas, was gut päppelt? Er frißt Weißbrot, Haferkekse, Dill, Petersilie, Möhre, Brokkoli, Fenchel, Apfel und Heu, sowie Buchenblätter. Ich wollte wegen der Verdauung jetzt auch keine Experimente mit dem Grünfutter machen, vom Trockenfutter hat er leider nix genommen, habe es gestern wieder mal probiert. Ich überlege auch, ob ich, wenn er draußen weiterhin so schön läuft, die zwei nicht wieder zusammenlassen soll, aber ich habe etwas Bedenken wegen Momos Pasteurellenimpfung, nicht das er sich noch mehr ansteckt, falls das Niesen von den Pasteurellen kommt.

Wie geht es denn jetzt weiter? Wie Sie sehen, bin ich bedeutend ruhiger geworden, aber das Niesen macht mir doch Sorgen, an der Kopfhaltung hat sich bisher auch nix geändert und ich hoffe, das er auch mit nachlassendem Cortison weiterhin gut futtert"

Email an Jeannette am 07.10.2003

"Hallo liebes Jeannette,

Naja...der Bericht heute ist leider nicht so toll...ein schritt vor, 2 zurück :( Das Heu ist prima, aber das Cortison legt die Abwehr lahm und Momo ist doch Schnupfengeimpft, Schlumpi sollte im Herbst geimpft werden :(

Außerdem hängt er ja mit der Nase quasi in den Heukrümeln, ich schüttel zwar immer kräftig, aber trotzdem. Die Tüten sind gut angekommen, werden wohl aber nicht lang reichen, nicht weil er so viel futtert, aber weil ich doch recht viel wegtun muß, durch das Kullern verteilt es sich überall :(

Hier noch der Bericht von heute, wegen dem Käfig...meine Azubine meinte, vielleicht will er Aufmerksamkeit und wird im Käfig deswegen so hippelig, ich renne ja auch oft hin, wenns zu arg wird und schwups...liegt er lang und geniest ;)

Lieben Dank
und liebe Grüße
Heike

Telefax an meinen Tierarzt am 07.10.2003:

Guten Morgen Dr. Eisele,

man soll sich wirklich nicht zu früh freuen, nachdem ich gestern so positiv berichtet habe, war der Nachmittag nicht so gut verlaufen.

Gefressen hatte Schlumpi weniger als die letzten Tage und er fiel im Käfig ständig um. Wobei ich sagen muß, mein Mann hatte die Rollläden hochgezogen.

Schlumpi war richtig aufgeregt, nieste oft, futterte nicht mal das, was er sonst gleich genommen hat und fiel sehr oft um.

Als ich ihn dann abends rausgelassen habe, war er wie umgewandelt, selbst mein Mann war erstaunt, nach dem er gesehen hatte, was im Käfig los war. Schlumpi ist wirklich rumgeflitzt kann man schon sagen, hat kaum geniest und war auch von der Atmung normal. Umgefallen ist er nicht einmal, als er draußen war. Ich habe ihm als Test mal einen Tunnel hingestellt und selbst das ging ohne Probleme, er hat sogar den Tunnel, die Möbel und seinen Käfig mit der Kinndrüse markiert. Außerdem hat er sich bei den Streichelrunden richtig hinge"fläzt", ganz normal (abgesehen von der Kopfhaltung). Die Böbbels, die er draußen verloren hat, waren ok, allerdings recht feucht außen.

Im Auge hatte er weißes Zeug, kann das Eiter sein vom Tränenkanal? Ich habe es mit einem Taschentuch etwas entfernt. Yxin-Tropfen habe ich zuhause, meinen Sie, die helfen etwas? Auch das untere Nasenloch (was immer im Heu und am Boden ist) war recht feucht, leider habe ich da keine Nasentropfen hineinbekommen.

Er war ca 1 Std draußen, da es wirklich sehr gut ging, ich war schon am Überlegen, Momo dazuzuholen. Nach dem Freigang hatte er sich müde gelaufen und war auch im Käfig ruhiger, über nacht hat er alles wieder aufgefuttert und hat auch heute morgen gleich etwas gefressen. Allerdings war er heute morgen schon wieder so hippelig, das er oft umgefallen ist. Fast so, als wolle er unbedingt raus und rennen. Gestern hat er kein Valium bekommen, heute morgen habe ich ihm doch ¼ reingetan, mal gucken, ob er das nimmt. Ich finde es wirklich merkwürdig, das er im Käfig solche Probleme hat, auch wenn es dunkel ist und außen, im Licht, da klappt es sehr gut."

Mail an Jeanette vom 08.10.2003

Hallo liebes Jeannette,

Bin gestern leider nicht mehr zum anrufen gekommen, habe mit Dr. E 45 min. geplaudert :) War wieder sehr unterhaltsam und auch beruhigend.

Das Schlumpi außen besser zurechtkommt als im Käfig fand er sehr ungewöhnlich, normal müßte es andersrum sein. Er vermutet, das Schlumpi entweder nicht gern im Käfig ist oder das unsere Erziehungstheorie was wahres haben könnte. Normal sagt er, finden es die Tiere besser, je weniger Platz sie haben. Ich brauche ihn auch nicht mehr so abzudunkeln, habe gestern gemerkt, das er weniger kullert (aber immer noch oft) wenn er mitbekommt, was außen los ist. Heute darf er mit Momo zusammen, hoffentlich klappt das gut.

Ach ja, während des Telefonates hoppelte Schlumpi draußen rum, böbbelte wie ein großer und ist hin- und hergesaust, Holger findet es unglaublich.

Außen niest er auch kaum noch, er atmet auch normal.

Mit dem Niesen, das ist ebend nicht so gut, evtl. machen wir nächste Woche nochmal ne AB-Kur, er hat aber erstmal Lehrgang, am Freitag rufen wir uns nochmal zusammen, sollte nix unvorhergesehenes passieren. Cortison baut jetzt langsam ab, auch das entscheiden wir nächste Woche.

Er kann sich auch vorstellen, das die Kopfhaltung bei entsprechendem Training noch besser wird, aber O-Ton "er wird einen Batscher zurückbehalten". Er denkt auch, das der jetzige Zustand für Schlumpi schon normal ist, Tiere könnten sowas gut kompensieren. Er meinte auch wenn man Hunde oder Katze ein Bein amputieren muß, gewöhnen die sich schnell und passen sich leicht an O-Ton "die stehen dann nicht vor dem Spiegel und jammern - ""Mei...mit 4 Beinen hats doch schenner ausgschaut, wie das Fell jetzt schlecht sitzt, eieiei"" ;) Typisch Doc. E.

Auf meine vorsichtige Frage, wie er die Chancen für Schlumpsi einschätzt, sagte er (wie immer), es helfe wenig, wenn er sich dazustellt, sorgenvoll den Kopf schüttele und sage "Frau R., das sieht nicht gut aus", Ich könne davon ausgehen, das ich es ihm anmerke, wenn es hoffnungslos wird, solange er so flapsig ist, gibt es auch Hoffnung.

Die Nacht hat der Kleine wieder weniger gefuttert, da er kein Trockenfutter nimmt, kann ich es lt Doc. E mal mit Vollkornkörnerbrot probieren, was denkst du?

Liebe Grüße und gute Besserung
Heike

Mail an Freunde vom 10.10.2003:

Hallo an alle,

wir haben uns ja jetzt eine Weile nicht gemeldet, sorry. Hier mal kurz, wie es uns inzwischen ergangen ist.

Die ersten 2 Wochen waren fast unerträglich schlimm, oft habe ich mir für Schlumpi (vielleicht auch für uns, ich weiß es nicht, der Anblick war wirklich schlimm, Holger sagte "Ein Pferd hätte man längst erschossen" ) gewünscht, das es zu ende ist :( Das einzig positive war, das er regelmäßig gefuttert hat. Jeannette und mein TA haben das ihrige geleistet, mich vom Verzweifeln abzubringen, lieben Dank an euch ;)

In der 2. Woche war es dann so arg, das wir nachts um 11 in die Notapotheke sind und Valium besorgt haben, damit Schlumpi ruhiger wird. Er überschlug sich nur noch um sich selber :(((((

Wir konnten ihn nicht mal mehr rauslassen, er überschlug sich fast nur noch. Mit dem Valium ging es dann besser, aber gut, er war ja quasi "ruhiggestellt". In der 3. Woche haben wir zuhause noch mal Cortison und AB gespritzt, dazu Vit.-B-Komplex und Valium, es wurde tgl. etwas besser mit dem Laufen. Zusätzlich mußte Schlumi oft sehr stark niesen, die Nase wurde feucht, die Augen etwas klebrig.

Naja...gestern habe ich ihn das erste mal kurz den Kopf gerade halten sehen (ganz kurz, aber immerhin), er ist wieder mit Momo zusammen draußen, überschlägt sich nicht mehr, niest weniger. Laut Doc. E wird der Kopf nie wieder vollständig gerade werden, aber für Schlumpi ist das jetzt normal, mit etwas mehr Übung wird es gehen.

Doc. E. denkt, das es jetzt so weit ist, das keine akute Lebensgefahr mehr besteht, eine erneute Ansteckung wäre äußerst unwahrscheinlich, aber wissen kann man es nicht.

Schlumpi hat die ganze Zeit gefuttert und (weiß der Geier wie) auch Fellpflege betrieben, die Hände abgeschlabbert und mehr Willen und Mut gehabt als ich ? ;)

Zur Zeit frißt er noch sehr unregelmäßig, mal wie ein Großer und mal wie ein Spatz, aber lt Doc. E. wird sich das wieder normalisieren. Ich hoffe das beste, Jeannette...Paket kann ich morgen von der Post holen, vielen lieben Dank.

Ich betrachte es trotzdem noch etwas verhalten, ich will mich nicht zu früh freuen, bei Rudi und Seppi ging das ja auch gewaltig daneben :(

Auch wenn Doc. E Schlumpi das letzte Mal am Freitag der 1. Krankheitswoche gesehen hat (also vor ca 3 Wochen), haben wir fast tgl. telefoniert, er war quasi immer parat, auch nachts um 11 und am Sonntag. Ich schäme mich richtig, weil ich oft an seiner Behandlung gezweifelt habe, die Methode hieß...Ruhe und Geduld. Naja...wenn man nix machen darf außer gucken, dann ist es schwer, an eine Besserung zu glauben, aber wer Schlumpi vor 3 Wochen gesehen hat und heute, der wird es nicht glauben wollen, mit wie wenig man eine Besserung erreichen kann. Jetzt ist Doc. E auf Lehrgang (nein, keine Kaninchen, sondern was Vernünftiges, wie er mir heute sagte *g*), am nächsten Freitag ist er wieder da, ich hoffe, das nix schlimmes passiert.

Liebe Grüße
Heike"

Fax an meinen TA vom 10.10.2003

"Ich getrau es mich fast nicht zu schreiben, aber seit Dienstag gibt es fast nix negatives zu berichten. (…)

Also, seit er nicht mehr abgedunkelt steht, purzelt er auch im Käfig bedeutend weniger, seit gestern habe ich es gar nicht mehr gesehen. Die letzten Tage hat er sehr gut gefuttert (…)

Mit Momo klappt es ganz gut, zum Glück vertragen sie sich in etwa so, wie vor der Krankheit, keine große Liebe aber auch keine Raufereien. Am ersten Abend hat er sogar versucht, Haken zu schlagen, aber das ist nix geworden ;)

Er schafft es inzwischen selbst aus der Käfigunterschale und in seine Katzentoilette kommt er auch rein und raus.

Auf dem Parkett hat er noch Probleme, gestern ist er ganz selbstbewusst aufs Parkett, kam dann aber, obwohl es gut ging, ins Trudeln. Danach war er fix und alle.

Er ist sehr ruhebedürftig und kommt sehr lange zum streicheln, heißt das, das die Krankheit wieder losgeht?????

(…) Gestern habe ich gesehen, das er den Kopf 100% gerade hatte, ich konnte es gar nicht fassen, aber mein Mann (Sie erinnern sich an "das Pferd, das erschossen gehört) sagte, er hat das auch schon gesehen.

PS: Das Niesen und die Augen sind besser geworden.

Fragen, wenn wir heute telefonieren:

 

  • 1. Ist das unregelmäßige Freßverhalten bedenklich?
  • 2. Ist sein gesteigertes Ruhebedürfnis normal für das jetzige Stadium
  • 3. Die letzten Tage hatte er viel "Neues" erlebt (Momo, mehr Auslauf) wirkt sich das negativ auf den Heilungsprozeß aus oder fördert es diesen?
  • 4. Kann er sich in der Wohnung (zB über den Teppich) neu infizieren)
  • 5. Die Krankheit ist am 14.09. ausgebrochen, ab wann kann man davon ausgehen, das das gröbste überstanden ist?"

Telefax an meinen Tierarzt am 17.10.2003

"Also…von seiner ganzen Art ist Schlumpi wieder wie vor dem Ausbruch der Krankheit, er tobt rum, schlägt Haken (ja, auch das geht schon wieder J ) und streitet mit Momo. Außerdem macht er Männchen am Gitter und versucht seit 2 Tagen, auf jede Erhöhung hochzuhüpfen. Der Kopf ist immer noch schief, aber teilweise kann er ihn kurzzeitig (im Sekundenbereich) gerade halten.

Seit letzten Sonntag nimmt er auch wieder Trockenfutter, er futtert so viel wie vorher, teilweise auch mehr weil er zum aufpäppeln über den Tag verteilt das doppelte bekommt.

Die Verdauung wird auch besser, die Böbbel größer, allerdings hat er recht viel Harngrieß.

Wegen dem Niesen…das beunruhigt mich am meisten. Manchmal beobachte ich es den ganzen Tag nicht und dann ist es so extrem, das man es durch drei geschlossene Türen hören kann. Auswurf habe ich aber keinen mehr gesehen, das linke Nassenloch ist leicht feucht, das obere rechte meist trocken Auch die komischen Brummelgeräusche kommen oft vor, meist beim putzen. (…)"

Mail an Jeannette und Telefax an meinen Tierarzt am 20.10.2003:

Hallo liebes Jeannette,

Hier unser Fax, Doc. E hat sich noch nicht wieder gemeldet :(

Obwohl ich doch die unteren Eingänge der Burg zugemacht habe, ist Schlumpi oben reingehüpft. Seitdem ist er nimmer zu halten, saß gleich ganz oben und war nicht mehr raus- und runterzubringen ;)

Liebe Grüße
Heike

"Guten Morgen Dr. Eisele,

also... Schlumpi hält den Kopf inzwischen wieder fast gerade, beim Freilauf merkt man gar nix mehr, mittlerweile kann er auch wieder in seiner 2-stöckigen Burg rumtoben, besser gesagt, er ist dort nicht mehr rauszubringen :-)

Allerdings sieht das linke Auge (das was unten war) irgendwie komisch aus, wie wenn er schielt oder so. Die Pupille ist aber nicht grau.

Die Niesanfälle sind nach wie vor sehr heftig, es schüttelt ihn regelrecht durch, was machen wir da? Nochmal eine AB-Behandlung oder eine Nasenspülung? Ausfluß aus der Nase ist keiner, er niest auch überwiegend im Käfig, draußen gar nicht. Er hat im Käfig aber noch immer die Tücher und das Heu, was er zZt hat, ist nahezu staubfrei.

Was mir aufgefallen ist...bevor die Krankheit ausgebrochen ist, schien er Probleme beim "pullern" zu haben, er hebt den Po und drückt, aber es geht nicht immer was. Ich dachte damals, das er sich vielleicht leicht verkühlt hätte, er war ja teilweise draußen.

Am Wochenende habe ich beobachtet, daß er das wieder macht. Er sitzt total konzentriert, Püschel hoch und kann aber wohl nicht. Jetzt mache ich mir natürlich große Sorgen, das alles von neuem losgeht. Sollten wir da vorsorglich noch mal Panacur geben?"

Schlumpi hatte sich im Laufe der nächsten Wochen fast vollständig erholt, der Schnupfen und die Niesattacken sind verschwunden, seit Frühjahr 2004 bekommt er wieder normale Käfigeinstreu.

Zurückgelieben ist eine sehr leichte Kopfschiefhaltung, die nur Eingeweihte bemerken und eine Sehschwäche auf einem Auge. Bei Streß und Aufregung wird es kurzzeitig schlimmer, gibt sich aber meist recht schnell wieder.

Eigentlich soll er vor jeder vorhersehbaren Stresssituation Beruhigungsmittelchen bekommen, aber er nimmt weder Tabletten noch Tropfen. So muß es ohne gehen, bisher (*toitoitoi*) hat er alles (Impfungen etc) gut weggesteckt.

Die bei unserem Fall angewendete Behandlung:

Die erste Woche:

5 Tage hochdosierte Vit.-B-Komplexe und Kortison per Spritze

Furosimid am Montag (zur Entwässerung)

Baytril am Montag und am Dienstag

Panacur Montag bis Mittwoch 2x2 ml täglich

 

Infusionen, um Nierenschäden vorzubeugen Freitag der ersten Woche ein Kortisondepot und Polybion-Tropfen (Vitamin-B-Komplex) zum eingeben (tgl. 10 Tropfen).

Ab Donnerstag der 2. Woche Diazepantabletten zur Beruhigung

Am 16 Tag der Krankheit ein weiteres Kortisondepot sowie 5 Tage lang Cloramphenicol (per Spritze zuhause)

Gegen den Schnupfen haben wir es mit Thymiantee und Kindernasentropfen versucht, leider ohne Erfolg, weil Schlumpi nicht still halten wollte ;)

Weitere Tipps für e.cuniculi-Patienten und Kaninchenhalter:

  • Wichtig ist, das ihr ruhig bleibt, auch wenn es schwer fällt. Jede Aufregung überträgt sich auf das Tier und beunruhigt es zusätzlich.
  • In den ersten Tagen sollte das Tier in einem abgedunkelten Raum stehen, in dem es viel Ruhe hat.
  • Wenn möglich, gebt die Medikamente zuhause, auch Spritzen. In der akuten Phase verschlimmert jede Aufregung den Zustand des Kaninchens.
  • In dem Bericht von Fr. Dr. Drescher wird von Euthanasie nach ca. 5 Tagen gesprochen, sollte sich keine wesentliche Besserung einstellen - hätten wir das befolgt, wäre unser Schlumpi heut nicht mehr, obwohl er wieder gesund geworden ist. Mein Tierarzt spricht von ca 6 Wochen (vorausgesetzt, die Vitalfunktionen sind in Ordnung), erst nach diesem Zeitraum sollte man über Einschläferung nachdenken. Bei uns ist es anfangs täglich schlimmer geworden, trotz intensiver Behandlung.
  • Ein sehr hilfreiches Mittel in der schlimmsten Phase waren die Diazepan-Tabletten (so was ähnliches wie Valium), Schlumpi wurde dadurch bedeutend ruhiger und konnte sich besser bewegen (ohne Umfallen etc).
  • Gleich zu Beginn haben wir statt Käfigeinstreu Handtücher in den Käfig gelegt, dadurch "kullerte" Shlumpi etwas weicher und hatte auch einen besseren Halt, zudem war die Kotkontrolle einfacher.
  • Laut Aussage meines Tierarztes werden die Hirnfunktionen der befallenen Regionen von anderen Teilen des Gehirns mit übernommen, allerdings dauert es anfangs, bis sich das Tier in seine neue Situation eingelebt hat.
  • Wer mehrere Tiere hält, sollte auch bei den gesunden eine Panacur-Kur machen, da sich der Erreger auch über Kot und Urin verbreitet.
  • Die Krankheit kann recht langwierig sein, der Anblick des kranken hilflosen Tieres ist oftmals sehr schlimm - trotzdem sollte man (wenn die Vitalfunktionen ok sind) nicht zu früh aufgeben. Wichtig ist Geduld und Ruhe sowie ein erfahrener Tierarzt.

Copyright Heike Reinicke
Stand: 08/2004
Seppel123@aol.com

Max

Max und seine Schwester Rebecca wurden mit ca. 4 Wochen von der Mutter getrennt und bei der Tierhilfe abgegeben, also viel zu früh. Wir hatten unser Freigehege erst fertiggestellt und dann dort eine Gruppe von 5 Kaninchen ausgesucht, darunter auch die beiden Kleinen. Die Zusammenführung mit den 3 bereits erwachsenen Tieren erfolgte dort bei der Tierhilfe, eine Woche später wurden sie zu uns gebracht. Nach den Schilderungen der Tierhilfe-Mitarbeiter war diese Zusammenführung sehr stressig, aber von dem Moment an, als die Tiere bei uns in ihrem Freigehege waren, haben sie sich alle sehr gut verstanden. Max und seine Schwester waren zu diesem Zeitpunkt ca. 6 Wochen alt.
> Im Alter von ca. 11 Wochen wurde Max frühkastriert, was er problemlos überstanden hat. Er wurde am Tag nach der Kastration wieder zu den Anderen ins Gehege gesetzt, es ging alles sehr gut.
> Ca. 3 Wochen nach der Kastration saß ich bei der Mittagsfütterung bei den Kleinen und habe sie beobachtet, als Max während des Fressens plötzlich krampfartig den Kopf auf die linke Seite drehte, krampfte und auf die linke Seite fiel. Er stand wieder auf, nahm einen Happen Futter, der Kopf ging wieder nach links, der nächste Krampf. Wir sind sofort zum Telefon gestürzt, unser TA war nicht da, also den Notdienst angerufen. Dort konnten wir sofort kommen, die krampfartigen Anfälle kamen die ganze Zeit ca. alle 2 Minuten. Beim TA wurde gleich die Diagnose E.cuniculi gestellt - nach Augenschein. Sie - die Tierärztin - gab eine 50 %ige Überlebenschance, sie erzählte etwas von Vitaminmangel, als ich nach der Ursache fragte. Sie spritzte ihm ein Antibiotikum, sonst nichts.
Alles in allem erschien mir das Ganze ziemlich inkompetent.
Wieder zuhause, wurden die Anfälle von Max weniger, sie kamen nur ca. alle 1/2 Stunde. Ich habe dann im Internet geforscht, hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Erfahrung mit Kaninchen und hatte noch nie etwas von E-cuniculi gehört.
Bei meiner Recherche stieß ich dann auf den Artikel von Fr.Dr. Drescher, habe ihn mir ausgedruckt und bin damit am nächsten Tag zu meinem Tierarzt, der von dieser Behandlungsmethode auch noch nie etwas gehört hatte, aber sich bei mir bedankt hat, das ich ihm diese Informationen bringe.
Max krampfte weiterhin ca. alle 1/2 Stunde, das sah folgendermaßen aus: der Kopf drehte sich nach links bis etwa 90 Grad, die ganze linke Seite versteifte sich und er fiel auf die Seite. Nach ca. 1 Minute konnte er sich wieder bewegen, allerdings hatte er in der krampffreien Zeit immer eine leicht Kopfschiefhaltung. Er hat zum Glück auch gefressen.
Ab Sonntag bekam er dann für 10 Tage Chloramphenicol in der für sein Körpergewicht empfohlenen Dosierung, dazu Panacur für 30 Tage. Die anderen 4 Kaninchen, die keinerlei Symptome zeigten, wurden auch vorsorglich die 30 Tage mitbehandelt.
> Montag gingen wir nochmals zum Tierarzt zur Blutabnahme (die die Bestätigung brachte, das es sich um E.cuniculi handelt) danach spritzten wir ihm das Chloramphenicol selbst, um ihm den Stress der Tierarztbesuche zu ersparen. Es ging sehr schnell aufwärts mit ihm, nach 3 Tagen hatte er überhaupt keine Krämpfe mehr, nach ca. 1 Woche war auch die leichte Kopfschiefhaltung verschwunden.
Bis jetzt kam es zu keinem Rückfall, ich beobachte die Rasselbande sehr gut, um gegebenenfalls gleich reagieren zu können. 
Er war die ganze Zeit seiner Akuterkrankung in der Gruppe, wurde also nicht von seinen Freunden getrennt, da wir ihm den Stress einer Einzelhaltung nicht antun wollten und wir auch beobachtet haben, das die anderen Kaninchen auf seine Anfälle überhaupt nicht reagierten. 
Wenn ich über andere Krankheitsverläufe von E.cuniculi lese, haben wir wohl wirklich Glück gehabt.

Mowglie


Meine Geschichte ist 9 Jahr alt. War gerade im Internet am Schauen, weil ich erstmalig nach meiner Erfahrung vor 9 Jahren, vor 3 Tagen 2 süße Widder-Kaninchen von 4 Monaten aufgenommen habe.

 Vor 9 Jahren hatte ich den 3 jährigen Mowglie (aus dem Zoogeschäft gekauft, schäm) und hatte aus dem Tierheim ein Kaninchenmädchen von 6 Monaten dazugesetzt. Das ging auch wunderbar und war Liebe auf den ersten Blick. Aber leider fand ich Bagira nur 1 Woche später unter dem Bett liegend, die Hinterläufe waren völlig bewegungsunfähig. Ich weiß noch, dass es Ostermontag war und ich meine Tierärztin nicht erreichen konnte. Der Notfallarzt, hat sie angeschaut und gesagt die Wirbelsäule wäre gebrochen und man könne nix mehr machen. Also wurde sie eingeschläfert. Geröngt wurde nicht. Für mich war das immer ein Rätsel, wie und wobei sie sich die Wirbelsäule gebrochen haben sollte, bis ich heute auf Eure Seite gestoßen bin. Auf jeden Fall hat Mowglie genau 2 Wochen später abends irgendwie komisch ausgeschaut, dass weiß ich noch ganz genau, kann aber leider nicht mehr erklären, was mich da so unruhig gemacht hat, aber am nächsten morgen saß er an seinem Lieblingsplatz und hatte das Köpfchen schief. Wieder nur einen Notfallarzt erreicht, diesmal eine Tierärztin, die ihm gleich was gespritzt hat und mir Medikamente mitgab. Meine Tierärztin hat dann noch eine Woche mit mir gemeinsam um sein Leben gekämpft. Hab mir Urlaub genommen und nur noch bei ihm auf dem Fußboden gepennt. Konnte keiner in meinem Umfeld verstehen, aber dieses Kaninchen war einfach was besonderes, ich hatte vorher auch schon als Kind Kaninchen und mir stehen jetzt noch die Haare zu Berge, wenn ich dran denke, was wir da alles falsch gemacht haben. Aber dieses Kaninchen hab ich mir bewußt als Erwachsener gekauft und er war wie ein Hund war so zutraulich. Er hat sogar meine Katzen angefallen und gebissen und sich nix gefallen lassen, aber leider wurde sein Zustand eines Nachts so schlecht, dass er Purzelbäume im Käfig geschlagen hat, ich hab ihn zu mir ins Bett genommen und nur gehofft, dass es bald Zeit ist um meine Tierärztin zu erreichen und ich wusste auch, dass ich ihn nun Erlösen lassen muß. Es war soooo schrecklich. Er wurde eingeschläfert und ich hab bis vor 3 Tagen nie mehr Kaninchen geholt, weil ich dachte, ich vergleiche alle mit ihm. Hätte ich Eure Seite damals schon gefunden, hätte ich vielleicht beiden besser helfen können.


Silke Stork 

Krümel

Ich hatte mittlerweile das 3.kaninchen. Das erste hatte ich vor ca. 10 Jahren, ein Widder namens Snoopy. Er war außerdem Albino. Gekauft hatten wir ihn in einer Zoohandlung. Mit der Zeit bekam er immer ganz merkwürdige Anfälle und keiner konnte sich die so richtig erklären. Auch der Tierarzt wusste nicht was das war. Um Snoopy diese Anfälle weiterhin zu ersparen, ließen wir ihn damals einschläfern.
Danach bekam ich dann Hanson. Ihn bekam ich von meiner Tante. Sie hatten damals einen Wurf mit ca. 6 kleinen Kaninchen. Hanson war richtig alt. Er war 9 Jahre alt geworden und eigentlich immer recht fit. Leider musste er am 7.3.2004 eingeschläfert werden, da er durch sein Alter Nierensteine bekommen hatte. Das war damals für mich der reine Horror. Ich hatte ihn so geliebt. Sie war immer meine kleine Dame
Dann entschlossen wir uns im letzten Jahr ( es war der 23.12.2004 ) ein neues Kaninchen zu kaufen. wieder in einer Zoohandlung. Mir hatte es ein kleiner Widder angetan. ein Böckchen, geboren im Oktober 2004. Er kam aus einer Teutozucht. Mein Freund war damals erst nicht 100% überzeugt und ich dann auch nicht so, als die Verkäuferin meinte so sieht er top aus nur was im Köpfchen ist, weiß ja keiner. Naja ich hätte vielleicht damals schon nachfragen sollen, was sie genau meint.
Die erste Zeit verlief gut. Nur was mich immer wieder rätseln ließ war das Krümel nie gerne angepackt wurde - es wurde zwar besser aber nie so 100%, tragen ließ er sich gar nicht und die meiste Zeit kroch er über den Boden. er hüpfte kaum. Kroch immer geduckt über den Boden. Dann wurde es mal besser und er schlug Haken und wurde auch lockerer, dann kam wieder eine zeit und es kam mir vor als hätte sich nichts bei ihm verändert. Er hatte auch Zeiten an denen er am liebsten nur tagelang im Käfig verbrachte.
Dann passierte es am 30.4. (SA). Ich ging wie gewohnt an diesem Tag zum Käfig und dachte ich lasse jetzt den Käfig mal auf, da er schon 2 Tage wieder nicht raus wollte. Nur dazu kam ich schon nicht mehr. Er fing an sich zu drehen, überschlug sich, verdrehte den Kopf und atmete schwer. Außerdem konnte er nicht richtig laufen, man konnte denken er hatte sich einen Hinterlauf gebrochen. Ich holte ihn unter Tränen aus seinem Käfig und hatte große Mühe ihn fest zu halten. Ich rief sofort die Tierärztin an und fuhr dann gleich zu ihr. Sie fragte nach meiner Schilderung ob er irgendwo runter gefallen ist. Ich verneinte und erzählte auch das sein Kopf so merkwürdig sei. Sie holte ihn aus der Box und meinte er hat sicher die Sternenguckerkrankheit ( auch Schiefhals genannt ) und setzte ihn auf den Boden. Hierbei bestätigte sich ihre Vermutung.
Sie gab ihm Antibiotika, entzündungshemmende Mittel und Vitamin-B-Komplex und zu Hause sollte ich ihm eine Kochsalzlösung zum Trinken geben. Und den Raum abdunkeln. Ich hielt mich daran doch Krümel mochte die Lösung nicht und trank sehr wenig. Dann flößte ich ihm dies per Spritze ein. Er saß dann nur noch in der Ecke und bewegte sich sehr wenig. Am Sonntag dann konnte er kaum noch laufen. Er zog seine Beinchen hinter sich her, fraß kaum noch und nahm nur etwas zu sich, wenn ich ihm es "klein" machte und einflösste. Die Drehbewegungen blieben im erträglichen Rahmen.
Montags hatte ich dann wieder einen Termin. Da ich früher von der Arbeit heim ging, beobachtete ich ihn eine Weile. Er war plötzlich viel "verschmuster", ließ sich kraulen etc. Außerdem konnte er seine Beine wieder bewegen und lief im Käfig herum. Essen und trinken blieb wie am Wochenende. Die Nacht verbrachte ich dann vorm Käfig um zu schauen wie es ihm ging.
Bei der Tierärztin berichtete ich ihr vom Wochenende und auch vom Trinken. Er bekam nochmals Antibiotoka etc gespritzt. Dann wollte sie außerdem nach seinen Zähnen schauen. Doch voller Panik riss er sich dann die Instrumente aus dem Maul und verletzte seinen Zahn. Mir war dann alles zu viel. Mir wurde schwindelig und ich wusste wenn es ihm weiter so schlecht geht, wird sie ihn einschläfern. Der nächste Termin stand für FR (morgen) und hierbei stand auch fest, daß er wenns ihm nicht besser gehen würde, muss er eingeschläfert werden.
Ja ab Montag ging es ihm dann rapide schlechter. In der Nacht war ich ab 2h30 fast jede 10 Minuten bei hm, da er sich überschlug, verdrehte etc. Ich nahm ihn dann immer in den Arm bis er ruhig war. Irgendwann gegen 5h kam ich dann auf die Idee doch Licht an zumachen. Von da an war er dann ruhiger.
Am Dienstag morgen stellte ich ihm dann normales Wasser hin, worauf er sich richtig stürzte, ich war happy, ihn endlich trinken zu sehen. Dann kam ich dann von der Arbeit und musste feststellen das er in dieser Zeit wohl völlig die Kontrolle verloren haben musste. Der ganze Käfig war fast leer von Streu, alles lag kreuz und quer verteilt. Er lag verkrampft im Käfig, den Kopf in seitlich zur Decke gedreht. Ich nahm ihn sofort auf meinen Arm. Ich streichelte ihn bis er ruhiger wurde. An diesem Tag war ich eigentlich fast nur dort da er ständig wieder in dieses Muster verfiel. Außerdem fütterte ich ihn und gab ihm was zu trinken. Ich hatte Angst er würde austrocknen. so verlief dann auch die Nacht.
Mittlerweile musste ich sogar der Ärztin zu zustimmen, was eine Einschläferung anging.
Ja und dann am Mittwoch rief ich dann nachmittags die Ärztin an und stimmte ihr zu. Es war unheimlich schwer für mich. Gegen 17.55h waren wir dann bei ihr und gegen 18h schlief er dann friedlich ein. Ohne Schmerzen, ohne diese Verdrehungen etc - es wird ihm jetzt besser gehen, da bin ich mir sicher, aber es tut unheimlich weh. Erst Hanson im letzten Jahr und gestern mein Schatzi Krümel.
Ich habe mich danach dann noch mit der Ärztin unterhalten bzw mein Freund. Sie sagte dann auch, daß Snoopy wohl die gleiche Krankheit hatte und das eben solche Krankheiten oft bei überzüchteten Kaninchenarten vorkommen. Ich weiß nur das ich jetzt erst mal keins mehr haben möchte. Es tat genug weh. Ich vermisse sie alle.
Heute haben wir dann alles weg geräumt und da kommen eben die Erinnerungen wieder. Vor allem ist es auch sehr traurig, da Krümel gerade 7 Monate alt war, noch sehr jung. Er wollte noch soviel entdecken der kleine Schatz.
Ich kann jedem echt nur abraten davon. Es tut nur unheimlich weh wenn das Kaninchen dann eingeschläfert werden muß. Ich werde mir kein Kaninchen mehr in einer Zoohandlung kaufen. Es war das 2. mit dieser Krankheit von einer Tierhandlung. Hanson hingegen war das "Kind" einer Häsin vom Bauern und er hatte nie große Krankheiten.

Mimi

Perwoll

 

Das Kaninchen erkrankte sehr stark. Anfangs fiel es dauernd hin und hatte Panik. Vom zweiten Kaninchen wurde es angegriffen und musste abgetrennt werden. Die Krankheit verschlechterte sich während der ersten 5 Tage stark trotz Medikamentation mit Panacur und Cortison. Encephalitozoonose wurde festgestellt. Wir legten das mittlerweile völlig bewegungsunfähige Tier in einen Wäschekorb, auf allen Seiten mit Tüchern ausgepolstert. So konnte es in Panik nicht herumrollen. Das Kaninchen musste 24. Stunden am Tag betreut werden. Alle 1-2 Stunden musste es gefüttert werden. Mundgerechte Futterstücke hielten wir ihm an die Lippen. Das Tier frass dann mit grossem Appetit (es nahm während der Krankheit sogar zu!). Es schlief sehr viel. Vor allem nach dem Fressen. Das Fressen schien es sehr zu erschöpfen.
Die erste Besserung zeigte sich nach ca. 10 Tagen. Da konnte das Kaninchen plötzlich, wenn es allseitig gepolstert war, auf den Füssen stehen. Dann besserte sich der Zustand täglich. Nach 2 Wochen konnte es wieder alleine stehen und fressen. Nach 2,5 Wochen konnte es wieder laufen. Nach 3 Wochen fiel es nicht mehr um und nach ca. 4 Wochen war auch der mittlerweile nur leicht schiefe Kopf völlig verschwunden. Das Kaninchen war völlig gesund. Einzig blieb eine Inkontinenz mit wechselnder Stärke. Es kann das Wasser nicht mehr gut halten. Die ganze Genesung schien wie ein Wunder. Die Tierärzte hätten das Kaninchen schon lange eingeschläfert und rieten uns auch dazu. Heute, 1,5 Jahre später, ist es ca 7 Jahre alt und immer noch fröhlich und gesund.
Also: Bloss nie zu früh einschläfern, es kann Wochen dauern, macht viel Mühe, lohnt sich aber auf jeden Fall!

Gioia

 

Gioia hatte zum 1.mal einen Krampf, nachdem ich mit ihr beim Tierarzt wegen ihrer Zähne war. Sie hat eine Zahnfehlstellung und die Zähne müssen 1 mal pro Monat vom Arzt gekürzt werden. Ich habe gehört, dass Schockzustände diese Krankheit hervorrufen können, und da sie grosse Angst hatte, nehme ich an, wird das der Grund für diesen Virusausbruch gewesen sein!
Die Krämpfe waren schon von Anfang an recht stark, (man kann es sich vorstellen wie einen Epilepsieanfall) sie krümmte sich und die Hinterbeine zappelten...es war schrecklich! Leider hatte der Arzt nicht sofort bemerkt, dass es sich um Enzephalitozoon Cuniculi handelt. Vielleicht deswegen, da Gioia keinen Schiefhals hat. Zuerst bekam sie Medikamente gegen Epilepsie, als das nichts nützte, verlangte ich einen Bluttest und siehe da, die Krankheit wurde bestätigt! Gioia bekam 4 Wochen lang Panacur. Die Krämpfe waren zum Glück nicht mehr so stark und hörten nach einigen Wochen auch auf. Vor einer Woche jedoch hatte sie wieder einen Krampf. Der Arzt verschrieb ihr nochmals eine 4wöchige Kur mit Panacur, dieses Medikament scheint bei Gioia wirklich zu wirken! Der Arzt meinte, wenn die Krämpfe so selten vorkommen und sie normal frißt und lebenslustig ist, wäre das nicht so schlimm...
Gioia ist ein Riesenschatz, sie schmust gerne, spielt fangen mit meinem kater und ist auch sehr verfressen! Zum guten Glück hat sie auch keinen Schiefhals!
Ich denke mir, solange sie noch so fit und munter ist, kann ich die wenigen Krämpfe verantworten, aber ich habe mir geschworen, dass wenn es schlimmer werden würde, dann werde ich meinen Schatz nicht leiden lassen und ihn von seinen Qualen erlösen
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Bommel

 

Hallo, leider hat mein Kaninchen E.C. bekommen und zur Zeit weiss ich nicht ob sie es schafft. Vor ca. 6 Wochen ist ihr Freund Hoppel(7 Jahre) gestorben, er hat sich das Bein gebrochen, wurde operiert und der Kreislauf versagte. Dann habe ich hin und her überlegt ob ich wieder einen dazuholen soll und weil ich eigentlich keine Häschen danach mehr möchte, wollte ich ein Kaninchen, das genauso alt ist wie Bommel, das war nicht so einfach, anscheinend ist 7 schon alt, aber ich bin fündig geworden im Tierheim Bonn und wir haben Commodore dann zwei Wochen später geholt. Die zwei hatten sich die ersten paar Tage nicht viel zu sagen, aber dann sind sie doch ein richtiges Liebespärchen geworden, sooo süss. Dann der Schock -  letzte Woche Sonntag sass meine Bommel im Käfig und drehte sich hysterisch im Kreis und hielt den Kopf total schief, sie konnte nicht mehr geradeaus laufen. Ich habe direkt Panik bekommen und bin zum Tierarzt. Die Tierärztin diagnostizierte E.C., gab ihr Cortison und Panacur, welches ich mitbekam. Sie meinte die Chancen stehen 50/50. Schon einen Tag später ging es Bommel besser und am zweiten schon viel besser, drei Tage hinter einander war ich beim Tierarzt und ich dachte, sie sei über den Berg. Aber jetzt bin ich am zweifeln, da sie sooo doll abgenommen hat und nun auch nix mehr frist. Morgen fahre ich nochmal zum Tierarzt und ich weiss nicht wie es weitergeht.
Anm.: Bommel verstarb 13 Tage nach Ausbruch der Krankheit an unbekannter Ursache.

 

Flecki

 

Es fing alles am Sonntag an. Als ich ins Zimmer kam, saß meine Flecki da und wollte nichts mehr freßen. Sind sofort zur Tierklinik gefahren, aber die sagten uns nur, daß sie vielleicht Bauchweh hat, auch auf dem Röntgenbild war nichts zu sehen. Sie meinte, wir müssen sie zwangsernähren, was wir auch taten.
Abends wurde es dann immer schlimmer. Sie konnte die Hinterpfoten nicht mehr bewegen und lief abwechselnd damit, sah komisch aus. Hoppeln konnte sie nicht mehr. Daraufhin sind wir wieder zur Klinik gefahren, aber die haben ihr nur Kochsalz per Infusion gegeben, damit sie nicht austrocknet und uns wieder nach Hause geschickt.
Am nächsten Morgen saß sie nur noch rum und kam auch nicht mehr, wenn ich sie gerufen habe. Wir sind wieder zur Klinik und da meinte eine, daß sie vielleicht gefallen ist, da sie nicht mehr hoppeln kann. Sie spritzte Cortison und schickte uns wieder nach Hause.
Am letzten Tag war es noch schlimmer. Flecki konnte nicht mehr sitzen, sie lag mit dem Köpfchen auf dem Boden. Sind dann wieder hin und sie bekam wieder nur Cortison und die Ärztin meinte, sie muss eingeschläfert werden, wenn es abends nicht besser ist.
Ich habe mir im Internet eine TA-Praxis gesucht, die sich auf Kaninchen spezialisiert hat und als mein Mann nach Hause kam, sind wir 50 km weiter gefahren und zu der Praxis.
Die TA meinte sofort, es sieht nach E.Cuniculi aus und hat auch die Reaktionenn in den Pfoten geprüft. Sie hat nicht reagiert. Es ging ihr da schon sehr sehr schlecht. Der Kreislauf war im Keller. Sie wollte Blut abnehmen, aber fand keine Vene mehr und beim zweiten Versuch ist meine Flecki dann gestorben. Der Kreislauf hat einfach nicht mehr mit gemacht.
Ich bin so sauer und gleichzeitig traurig, da hier, wo ich wohne, kein TA die Krankheit erkannt hat. Vielleicht wäre meine Flecki dann noch da. Sie wäre im Juni 4 Jahre alt geworden und war super anhänglich. Wo ich war, kam sie immer mit.Sie fehlt mir so. Hätte mich gefreut, wenn mein Baby sie noch gekannt hätte. Bin im 8.Monat schwanger und es ist echt nicht einfach. Wäre sicher schön geworden.
Hoffe das es ihr jetzt gut geht und sie keine Schmerzen mehr hat.

Tinca

 

Tinca starb Ende Mai 2002 an Nierenversagen ( eingeschläfert)
Tincas Vater wurde auch wegen Nierenversagens eingeschläfert...
ich dachte zuerst an einen Zusammenhang wegen der Veerbung... später stellte sich aber heraus, ( Tierzeitungsbericht) das durch die Eingabe von Chloromycetin Schädigungen der Niere eintreten können ... es hätte unmittelbar eine Nachbehandlung vorgenommen werden müssen.. das Medikament ist mir jetzt leider nicht mehr in Erinnerung.
Eine Behandlung war nicht mehr möglich, da nur noch ein Drittel einer Niere in Funktion war ..( Blutabnahme und Diagnose durch Tierarzt)
Die Symptome waren Appetitlosigkeit und Schlappheit .. das Fell wirkt stumpf und fühlt sich auch seltsam an .
Ich hoffe das Tincas Krankheit anderen Kaninchen erspart bleibt.

 

Lucy

Lucy kam im November 2004 zu mir. Dank schlechter Haltung des Vorbesitzers und im Tierheim hatte sie leichte Unterernährung und einen Gehfehler(schlechter Muskelaufbau). Im Januar hatte ich sie soweit, dass sie Vertrauen zu Menschen gefasst hat und Idealgewicht hat. Dank 24-Stunden Freilauf ist ihr Gehfehler kaum noch merklich. Mitte Januar holte ich ihr einen Partner, mit dem sie sich sofort gezofft hatte. Bei einem besonders heftigen Kampf fügte sie dem anderen Kaninchen eine Fleischwunde zu, die genäht werden musste.
Sie selbst hielt nach dem Kampf den Kopf schief und lief im Kreis, fand ihre Rückzugshöhle nicht. 
Dank dem Tipp aus einem Kaninchenforum ließ ich sie sofort auf E.C. untersuchen. Noch am selben Tag bekam sie das erste Mal Panacur und Vitamin-B Komplex. 
Die Ergebnisse der Blutuntersuchung 3Tage später bestätigten den Verdacht.
Den Kopf hielt sie nur leicht schief. Wenn es zu Stress kam (TA-Besuche), sah es richtig schlimm aus. Das andere Kaninchen kam sofort weg (in gute Hände mit anderen lieben Kaninchen), wurde aber zur Vorsorge mit Panacur behandelt.
Die ersten Tage verschlimmerte sich ihr Zustand. Frischfutter musste ich ihr direkt vor die Schnauze halten, damit sie es fand. Ihre Rückzugshöhle füllte ich mit Heu. Sie kam aus dieser tagelang nicht raus, fraß aber genug Heu und trank genug Wasser.
Ab der 2.Wochen stellte sich eine Besserung ein. Sie hatte keinen schiefen Hals mehr, fiel aber beim Männchen-machen noch um und verlief sich ab und an in der Wohnung. 
In der 4.Woche war nichts mehr an Symptomen zu merken. Sie bekam vom ersten Tag an morgens und abends 75mg Panacur bis eine Woche nachdem die letzten Symptome abgeklungen waren. Ich fuhr 3 Wochen lang alle 3 Tage zum TA, damit sie ihren Vitamin-B- Komplex bekam.
Aufgrund ihrer hohen Aggressivität anderen Kaninchen gegenüber, weil sie Dauerschnupfen hat und weil die Gefahr eines Rückfalls durch Stress sehr hoch ist, ist sie seit dem alleine geblieben.
Ihr Alter ist unbekannt, aber laut TÄ kann man von einem Alter von mind. 8 Jahren ausgehen.
Allgemein geht es ihr gut, aber es gibt Tage, an denen man merkt, das sie wohl nicht mehr lange leben wird...

Benny

Als ich Freitags die Rolläden hochzog, nahm ich sofort eine Veränderung im Verhalten unseres Bennys wahr! Er zuckte mit einem Auge sehr stark und der Kopf wackelte! Er war orientierungslos! Ich beobachtete es 3 Stunden, und danach bin ich sofort! zum Tierarzt! Er meinte, das das schnelle handeln ihm sehr geholfen hat. Er bekam 2 Spritzen (Antibiotikum, und Cortison), die Diagnose wurde sofort richtig gestellt, was auch ernorm wichtig war. Die Ohren waren ok! Nachdem ich Samstags noch mal da war, die gleiche Prozedur, gaben wir ihm Sonntag eine Tablette, natürlich zerkleinert und in Wasser aufgelöst! Von Tag zu Tag ging es ihm zusehends besser, erst wackelte der Kopf nicht mehr, dann ging das Augenzucken zurück! Wir mussten ihm alle paar Stunden Wasser anbieten, was er selbst nicht mehr fand, (orientierungslos) und er nahm es sehr dankbar an!!! Darin waren dann Vitamin B-Tropfen in erhöhter Dosis enthalten! Gefuttert hat er immer, zwar nur was um ihn rum lag, und auch nur Heu, aber immerhin, er fraß! Sonst schlief er viel, war teilnahmslos, aber nach ca. 5-6 tagen haben wir dann mal Lieschen zu ihm gesetzt, damit er mal aus der Lethargie herauskam! Und er nahm sie auch sofort wahr und schleckte sie ab. Da liesen wir sie im Käfig! Auch im Freigehege haben wir ihn zu diesem Zeitpunkt gesetzt, um zu sehen, wie er läuft! Das haben wir alles aus dem Bauchgefühl heraus gemacht! Er lief ganz passabel, obwohl er manchmal nach rechts kippt, wenn etwas unverhofftes kommt, oder er sich erschrickt! Aber ansonsten geht es ihm wieder völlig gut, und man sieht es ihm nur manchmal an! Und fressen ist wieder eine Hauptaufgabe geworden, man kann ihm mit Leckerchen (Möhrengrün und Löwenzahn) frisch auf den Tisch begeistern! Ich denke, nun 2 Wochen ohne Medikamente geht es ihm wieder sehr gut, bis auf die Tatsache, das er etwas abgespeckt hat, was ja nicht von Nachteil ist!!!:-))
boebbie@versanet.de

 

Alfons

Mein süßer Alfons war knapp 3 Jahre alt als er plötzlich den Kopf leicht nach rechts abgeknickt hielt.
Wir dachten uns nichts dabei, er hat "Zug bekommen" und ist ein wenig steif oder so.
Er verhielt sich ganz normal.
Wir machten uns am 3. Tag erst Sorgen da der Kopf noch schiefer geworden ist.
Dann sind wir direkt zum Tierarzt gefahren.
Bis zu dem Moment kannten wir die Krankheit "Schiefhals" nicht.
Der Tierarzt tippte bestenfalls auf eine Entzündung in den Ohren oder schlechtestenfalls auf Schiefhals.
Wenn es Schiefhals wäre, dann wäre es nicht heilbar da kaum erforscht.
Er verabreichte Antibiotika und Vitaminspritzen.
Wenn es die Entzündung wäre, dann würde das innerhalb weniger Tage abheilen so der Arzt.
Nach etwa 4 Tagen Behandlung wurde Alfons immer aphatischer und wollte nicht mehr fressen.
Er bekam von uns ein Gemisch aus püriertem Gemüse und Obst sowie Haferflockenschleim ins Maul geträufelt.
Er magerte trotzdem stark ab.
Eines Morgens lag er dann tot auf seinem Lieblingsplatz.

Meine Hasen haben ein Zimmer für sich allein.
Es ist gefliest und mit ganz vielen Teppichen und Matratzen u.ä. ausgelegt damit sie es schön warm haben und mit den Fliesen nicht in Kontakt kommen.
Was mir komisch vorgekommen ist, ist, dass Alfons immer die Teppiche zur Seite geschoben hat und sich auf die kalten Fliesen gelegt hat.